Kona Satori 2018 Kona Satori 2018

Kona Satori 2018: Vorstellung

Neues 29er-Trailbike aus British Columbia

Adrian Kaether am 09.03.2018

Das Trailbike Kona Satori: Ein bezahlbares Alu-29er, das wie sein Vorgänger der perfekte Begleiter für fast alles von Mehrtagestouren bis zu harten Trailrides sein soll. Los geht's bei 2700 Euro.

Gut sechs Jahre ist es her, dass Kona das erste Satori vorstellte. Ein 29er als All-Mountain, damals eine echte Seltenheit, blieben doch die großen Laufräder eher der Cross-Country-Fraktion vorbehalten. Und trotz oder gerade wegen des eigenständigen Konzepts, konnte das Bike unsere Tester damals überzeugen: Zwar war die Ausstattung nicht brillant und das Bike etwas schwer, doch bergab wurden dem Satori seine Schwächen verziehen, so gut funktionierte das Konzept. "Das beste Fully, das Kona in den letzten Jahren gebaut hat". Ein großes Lob.

Kona Satori 2018

Auf Carbon wird beim 2018er-Kona Satori aus Preisgründen verzichtet, der Alurahmen kann sich aber auch sehen lassen.

29 Zoll, 130 Millimeter Federweg

Jetzt ist das Satori nach langer Pause wieder zurück. Am Konzept hat sich wenig geändert: Alu-Rahmen damit das Bike bezahlbar bleibt, 140/130 Millimeter Federweg, natürlich 29 Zoll. Dazu eine Geometrie, der der Spagat zwischen wendigem Fahrverhalten, Abfahrtsstärke und Komfort besonders gut gelingen soll. Ein Trailbike, wie es im Buche steht also, nur dass die Interpretation dieses Konzepts sich natürlich seit 2012 ziemlich verändert hat.

Kona Satori 2018

Verbaut werden moderne Trunnion-Mount-Dämpfer wie dieser Rockshox Deluxe.

Der Rahmen ist das Herzstück des neuen Bikes. Dabei fällt vor allem auf, dass Kona hier wieder sehr eigene Wege geht. Der Lenkwinkel fällt mit 68 Grad noch relativ moderat aus, die Kettenstreben sind mit 430 Millimeter kurz für ein 29er, beides in Kombination sollte für ein wendiges, kurvengieriges Fahrverhalten sorgen. Aber auch Sicherheit bergab war bei der Entwicklung wichtig und deswegen steht man mit 29 Millimeter Tretlagerabsenkung relativ tief im Bike, der Reach fällt mit 450 Millimeter in M und 475 Millimeter in L sehr lang aus. Und damit man auch lange Tage im Sattel gut bewältigen und auch bergauf effizient pedalieren kann, wurde der Sitzwinkel mit rund 78,4 Grad recht steil gestaltet.

Kona Satori 2018

Der Reach und damit auch das Unterrohr fallen lang aus, um bergab Sicherheit zu geben, ohne den Lenkwinkel allzu flach werden zu lassen.

Ausstattung: Funktional und durchdacht aber ohne echte Highlights

Bei der Ausstattung setzen die Kanadier auf Funktion und Zuverlässigkeit, statt auf Leichtbau und Blendfaktor. High-End-Anbauteile sucht man hier vergeblich, dafür leistet sich die Ausstattung auch keine echten Schwächen. Insbesondere beim Topmodell Satori DL nicht, das für 3499 Euro UVP zu haben sein wird. Dafür bekommt man eine Sram GX Eagle 12fach-Schaltung mit der man auch mit einem 34er-Kettenblatt die meisten Berge schaffen sollte. Dazu ein Rockshox-Fahrwerk mit Deluxe RL Debonair und Revelation, eine Sram Guide Bremse, eine Reverb mit ergonomischem Plunger-Hebel und die breiten WTB i29 Felgen, die für ein hohes Reifenvolumen und eine gute Dämpfung sorgen.

Kona Satori 2018

Die Züge sind außenverlegt, aber verlaufen wohlgeordnet innerhalb des Rahmendreiecks.

Das Standard-Satori muss mit etwas weniger auskommen. Rockshox Recon statt Revelation, Deore-Antrieb statt GX Eagle, gruppenlose Shimano-Hydraulikbremsen statt Guide, Trans-X Dropper statt Reverb, dafür ist das Einstiegs-modell mit 2699 Euro aber auch etwas günstiger als die DL Variante. Immerhin dürfen sich auch die Kunden des günstigeren Modells über die breiten i29 Felgen freuen, auch wenn sie sich hier um Shimano Deore Boost-Naben drehen, statt um entsprechende Modelle von Formula.

Kona Satori 2018

Das Satori kommt mit einer einfach Ausstattung daher, kostet aber auch "nur" 2699 Euro UVP.

Etwa ab Mitte März sollten die ersten Bikes in den Läden stehen. Alle Informationen zu den neuen Satoris findet ihr aber auch auf der Website von Kona.

Kona Satori 2018

Langer Reach, steiler Sitzwinkel, moderater Lenkwinkel, kurze Kettenstreben und tiefes Tretlager. Das Kona Satori geht eigene Wege.

Adrian Kaether am 09.03.2018