Neuauflage des Trail-Hardtails Asket Neuauflage des Trail-Hardtails Asket Neuauflage des Trail-Hardtails Asket

Ghost Asket AL 2018

Neuauflage des Trail-Hardtails Asket

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 5 Jahren

Das neue Ghost Asket ist noch mehr Trail-Hardtail als sein Vorgänger: Breite Reifen, starke Bremsen, flache, aber verspielte Geometrie. Was kann da im nächsten Winter schon schiefgehen?

Trail-Hardtails sind mächtig im Aufwind. Kein Wunder, verbinden die unkomplizierten Spaßmaschinen doch meistens robuste Technik mit etwas längeren Federwegen und etwas breiteren Reifen als ihre rennsportorientierten Brüder aus dem Cross-Country- und Marathon-Lager. Dazu gibt’s Vario-Sattelstützen und eine abfahrtslastigere Geometrie. Beides erhöht den Spaßfaktor nochmal zusätzlich. Dass Hardtails wegen des geringen Wartungsaufwands und der Forderung nach saubererer Fahrweise außerdem die perfekten Winterbikes sind, das muss wohl kaum noch weiter erwähnt werden.

Ghost 66 bzw. 66,5 Grad Lenkwinkel, 430 Millimeter beziehungsweise 420 Millimeter lange Kettenstreben. Das sind die Eckdaten des neuen Ghost Asket (immer das 29-Zoll-Bike zuerst genannt).


Pünktlich zum Start der kalten Saison legen deswegen auch die Entwickler bei Ghost ihre Interpretation des Trail-Hardtails neu auf. Und zum Glück ist das Mountainbike, das nach wie vor den Namen „Asket“ trägt eher eine Reduktion aufs Wesentliche, als ein unkomfortables, spartanisches Foltergerät. De facto wurde für 2018 sogar der Komfort erhöht: bis zu 2,4 Zoll breite Reifen passen in 29 Zoll nun in den Rahmen, bis zu 2,6 Zoll sind in der 27,5-Zoll-Version sogar angedacht. Und dann bleiben immer noch mindestens sieben Millimeter Reifenfreiheit zu allen Seiten, damit nicht gleich der Matsch für unerwünschte Reibung sorgt.

Ghost Mit 200/180 mm großen Scheiben und einer Magura Bremsanlage mit vier bzw. zwei Kolben sollte auch dieses Gefälle kein Problem sein.

Die Ausstattung des neuen Ghost Asket AL


Neu sind außerdem eine ISCG 05-Kettenführungsaufnahme, für alle, die es mit dem Bike richtig krachen lassen wollen. Weg fällt dagegen die Option für den Umwerfer: Das Asket ist jetzt nur noch mit einem Kettenblatt erhältlich. Wer zum besseren Modell der zwei Optionen greift, muss aber trotzdem kaum Einbußen in Sachen Gangspreizung hinnehmen, denn hier kommt schon die GX-Eagle Gruppe mit 1x12 Gängen zum Einsatz, während im günstigeren Modell die solide 1x11 NX Schaltgruppe steckt. Carbon-Rahmen vom Asket gibt es keine mehr, zudem wird es wahrscheinlich keine XL-Rahmen geben.

Ghost Das Einsteigermodell Ghost Asket 4.7: „Kleine“ Laufräder, Aion-Gabel, M1900 Spline Laufräder, NX Elffach, 1599 Euro. Gibts natürlich auch als 29er mit identischer Ausstattung.

