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Neuheiten 2016: Sea Otter Classic

Sea Otter: Neuheiten-Show & USA-Exoten

  • Frank Jeniche
 • Publiziert vor 5 Jahren

Zum ersten Schaulaufen der Saison trifft sich die Bike-Szene traditionell in Monterey, Kalifornien. Vier Tage Biken, Testen und Neuheiten checken. Hier die wichtigsten News vom Sea Otter Classic 2016.

Hier die wichtigsten News vom Sea Otter Classic 2016 auf den Punkt gebracht: Mountainbike-Reifen werden dicker, Fatbikes sind nicht tot und mit E-Mountainbikes werden (Spaß-)Rennen gefahren. Aber nun der Reihe nach.

Sonne – California feeling – Bikes – Sea Otter Classic. Die Bike-Branche trifft sich traditionell Mitte April auf der legendären Rennstrecke in Laguna Seca zum ersten großen Schaulaufen. Neben einer guten Protion Race und jeder Menge Show gab es in diesem Jahr vor allem zwei Trends: das E-MTB ist in aller Munde und 27,5+ wächst – ohne dass das Fatbike stirbt. Gerade bei den ganz und fast ganz dicken Reifen gehen viele Hersteller schon den zweiten Schritt und schaffen mit neuen Bikes Untersätze für die unterschiedlichsten Spielformen des Mountainbikens. Aus den reinen Schnee- und Matschbikes sind Bikes für die ganze Saison erwachsen. Trailorientiert, durchdacht und mit einer immer größer werdenden Palette an erhältlichen Teilen. Das große Thema heißt Full Suspension und Trail-Tauglichkeit.

Ein Yeti auf einem E-Mountainbike: Beim Sea Otter 2016 fand erstmals ein Rennen mit motorisierten Mountainbikes statt.

Gleichzeitig ist das Fatbike beileibe nicht tot – es führt ein erfolgreiches Dasein und öffnet sich eben einer breiteren Anwenderschicht. Erstmals fand im Rahmen des "Sportprogramms" beim Sea Otter Classic auch ein E-MTB-Rennen statt. Teils belächelt, teils mit gut gemeintem Gefrotzel bedacht – aber auch mit großen Augen bewundert – fuhren die Rennfahrer ihre Runden am Hang entlang der ehemaligen Moto-GP-Strecke. Vom verkleideten Spaßvogel bis zum Elite-MTB-Racer war dabei alles vertreten, genau wie bei den E-Mountainbikes. So fuhren motorisierte Hardtails mit E-Fullys und Elektro-Plus-Bikes sowie DH-orientierte E-Boliden mit Doppelbrückengabel auf dem Kurs. Manche wirklich gegeneinander, aber eigentlich alle miteinander. Und einen guten Zweck hatte das Ganze auch noch – so konnte Mike Kluge, der Sieger der Industrie-Wertung, sein Preisgeld von 5000 US-Dollar einer ortsansässigen gemeinnützigen Einrichtung überreichen, die sich der Jugendförderung in Sachen Bike-Sport verschrieben hat.

Die spannendsten neuen Bikes vom Sea Otter:

John Parker, Frank the Welder und Missy Giove (Foto) – kultiger geht es nicht. Diese drei Legenden stehen hinter der neuen Marke Underground, die im Direktvertrieb robust gefertigte Trail-Hardtails an den Start bringt.

Underground Bike Works

John Parker ist wieder da! Der Begründer der Kultmarke Yeti hatte sich seinerzeit nach dem Verkauf aus dem Bike-Business zurückgezogen und war unter anderem im Motorrad-Rennsport unterwegs. Jetzt ist er zurück und hat eine neue Mission: Spaßbikes aus Alu bauen! Erster Schritt ist ein Hardtail mit starken Trailgenen. Und im Gepäck hat Mr. Parker gleich zwei MTB-Legenden: Den Schweißergott Frank "The Welder“ und die DH-Queen Missi Giove! Fast wie in alten Zeiten – mit einer Mischung aus Geschichte, sympatischem Chaos und einem Schuss Racerblut – entsteht Underground als Direktversender-Label in den USA. Wir wünschen viel Glück und sind schon gespannt, was John Parker noch so alles vor hat.

