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Eurobike 2018: Kineticworks Quintessenz

Variables Mountainbike von Kineticworks

Ludwig Döhl am 13.07.2018

Kineticworks zeigte auf der Eurobike seinen Rahmen mit Kniegelenk zur Geometrieverstellung. Das Quintessenz soll vor allem Endurofahrer ansprechen. Auch die Federwegsverteilung ist ungewöhnlich.

Bereits 2003 reichten die Brüder Bahr ihr Patent für einen revolutionär verstellbaren Hinterbau ein. Bis zum ersten Serienmodell dauerte es allerdings 13 Jahre. 2016 kam das Kineticworks Quintessenz auf den Markt. Das Fully hat 200 Millimeter Federweg am Hinterbau und wird von Kineticworks mit 160-Millimeter-Gabeln verkauft. Mithilfe eines verstellbaren Kniegelenks zwischen Hinterbau und Hauptrahmen kann der Rahmen stufenlos zwischen einer extrem flachen Abfahrtsposition und einer immer noch flachen Auffahrtsposition verstellt werden.

Kineticworks

Ausgedacht in Lübeck, produziert in Polen. Das Kineticworks Quintessenz hat eine 160er Gabel und soll vor allem mit seiner Geometrieverstellung Endurofahrer von sich überzeugen.

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Das Kniegelenk zwischen Hauptrahmen und Hinterbau lässt den Lenkwinkel zwischen 62 und 65 Grad variieren.

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Zusätzlich können die Ausfallenden getauscht werden, was den Hinterbau bis zu vier Zentimeter länger werden lässt.

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Zur Verstellung des Kniegelenks braucht man aktuell noch einen 19er-Gabelschlüssel. In Zukunft soll das aber mit einem Pneumatikkolben funktionieren.

Konkret variiert der Lenkwinkel zwischen 65 und 62 Grad, der Radstand kann mithilfe von zusätzlich austauschbaren Ausfallenden um satte sieben Zentimeter verstellt werden. Momentan braucht man zum Verstellen der Geometrie einen 19er-Gabelschlüssel, in Zukunft soll dass allerdings mithilfe eines Pneumatikkolbens funktionieren. Der Ansatz zur Geometrieverstellung mit Hilfe einer Luftfeder kam, wenn auch nicht ganz so extrem, bereits beim Canyon Strive vor über vier Jahren zum Einsatz.

Idee aus Lübeck, Rahmen aus Polen 

Die Kineticworks GmbH hat ihren Sitz in Lübeck und lässt die Aluminium-Rahmen in Polen fertigen. Mit dem Aluminium wird bei der Produktion allerdings nicht gespart. Denn laut Hersteller wiegt der Rahmen in Größe M 4500 Gramm mit Dämpfer und ist damit fast zwei Kilo schwerer als leichte Konkurrenzprodukte aus Carbon. Kineticworks versichert aber, dass der Rahmen dafür absolut stabil ist und sogar den Downhill-Einsatz verdaut. Das Komplettgewicht des Bikes dürfte damit deutlich über der 15-Kilo-Marke liegen. 2049 Euro soll der robuste Rahmen ohne Dämpfer kosten. Das Bike kann wahlweise mit herkömmlicher Kettenschaltung, Pinion-Getriebe oder sogar mit einem Shimano Steps E-Motor bestückt werden. 

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Das Hinterbausystem mit hohem Drehpunkt und und Umlenkrolle für die Kette soll nicht nur antriebsneutral, sondern auch extrem gut funktionieren. Mit 200 Millimetern ist zumindest massig Federweg vorhanden.

Ludwig Döhl am 13.07.2018