Wer aber nicht gerade 1,90 Meter groß ist, bekommt in Sachen Funktionalität bei beiden Bikes anständige Pakete geschnürt. Die Topmodelle – Asket 8.9 (29 Zoll) und Asket 8.7 (27,5 Zoll) – kommen außer der GX-Eagle-Schaltung noch mit Suntour Auron Gabeln, Kindshock LEV Integra Variostützen und M1900 Spline Laufrädern von DT Swiss. Die Bikes kosten 2199 Euro. Und immerhin die Laufräder stecken auch in den günstigeren Modellen – Asket 4.9 und Asket 4.7 – für 1599 Euro. Ähnlich sind auch die Bremsanlagen: In allen Bikes werkelt eine Magura-Kombination mit massiver Vierkolben-Bremse an der Front und Zweikolbenbremse am Heck. 200/180er-Scheiben sollten für mehr Bremspower sorgen, als man im Alltag je brauchen wird. Die Kombination an den Topmodellen ist noch leicht hochwertiger, doch die Funktionalität sollte auf ähnlichem Niveau liegen. Gespart wird bei den günstigeren Modellen dann an der Gabel (SR Suntour Aion) und der Variostütze (JD Dropper Post), aber irgendwo muss das Geld ja wieder reinkommen. Auf die Waage drücken die Bikes durchgängig mit zwischen 12,8 und 12,9 Kilogramm, lediglich das Asket 8.7 ist mit 12,65 Kilogramm etwas leichter. Kein Rekordwert, aber für stabile Alu-Bikes mit breiten Reifen und Felgen durchaus in Ordnung.

Ghost Das Topmodell Ghost Asket 8.9: „Große“ 29er-Laufräder, Auron-Gabel, M1900 Spline Laufräder, GX Eagle, 2199 Euro. Gibt's natürlich auch als 27,5er mit identischer Ausstattung.

Geometrie: Kompromiss aus Laufruhe und Spieltrieb


In Sachen Geometrie hat Ghost auf den ersten Blick einen guten Kompromiss aus Laufruhe und Agilität gefunden. Der Lenkwinkel beträgt beim 29-Zoll-Asket 66 Grad, das 27,5-Zoll-Bike sollte mit 66,5 Grad wohl die etwas verspieltere Variante sein. Ähnlich sieht es bei den Kettenstreben aus – 430 Millimeter bei 29 Zoll, 420 Millimeter bei 27,5 Zoll –, der Reach liegt zum Ausgleich beim 29er bei 443 Millimeter (Größe L), während das 27,5er in derselben Größe gar auf 450 Millimeter kommt. Angenehm bergauf gehen soll es mit 74 Grad steilem Sitzwinkel im Fall des 27,5er-Bikes und 73,4 Grad beim 29er.

Ghost Bergauf geht es mit einem Sitzwinkel um die 74 Grad recht angenehm. Und im Stehen sind Hardtails ja sowieso unschlagbar.


Wie schlägt sich das Bike im Vergleich zu den anderen Neuvorstellungen der letzten Wochen ( Commencal Meta HT , Alutech Cheaptrick )? Ein erster Test wird es zeigen, wir sind schon gespannt. Die neuen Ghost Askets lassen sich jetzt schon bestellen, alle Informationen dazu gibt's auf der Website von Ghost.

Themen: AsketGhostNeuheiten 2018Trail-HardtailWinter


Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der Delius Klasing Kiosk App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Eurobike 2017: Konstructive Cycles Ammolite und Tanzanite
    Aus Berlin: Edle Carbon- und Stahl-Bikes

    05.09.2017Wer gerne Gewicht spart, nach eigenen Wünschen konfiguriert, modernes Material fahren will und trotzdem die Kosten im Blick hat, könnte bei Konstructive Cycles sein ganz ...

  • Neuheiten 2018: Alutech Cheaptrick
    Wiedergeburt einer Hardtail-Legende

    10.10.2017Das Cheaptrick war vor Jahren eins der Spaß-Bikes von Alutech. Bis es Staub ansetzte und aus dem Programm verschwand. Nun ist das Trail-Hardtail Cheaptrick wieder da, schöner und ...

  • Neues Hardtail: Commençal Meta HT AM 2018
    Vorne fluffig, hinten hart: Commençal Meta HT AM 2018

    24.10.2017Das Commençal Meta HT AM war immer schon ein unkompliziertes Spaßbike. Neu für 2018 sind die Geometrie und die Kompatibilität mit Plus-Reifen und 29 Zoll. Außerdem gibt es eine ...