Open One+

One+ heißt das neue Carbon-Hardtail von Open.

Vier Jahre ist es schon her, dass Open sein erstes Bike auf dem Sea Otter Classic präsentierte. Mit dem One+ kommt nun der Nachfolger – breiter, aber immer noch leicht und effizient. Reifen bis zu 2,4 Zoll Breite passen jetzt in den 29er-Rahmen – oder man baut sich einen 27,5+-Laufradsatz und fährt bis zu drei Zoll dicke Schlappen. So wird aus der XC-Maschine ein modernes Spaß-Hardtail. Dank neuem Boost-Standard haben sowohl dicke Reifen als auch moderne Kurbelsätze ausreichend Platz. Und Open wäre nicht Open, wenn sie nicht bis ins Detail an optimale Lösungen denken würden. So werden in der Rahmengröße S die Laufraddurchmesser um jeweils eine Größe reduziert (29 zu 27,5 Zoll und 27,5+ zu 26+), um auch hier ein perfektes Handling anbieten zu können. Selbstverständlich ist das One+ für mechanische und elektronische Schaltungen vorbereitet.

Intense Spider

Das neue Intense Spider ist leichtes und verspieltes Carbon-Trailbike mit einem zwischen 115 und 130 mm verstellbaren Federweg.

Spider heißt der neueste Zuwachs in der Palette der südkalifornischen Edelschmiede Intense. Ein leichtes und verspieltes Trailbike mit einem zwischen 115 und 130 mm verstellbarem Federweg und 27,5er-Bereifung. Ob bergauf oder bergab, ob eher rennmäßig oder als Spaßgerät – das Spider ist ein Jedermann-Jedertag-Bike. Mit vier unterschiedlichen Ausstattungsoptionen und zwei unterschiedlichen Carbonrahmen bietet Intense das Spider für viele Geldbeutel an. Erstmals unterscheidet man bei den Kaliforniern bei einem Modell zwischen zwei unterschiedlichen Carbon-Layups und verwendet unterschiedliche Faserarten in den beiden Topmodellen. Zusammen mit den Titan-Teilen macht sich dies in einem Gewichtsunterschied von 300 Gramm bemerkbar. Selbstverständlich kommt auch das Spider im 148x12 Boost-Standard daher und bietet – neben einer komplett innen geführten Kabelverlegung – auch eine Montagemöglichkeit für einen Flaschenhalter. Die ersten Intense Spider sind dem Vernehmen nach bereits in Deutschland gelandet.

Spot Rollik 557

Die Eckdaten des Spot Rollik: Carbon-Chassis mit 140 mm, 27,5er-Laufräder, 12 Kilo leicht.

Beim Spot Rollik 557 sticht die Carbon-Blattfeder zwischen Hinterbau und Hauptrahmen ins Auge. Dieses "Living Link" soll Antriebseinflüsse eliminieren.

Im vergangenen Jahr schoben die Jungs von Spot schon mal den Prototypen des Rollik übers Festivalgelände, damals aber noch mit gefrästen Titan-Teilen. Aus dem mutigen Prototypen ist mit dem Rollik 557 nun ein Serienbike geworden. Als Erstes sticht eine etwas starr anmutende Carbon-Blattfeder zwischen Hinterbau und Hauptrahmen ins Auge, die nur auf der Rahmenseite in einer gelagerten Anlenkung endet. Dieses "Living Link" übernimmt grundsätzlich eine ähnliche Aufgabe wie die kurze, untere Anlenkung eines herkömmlichen VPP-Systems. Entwickelt worden ist es vom Avid-Gründer Wayne Lumpkin, um eine haltbare, einfache und effektive Lösung für ein altes Problem zu finden: Die Verhinderung von Antriebseinflüssen beim Pedalieren auf die Hinterbau-Federung. Das Bike machte im ersten Fahrtest eine gute Figur. Ob das nur am "Living Link“ liegt oder ob der aus modernem Extreme-Carbongewebe gerfertige Rahmen mit einem sehr hohen Faseranteil auch an sich schon mehr Steifigkeit mitbringt, muss ein ausführlicher Test zeigen. Das 140 mm-Testbike machte mit seinem Gewicht von knapp 12 kg auf jeden Fall Spaß.

