Kona Big Honzo: Plus-Hardtail fürs Grobe

Spaß-Hardtail mit Downhill-Potenzial

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 4 Jahren

Das Kona Big Honzo soll puren Hardtail-Spaß mit veritabler Abfahrtsperformance verbinden. Dafür setzt man in B. C. auf Plus-Reifen, Boost-Standard, 120-mm-Federgabel und extrem kurze Kettenstreben.

Die erst 17 Jahre alte Leah Maunsell fährt XC und Enduro für Kona und ist die große Nachwuchshoffnung im irischen Mountainbike-Sport. 2016 konnte sie bei der EWS in Irland den ersten Platz in der U-21 Kategorie für sich beanspruchen. Hier ist sie mit dem Big Honzo auf dem Hometrails unterwegs.

Hardtail fahren, das heißt ungefilterte, rohe Mountainbike-Erfahrung. Keine Energie verpufft im Hinterbau, Schläge werden weitgehend ungefiltert weitergegeben. Das schult das Fahrgefühl und ermahnt zur präzisen Linienwahl. Für viele Biker hat der Erstkontakt mit dem Sport auf einem Hardtail stattgefunden.

Doch gerade für die Erfahreneren unter uns Mountainbikern kann eine Rückkehr vom Fully aufs Hardtail nicht nur augenöffnend, sondern auch einfach ein Heidenspaß sein. Dabei muss es ja nicht unbedingt der klapprige alte 26-Zöller mit Schnellspannern und kaum funktionierender Federgabel sein, auf dem einmal alles angefangen hat. Obwohl das durchaus auch seinen Reiz hat, aber das ist eine andere Geschichte...

Kona Big Honzo DL – Hardtail fürs Grobe


Die moderne Hardtail-Interpretation als vielseitiges Spaßgerät mit Nehmerqualitäten ist eher ein Bike wie das Kona Big Honzo. 27,5-Zoll-Laufräder mit 2,8 Zoll breiten Plus-Reifen erhöhen die Traktion und filtern mehr Schläge heraus als klassische 2,25-Zoll-Reifen. Wenn's steil wird, lässt sich der Sattel per Knopfdruck absenken, die Gabel mit 120 Millimetern Federweg hält den Vorderreifen auf Spur und sollte wenig Wünsche offen lassen. Selbst unsere Tester konnten zwischen der im Kona Big Honzo DL verbauten Rock Shox Yari und der wesentlich teureren Lyrik nur geringe Unterschiede im Grenzbereich feststellen.

Das Topmodell Big Honzo DL: Sram GX, Rock Shox Yari, WTB Tubeless-Felgen, Schwalbe Evolution-Reifen. Um 2500 Euro.

Die elf Gänge der 11-42-Kassette sortiert eine Sram GX mit NX-Schalthebel. Das Kettenblatt mit 30 Zähnen macht klar: Das Big Honzo will gar kein schnelles Racebike sein, sondern lieber an steilen Rampen noch ausreichend kleine Gänge zur Verfügung stellen. Wer will, kann die Übersetzung der Race-Face-Kurbel mittels Direct-Mount-Kettenblättern individuell anpassen. Ein sauber verarbeiteter Alu-Rahmen mit lebenslanger Garantie und teilweise innenverlegten Zügen runden das Gesamtpaket ab.

Geometrie: Priorität Fahrspaß


Die Geometrie des Kona Big Honzo ist auf maximalen Spieltrieb ausgelegt. Durch die fehlende Umwerferaufnahme und den Boost-Standard konnten die Kettenstreben auf super kurze 415 Millimeter ausgelegt werden. Zusammen mit dem Lenkwinkel von noch moderaten 68 Grad sollte das Bike so extrem wendig sein und sich schon durch leichteste Gewichtsverlagerung aufs Hinterrad ziehen lassen. Der Reach liegt bei Rahmengröße L bei 475 Millimeter, um beste Pedalier-Eigenschaften zu gewährleisten, liegt der Sitzwinkel bei steilen 75 Grad. Eine offizielle Gewichtsangabe liegt uns nicht vor, jedoch sollte das Kona in Größe L etwas unter 13,5 Kilo wiegen. Preise liegen in Europa um die 2500 Euro.

Kona Big Honzo 2017

6 Bilder

Hier geht's zur
Website von Kona
, für detailliertere Angaben zu Ausstattung und Geometrie.

Schlagwörter: Hardtail Kona Plus-Format Plus Hardtail


Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der BIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
  • Edel, teuer, anders: Einhorn Dreifünf Titan an Carbon

    20.02.2012

  • Test Cube Elite C:68X
    Cube Elite C:68X SLT: Testsieger der Race-Hardtails

    29.01.2020

  • Independent Fabrication: IF Bikes Deluxe

    30.10.2008

  • Test 2017 – Einsteiger-Hardtails: Centurion Backfire Pro 900
    Centurion Backfire Pro 900.29 im Test

    24.07.2017

  • Test 2015 Race-Hardtails: Radon Black Sin 8.0
    Radon Black Sin 8.0 im BIKE-Test

    11.04.2016

  • Hardcore-Freerider

    25.08.2004

  • Scott Scale RC

    30.12.2008

  • Test Marathonbikes 2014: Scott Scale 900 SL
    Echter Traum-Racer: Scott Scale 900 SL

    10.09.2014

  • Rose Mr. Ride 2

    24.05.2013