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Eurobike 2018: Kineticworks Quintessenz

Variables Mountainbike von Kineticworks

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 3 Jahren

Kineticworks zeigte auf der Eurobike seinen Rahmen mit Kniehebelgelenk zur Geometrieverstellung. Das Quintessenz soll vor allem Endurofahrer ansprechen. Auch die Federwegsverteilung ist ungewöhnlich.

Bereits 2003 reichten die Brüder Bahr ihr Patent für einen revolutionär verstellbaren Hinterbau ein. Bis zum ersten Serienmodell dauerte es allerdings 13 Jahre. 2016 kam das Kineticworks Quintessenz auf den Markt. Das Fully hat 200 Millimeter Federweg am Hinterbau und wird von Kineticworks mit 160-Millimeter-Gabeln verkauft. Mithilfe eines verstellbaren Kniehebelgelenks zwischen Hinterbau und Hauptrahmen kann der Rahmen stufenlos zwischen einer extrem flachen Abfahrtsposition und einer immer noch flachen Bergauffahrtsposition verstellt werden.

Ludwig Döhl Ausgedacht in Lübeck, produziert in Polen. Das Kineticworks Quintessenz hat eine 160er-Gabel und soll mit seiner Geometrieverstellung vor allem Endurofahrer von sich überzeugen.

Ludwig Döhl Über das Kniehebelgelenk zwischen Hauptrahmen und Hinterbau lässt sich der Lenkwinkel zwischen 62 und 65 Grad variieren.

Ludwig Döhl Mit der Lenkwinkelverstellung ändern sich auch die Kettenstrebenlänge und der Radstand. Durch die austauschbaren Ausfallenden lassen sich diverse Antriebssysteme mit und ohne Schaltauge verwenden.

Ludwig Döhl Mit einem 19er-Maulschlüssel lässt sich der Kniehebel verstellen. In Zukunft soll das per Fernbedienung möglich sein.

Konkret variiert der Lenkwinkel zwischen 65 und 62 Grad, der Radstand ändert sich dabei maximal um satte sieben Zentimeter. Momentan braucht man zum Verstellen der Geometrie einen 19er-Gabelschlüssel, in Zukunft soll das allerdings per Fernbedienung funktionieren. Der Ansatz zur Geometrieverstellung mit Hilfe einer Luftfeder kam, wenn auch nicht ganz so extrem, bereits beim Canyon Strive vor über vier Jahren zum Einsatz.

Idee aus Lübeck, Rahmen aus Polen

Die Kineticworks GmbH hat ihren Sitz in Lübeck und lässt die Aluminium-Rahmen in Polen fertigen. Mit dem Aluminium wird bei der Produktion allerdings nicht gespart. Denn laut Hersteller wiegt der Rahmen in Größe M 4500 Gramm mit Dämpfer und ist damit fast zwei Kilo schwerer als leichte Konkurrenzprodukte aus Carbon. Kineticworks versichert aber, dass der Rahmen dafür absolut stabil ist und sogar den Downhill-Einsatz verdaut. Das Komplettgewicht des Bikes dürfte damit deutlich über der 15-Kilo-Marke liegen. 2049 Euro soll der robuste Rahmen ohne Dämpfer kosten. Das Bike kann wahlweise mit herkömmlicher Kettenschaltung, Pinion-Getriebe oder sogar mit einem Shimano Steps E-Motor bestückt werden.

Ludwig Döhl Das Hinterbausystem mit hohem Drehpunkt und Umlenkrolle für die Kette soll nicht nur antriebsneutral, sondern auch extrem gut funktionieren. Mit 200 Millimetern ist zumindest massig Federweg vorhanden.

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