David Folch baut Bikes für Große, also Leute von 192 und 225 cm. Zur Einschätzung: David misst 198cm und sein hier gezeigter Prototyp eines Enduro-Hardtails ist ein S-Rahmen – gepaart mit 36er Laufrädern!

Dirtysixer 36''

David Folch steckt hinter dem Label Dirtysixer und baut Bikes für Große. Sein Kundenklientel hat durchweg Gardemaß – und entsprechend sind seine Bikes für Leute mit einer Körpergröße zwischen 1,92 und 2,25 Meter. Nur mal zur Einschätzung: David misst 1,98 m und sein hier gezeigter Prototyp eines Enduro-Hardtails ist ein S-Rahmen! Ausgestattet mit einer MRP DH-Gabel und Rohloff-Nabe fährt er locker beim Downhill-Rennen mit. Grundsätzlich sind all seine Bikes „Made in California“ und sowohl mit Einfach-Kettenschaltung als auch mit Rohloff-Nabe oder als Singlespeeder zu haben.

Das Tantrum Bikes „Hybrid“: ein Prototyp mit 29-Zoll-Vorderrad und 27,5er hinten.

„Missing Link“ nennen die Köpfe hinter Tantrum Bikes dieses Hinterbau-System.

Tantrum Bikes

Brian Berthold ist vielleicht einigen Lesern noch ein Begriff als Erfinder der Bremsabstützung und Ex-Entwickler bei Kona. Sein neuestes Konzept heißt Tantrum Bikes, die Technologie nennt sich "Missing Link" – eine innovative Anlenkung, die je nach Fahrsituation den Dämpfer unterstützt. Beim Pedalieren verhärtet sich das System ähnlich einer starken Plattform. Wird aber ein Hinderniss überfahren, kehrt sich das System um und unterstützt den Dämpfer. Somit werden teure und komplizierte Dämpfer samt Plattform/Lockout überflüssig, sagt zumindest der Umlenkungsguru. Zudem kann der Luftdruck im Dämpfer deutlich reduziert werden und man erreicht ein noch sensibleres Ansprechverhalten. Sein Prototypen-Bike, das Tantrum "Hybrid", hat er als 29er ausgelegt und ihm 125 mm Federweg spendiert. Dazu einen flachen Lenkwinkel, den man aber beim Klettern durch die Versteifung nicht wirklich als störend empfinden soll. Und natürlich spielt Brian mit allen möglichen Komponenten – und so findet sich in seinem "29er" ein 27,5er-Hinterrad.

Die neue Version des Turner RFX Enduro+ kommt mit Carbon-Rahmen, Stahlfederdämpfer und 160 mm Federweg massiv daher.

Turner RFX Enduro+

Die neueste Version des Turner RFX Enduro+-Bikes kommt mit Vollcarbonrahmen und 160 mm Federweg recht massiv daher. Eine auf moderne Enduro-Kurse ausgerichtete Geometrie und der Einsatz von Federgabeln mit einem Federweg zwischen 160 und 180 mm zeigen, wo's lang geht. Trotzdem bleibt das Gesamtgewicht mit 12,7 Kilo konkurrenzfähig. Und wie von Turner nicht anders gewohnt, werden auch beim neuen RFX Enduro+ sämtliche Kabel außen verlegt – weil Dave Turner es einfach praktischer findet.

Trotz Boost-Standard ist der LES-Rahmen von Pivot durch neue Carbonfasern und geänderten Fertigungsdetails 50g leichter geworden.

