Neuheiten 2016: Ibis Mojo 3

Ibis Mojo 3: Neuauflage einer US-Ikone

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 5 Jahren

Seit der Vorstellung des Carbon-Rahmens 2005 ist das Ibis Mojo eine Ikone. Für 2016 wurde das Trailbike neu aufgelegt und Ibis lässt dem Kunden die Wahl, ob 27,5 Zoll oder Plus, Umwerfer oder nicht.

Ein Ibis Mojo erkennt man auf den ersten Blick. Das war nicht immer so: die erste Rahmenform war ein klassisches Hardtail mit eleganten, aber eher klassischen Zügen. Schon 2005 stellte Ibis aber das Mojo 2 vor, ein "Trailbike" – auch wenn dieser Begriff damals nur in den USA existierte – mit einem exotischen und leichten Carbonrahmen. Mit dem Kohlefaser-Chassis kam die auffällige Form, geschaffen von Designerin Roxy Lo, die bis heute ihre ganz eigene Fangemeinde hat.

Auch in seiner Geometrie war das Mojo 2 sehr fortschrittlich, mit einem tiefen Tretlager und einem – für die Zeit – schon verhältnismäßig langen Oberrohr. Diesen Mix aus innovativer Geometrie, exquisitem Material und künstlerischem Design soll nun das neue Ibis Mojo 3 weiterführen. Der Fokus lag dabei bei der Entwicklung auf maximalem Spieltrieb und agilem Handling, ohne dafür zu viel Sicherheiten im Downhill aufzugeben. Ganz wie sich das für ein Trailbike im Modelljahr 2016 gehört.

Grip ohne Ende soll das Ibis Mojo 3 vor allem mit Plus-Bereifung bieten.

Solides Rahmengewicht, kurze Kettenstreben: das Mojo ist auf Fahrspaß getrimmt

Das Mojo 3 ist damit der kleine und agile Bruder des großen und langhubigeren Mojo HD3 , das sich in den Händen von Downhill-Legende Anne-Caroline Chausson in der Enduro World Series mehr als bewährt hat. 130 Millimeter Federweg im Heck verbunden mit 27,5-Zoll-Laufrädern sind beim Mojo 3 genau richtig für sportliche Trail-Ritte, bei denen es auch mal etwas ruppiger zugehen darf. Vorne arbeitet in allen Modellen die bewährte Rock Shox Pike RCT3 in der neuesten Auflage. 425 Millimeter kurze Kettenstreben generieren Spieltrieb, ein Sitzwinkel von 73,6 Grad sorgt für guten Vortrieb und mit einem Lenkwinkel von 66,8 Grad kann man das Bike auch im steilen, groben Geläuf immer noch gut kontrollieren, völlig frei von jeglicher Angst vor einem Überschlag. Das Rahmengewicht von 2500 Gramm mit Dämpfer ist dabei zwar nicht der Klassenbestwert, aber immer noch gut.

Ein frischgebackener und lackierter Rahmen wiegt mit Dämpfer etwa 2500 Gramm. Kein Bestwert aber immer noch gut, allerdings auch kein Schnäppchen. 3298 muss man beim Händler für den Rahmen allein auf den Tisch legen.

Umwerfer oder Nicht? Plus-Size oder Nicht? Ibis überlässt dem Kunden die Wahl

Was die neuen Reifengrößen und die Frage nach Umwerfer oder nicht angeht, hat man im Hause Ibis dem Kunden die Wahl gelassen. Zwar sind im Mojo Boost-Achsen verbaut, auf diese Weise kann man aber Reifenbreiten von 2,3 bis 2,8 Zoll problemlos fahren. Auch die breiten Felgen in den Mojo-Modellen sind mit allen Reifenbreiten von schmal bis Plus bestens kompatibel. So kann man das Mojo als schnelles Tourenbike mit 2,3 Zoll oder als traktionsstarkes Trailbike mit 2,8 Zoll breiten Reifen aufbauen – ohne dafür neue Teile kaufen zu müssen. Die gleiche Wahl hat der Kunde beim Umwerfer: Eine Direct Mount-Umwerferaufnahme kann je nach Wunsch an- oder abgeschraubt werden. So hat man die Möglichkeit für eine Zweifach-Übersetzung, ohne dass der saubere Look des Rahmens mit Einfach-Kurbel verloren geht.

Nur ganz billig, das ist das Ibis Mojo natürlich nicht. Der Preis für das Rahmenset mit Fox DPS Kashima-Dämpfer liegt bei 3298 Euro. In Deutschland sind Ibis-Mountainbikes beim Vertrieb Tri-Cycles in Wiesbaden erhältlich.

Plus oder 27,5 Zoll, Einfach- oder Zweifach-Kurbel: Beim Ibis Mojo 3 hat der Kunde die Wahl. Entscheidet man sich für einfach, wird die Umwerferaufnahme einfach abgeschraubt und ist fast nicht mehr zu sehen (wie hier im Bild).

Schlagwörter: All Mountain Anne-Caroline Chausson Ibis Mojo Neuheiten 2016 Trailbikes


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