  • Test 2017: Trail-Hardtails für Fahrspaß pur
    Starres Heck, potentes Fahrwerk: 8 Hardtails im Test

    17.11.2017Hardtails sind nur für Rennfahrer und Einsteiger? Falsch! Mit Federweg und Geometrien, wie man sie sonst nur vom Enduro kennt, machen die acht Trail-Hardtails im Test auch in der ...

  • Test 2017 – Trail-Hardtails: Ghost Asket 8 AL
    Ghost Asket 8 AL im Test

    16.11.2017Das Ghost liegt eigentlich 400 Euro unter unserer Preisgrenze. Doch was die Waldsassener mit dem Asket auf die Reifen stellen, beeindruckt von der ersten Pedalumdrehung an.

  • The Pioneer: Etappenrennen in Neuseeland
    Härteprüfung in Neuseeland: Etappenrennen „The Pioneer“

    14.01.2020Sveta und Yuri vom Moskauer Bikeshop "Serpantin" haben sich in Neuseeland dem "The Pioneer" gestellt. Eine im wahrsten Sinne des Wortes epische Härteprüfung der ganz besonderen ...

  • Santa Cruz Nomad: Fahrbericht zum neuen Enduro
    Nomad: Edler Enduro-Alleskönner

    01.06.2017Unter edlen Highend-Enduro-Bikes hatte das Nomad von Santa Cruz einen Ehrenplatz. Die Neuauflage setzt, entgegen des Trends, mehr auf Spaß-, denn auf Renn-Gene. Geht der Plan der ...

  • VIDEO: Eiszeit? Spikes und herkömmliche Gummis im großen Reifentest!

    06.02.2009In ganz Deutschland schneit es. Das Thermometer fällt auf -10 Grad. Die Trails werden zur Eisbahn. Mit welchen Reifen kommt man da noch durch? Auf 16 Seiten in unserem großen ...

  • Orbea Rallon: Neues 29-Zoll-Enduro im Fahrtest
    Asymmetrisch: Neues Enduro-MTB von Orbea

    26.06.2017Orbea setzt das Rallon komplett neu auf: Das 29er-Enduro verfügt über 160/150 Millimeter Federweg und eine aggressive Race-Geometrie. Der Hauptrahmen besteht aus Kohlefaser und ...

  • Neuheiten 2018: Felt Edict
    Edict: das neue Race-Fully von Felt

    26.11.2017Mit der nächsten Generation des erfolgreichen Race-Fullys Edict stellt Felt seine Cross-Country-Flotte neu auf. Satte 450 Gramm wird der Rahmen leichter. Teamfahrer Thomas ...

  • Neuheiten 2018: Sram Code Scheibenbremse
    Sram Code: neuer Bremsanker für schwere Anforderungen

    26.04.2017Bremsleistung und Standfestigkeit stehen bei neu entwickelten Sram Code ganz oben im Lastenheft. Damit richtet sich der solide MTB-Anker an schwere Fahrer und soll E-Bikes locker ...

  • Test 2021: Yeti ARC
    Trail-Hardtail: Yeti ARC im BIKE-Test

    14.11.2020ARC-Fans sind vielleicht etwas enttäuscht: Mit dem spritzigen Race-Urahn hat die Neuauflage wenig gemein. Dafür ist das Yeti nun konsequent auf Trail getrimmt.

  • BIKE stellt Rücklichter vor
    Schützende Strahler

    02.11.2016Während Biker mit dicken Helmleuchten aufrüsten, finden Rücklichter kaum Beachtung. Dabei geben sie im Straßenverkehr die nötige Sicherheit. Fünf Fahrrad-Rücklichter in ...

  • Winterschuhe: 45Nrth Wölvhammer
    Warme Winterschuhe von 45Nrth

    28.09.2012Der nächste Schnee kommt bestimmt: Als Spezialist für extreme Bedingungen bringt die kleine US-Marke 45Nrth einen Mountainbike-Stiefel für besonders harte Winter.