Pivot LES

LES goes Boost! Damit passt Chris Cocalis sein Hardtail nach drei Jahren Laufzeit an den aktuellen Trend-Standard an. Wie gewohnt konsequent zu Ende gedacht: mit Shimano Di2-Kompatibilität inklusive Batteriefach im Unterrohr. Trotz mehr Trailtauglichkeit hat das neue LES nichts von seinen Race-Genen verloren. Und trotz des 69,5 Grad flachen Lenkwinkels fährt sich das LES agil und sportlich. Die Boost-Kur hat dem Gewicht nicht geschadet, im Gegenteil: Der Rahmen ist durch neue Carbonfasern und geänderte Fertigungsdetails sogar 50 Gramm leichter geworden und wiegt nun mit allen Anbauteilen 1295 Gramm. Das Swinger II-Ausfallende wurde im Pivot-Sinne weiterentwickelt und bietet sowohl eine Singlespeed-Option mit indexierter Verstellmöglichkeit als auch in zwei Positionen fest justierbare Schalt-Ausfallenden. Der 29er-Rahmen des Pivot LES kann auch mit 27,5+-Laufrädern gefahren werden und ist in vier Größen erhältlich.

Trek erweitert seine Fatbike-Palette um ein Fully: das Farley EX 9.

Trek Farley & Farley EX

Nach eigenen Aussagen ist das Fatbike die am schnellsten wachsende Bike-Kategorie im Hause Trek. Gerade in Nicht-Schnee-Regionen wie Nebraska, New Mexico und Arizona wächst das Fatbike-Segment rapide. So ist aus dem ursprünglichen Snow-Bike ein Ganzjahres-Gefährt geworden.

Die Kovee XXX-Laufräder von Bontrager richten sich an Cross-Country-Piloten und bieten eine mächtige Maulweite von 29 Millimeter bei unter 1400 Gramm.

Trek trägt nun dieser Entwicklung Rechnung und stellt mit der neuen Farley EX-Reihe zwei agile Full Suspension-Bikes und ein neues Top-Hardtail vor. Angepeilt hat Trek mit dem Farley EX ein Allround-Fatbike mit optimaler Kontrolle und ausgeglichenen Fahreigenschaften. Gepaart mit den ebenfalls neuen Bontrager Wampa-Carbonlaufädern schafft man bei Trek einen Rahmen mit einem schmalen Q-Faktor und erreicht so mehr als passable Pedaliereigenschaften. Tatsächlich fährt sich das Farley EX wie ein Hardtail und nicht wie ein breitbeiniger Chopper. Die Farley EX-Reihe besteht aus dem Carbon-Modell EX 9.8 und der Alu-Variante EX 8. Beide rollen auf 27,5 Zoll Fatbike-Laufrädern und sind – wie alle Farley-Bikes – ab August erhältlich.

Bontrager bringt mit der Drop-Line eine eigene absenkbare Sattelstütze mit ergonomischem Hebel auf den Markt.

Auch die Hardtail-Fraktion kommt bei Trek nicht zu kurz. Gleich fünf Farley-Modelle rollen mit Carbon- oder Alurahmen auf breiten 4,5-Zoll-Laufrädern über die Trails. Das Topmodell Farley 9.9 bleibt dabei seiner Heimat treu, da es ist nur im nordamerikanischen Markt erhältlich sein wird. Begründung: Europa wächst nicht schnell genug in Sachen Highend-Fatbikes. Der neue Carbonrahmen des Farley wiegt samt Gabel 1900 Gramm und ist damit schon allein eine gute Basis für ein leichtes Fatbike.

Mit dem Optic bringt Norco eine vielseitige Trailbike-Plattform auf den Markt.

Norco Optic

Mit dem neuen Optic bringen die Kanadier eine vielseitige Trailbike-Plattform auf den Markt. Vom Einsatzbereich her verbindet dieses Konzept XC-Effizienz mit der Verspielheit eines All Mountains. Die ISCG-Umwerfer-Option gehört genauso zum Optic wie seine "Modern Trail"-Geometrie und das A.R.T.-Fahrwerk. Der Rahmen kann sowohl mit 27.5- als auch mit 29"-Laufrädern bewegt werden – die Federwege liegen bei 110mm (29er) und 120mm (27.5). Neben der Carbon-Variante kann der Biker auch zum Alu-Rahmen greifen – Performance und Ausstattung sind bei beiden identisch. Der Boost 148 Standard schafft Platz für breite Laufräder mit viel Stabilität. Insgesamt fährt sich das Optic angenehm, die progressive Kennlinie schafft die Balance zwischen Traktion und feinem Ansprechverhalten und "würtzt" sich mit einer Prise Straffheit. Das Optic wird es in drei Carbon-Ausstattungsvarianten und zwei Alu-Varianten geben. Zusammen mit den jeweils wählbaren Laufrad-Größen ergeben sich ganze 10 verschiedene Optic-Varianten.

Das neue Yeti SB5.5C zielt mit 140 mm Federweg und der effizienten Switch Infinity-Anlenkung in Richtung Trail und All Mountain.

Yeti SB5.5c

Das neue SB5.5C von Yeti zielt mit seinen 140 mm Federweg und der effizienten Switch Infinity-Anlenkung klar in Richtung Trail und All Mountain – oder eben genau dazwischen. Diese Positionierung ist natürlich gewollt, Yeti wollte damit eine 29er-Plattform mit längerem Federweg und einem Hauch Race-Genen schaffen. Auch das SB5.5C kommt mit dem Yeti-typischen langen Radstand und kurzen Kettenstreben daher – zudem selbstverständlich mit Boost-Standard, was Laufräder und Antriebsstrang angeht. So gönnt sich der Carbonrahmen durch die breiteren Rohranlenkungen eine Extraportion Steifigkeit. Das Rahmengewicht liegt bei 2,7 kg. Das neue Yeti-Bike soll in Europa in allen drei Ausstattungsvarianten ab Juni 2016 erhältlich sein.

Sea Otter-Neuheiten 2016: Teile und Komponenten

6D Helmets

Bob Weber hat seine Wurzeln als Entwickler bei Troy Lee Designs, und weil er den Kopf voller Zahlen und Ideen hatte, machte er sich vor zwei Jahren kurzerhand selbständig und baut seither seine eigenen Helme. Zunächst war er im Motorrad-Bereich gestartet, kam vergangenes Jahr ein Fullface-Helm für Mountainbiker hinzu. Und nun mit dem Enduro-Helm ATB-1T die neueste Variante seiner ODS-Technologie. „ODS“ steht für Omni-Directional-Suspension. Dahinter verbirgt sich eine zweischaliger Helmaufbau, der mittels Gummi-Elastomeren verbunden ist. Ziel ist eine weitgehende Entkopplung der beiden Schalen, um den Kopf und vor allen Dingen das Gehirn wirksam vor bei Stürzen auftretenden Beschleunigungs-Traumata durch Quer- und Rotationskräfte zu schützen. Die Wirkungsweise muss man sich so vorstellen: bei kleinen Schlägen werden die beiden Schalen gegeneinander verschoben, um so Querkräfte abzulenken. Bei einem massiven Aufprall kommt zu dieser Verschiebung noch eine Kompression der Elastomere hinzu. Der Vertrieb in Europa befindet sich bereits im Aufbau. Darüber hinaus sind die gut sitzenden, aber mit 270 US-Dollarn nicht ganz billigen Helme auch online zu bekommen.

Lezyne

Die Mini-Standpumpe Lezyne MFD hat mit der XL-Variante eine Schwester für Fatbike- und Plus-Reifen bekommen. Die in der Lezyne-üblichen Fertigungsqualität mit viel Alu und hochwertiger Oberfläche daherkommenden Pumpe liefert bis zu 35 PSI Druck und findet in jedem Bike-Rucksack Platz.

Auch beim Micro-Tool Rap21 gibt's ein Update, das mit Luftzufuhr zu tun hat. Neu an Bord ist ein Adapter für CO2-Kartuschen, um Tubeless-Systeme und herkömmliche Reifen schnell mit Druck zu versorgen.

Rechts im Bilder der neue CO2-Adapter, den das Minitool von Lezyne künftig an Bord hat.

Die Pressure Overdrive sieht mächtig aus und macht auch mächtig "Wind". Vom System her wird bei dieser Standpumpe ein Lufttank aufgeladen, bevor durch Umlegen eines Fußhebels die gespeicherte Luft mit Kompressoreffekt in den Tubeless-Reifen geblasen wird. Auch hier herrschen Aluminium und Holz vor. Ein echt dickes Ding!

Die Pressure Overdrive-Standpumpe von Lezyne

Formula Cura heißt die neue Bremse von Formula. Die Cura verwendet erstmals Mineralöl, kostet ab 124 Euro und wiegt 360 Gramm.

Sun-Ringlé

Düroc – der Name einer Schweinerasse steht für zwei neue Laufräder mit 40 bzw. 50 mm Außenweite und geringer Profiltiefe. Im Gegensatz zu den letztes Jahr vorgestellten Mulefüt-Felgen setzen die Düroc auf Hohlkammerfelgen, was sich sowohl in Sachen Steifigkeit als auch beim Gewicht bemerkbar macht. Beide Felgen sind sowohl für 27,5+-Pneus als auch 29+-Reifen gedacht und werden einzeln sowie in Kombination mit den Sun-Ringlé SRX-Naben als Laufradsätze angeboten. Relativ moderate Gewichte zwischen 1950 und 2200 Gramm und ein Verkaufspreis um die 600 US-Dollar machen sie zu einer guten Nachrüst-Alternative.

Sun Ringlé Düroc – der Name einer Schweinerasse steht für zwei neue Laufräder mit 40 bzw. 50 mm.

Die Manitou Machete bietet entweder 120 oder 140 mm Federweg und kann sowohl mit 27,5+ als auch mit 29ern kombiniert werden.

Über Volumenspacer lässt sich die Mattoc 2 von Manitou nun besser anpassen, die Hexloc SL-Steckachse spart an der 160er-Gabel 32 Gramm.

Manitou Machete & Mattoc 2

Mit der Machete bedient Manitou das Federgabel-Mittelfeld. Im angesagten Boost-110-Standard bietet die Gabel zwischen 120 und 140 mm Federweg und kann sowohl mit 27,5+- als auch mit 29er-Laufrädern kombiniert werden. Das neue Kwik Toggle-Dämpfungssystem bietet ein schnelles Lockout-System. Auch das HexLock SL genannte Achssystem ist neu. Hierbei handelt es sich um eine QR15-Achse, bei der die eigentliche Mutter fest in der Gabelaufnahme installiert wird. Mittels eines 6 mm-Inbus-Schlüssels wird die eigentliche Achse festgeschraubt bzw. quasi aus der Nabe heraus gedreht. Eine nur 69 Gramm leichte Lösung für alle, die eine steife und praktikable Lösung suchen.

Volle Breitseite: die neuen Stan's No Tubes ZTR Flow-Felgen.

Stan's No Tubes

Neues Alu-Material, breitere Maulweiten und ein geringeres Gewicht zeichnen die neueste Generation von Stan's-Laufrädern aus. Sowohl die Crest MK3-Felgen (2 mm breiter) als auch die Flow MK3-Felgen (24 Prozent breiter) haben zwar an Weite zugelegt, sind allerdings durch etwas geringere Bauhöhen und den Einsatz von 6069er-Alu gleichzeitig leichter geworden. Dabei hat die Arch MK3 mit einer Innenmaulweite von nun 26 Millimeter die größten Profiländerungen erfahren und spiegelt die Wünsche und Anforderungen der Enduro-Worldcup-Fahrer wieder. Ganze 25 Prozent mehr laterale Steifigkeit und drei unterschiedliche Größen lassen (fast) keine Wünsche offen. Auch die Flow MK3 wurde auf 29 mm "aufgeblasen" und nimmt nun Reifen bis zu 2,8 Zoll auf. Dabei wiegt die Felge ganze 30 Gramm weniger als die schmalere Flow FX.

Vier neue Carbon- und zwei neue Alu-Laufradsätze hat Ibis im Programm.


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