Ghost FR AMR Ghost FR AMR

Eurobike 2018: Ghost FR AMR

Ghost FR AMR: Neues Spaßbike für die Abfahrt

Adrian Kaether am 20.06.2018

Das Ghost FR AMR war lange ein echter Geheimtipp unter den Super-Enduros. Jetzt kommt das neue Bike mit moderner Geometrie in den Handel und setzt mit dem Stahldämpfer in allen Modellen klare Akzente.

Mit dem neuen Ghost FR AMR schickt die Bike-Firma aus der Oberpfalz die Neuauflage seines spaßorientierten Super-Enduros ins Rennen. Eine aktualisierte Geometrie und beste Fahrwerkstechnik zum Kampfpreis sollen die Herzen der Freerider und aller, die es werden wollen, höher schlagen lassen.

Das FR AMR ist kein effizientes Tourenbike, soviel ist schon mal klar. Aber dem FR AMR geht es eben auch nicht darum, möglichst viele Berge an einem Tag oder möglichst viele Kilometer in möglichst kurzer Zeit abzuspulen. Fahrspaß bergab bei soliden Klettereigenschaften, das ist die Maxime. Deswegen setzt Ghost neben einer gegenüber dem Vorgänger deutlich flacheren Geometrie auch ausschließlich auf Stahlfeder-Dämpfer.

Ghost FR AMR 8.7 Enduro-MTB 2019

Um das FR AMR langlebiger zu machen, hat Ghost den Querschnitt der Kettenstreben vergrößert und dem Bike ein neue Schwinge verpasst.

Stahlfeder-Dämpfer und eine flache Geometrie

Ghost FR AMR

Auch große Stunts und fette Sprünge soll das FR AMR klaglos wegstecken.

Flache Geometrie? Genau! Lange blieb Ghost dem eher verspielten Fahrverhalten treu, jetzt geht man radikalere Wege. Verspielt soll das Bike trotzdem noch irgendwie sein, aber die Eckdaten des neuen Aluminiumrahmens deuten doch auf ein ziemliches Abfahrtsmonster hin. Der Lenkwinkel beträgt jetzt nur noch 64,5 Grad, der Reach wurde mit 466 Millimetern in Rahmengröße L deutlich ausgebaut, die Kettenstreben fallen mit 440 Millimetern ebenfalls eher lang aus. 15 Millimeter Tretlagerabsenkung sollen für einen tiefen Stand im Bike und damit für gute Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten sorgen.

Ghost FR AMR

Bergab ist das neue Bike in seinem Element.

Ghost FR AMR: drei Ausstattungen schon ab 2299 Euro

Alles in allem ein Bike, dass sich auch im Bikepark wohlfühlen könnte. Der solide Alu-Rahmen deutet in dieselbe Richtung, auch die Ausstattung kommt wertig, aber nicht gerade gewichtsparend daher. Schon im Einstiegsmodell für lediglich 2299 Euro steckt eine potente SR Suntour Durolux mit 170 Millimetern Federweg, ein Fox Van Stahlfeder-Dämpfer verwaltet 165 Millimeter im Heck. Beim Antrieb setzt man auf die günstige, aber funktionale Shimano SLX mit einem 1x11-Setup, das FR AMR 4.7 AL rollt auf soliden M1900 Spline Systemlaufrädern von DT Swiss und bremst mit Magura MT Thirty-Two, der günstigen Version der MT-Trail mit Vierkolben-Anker vorne und zwei Kolben hinten.

Ghost FR AMR 4.7 AL 2019

Fairer Preis, solide Ausstattung: das FR AMR 4.7 AL für 2299 Euro.

Bei der mittleren Ausstattungsvariante (FR AMR 6.7 AL) setzt man auf ein Fox-Fahrwerk mit 36 Performance Elite-Gabel und einem DHX2 Coil-Dämpfer, außerdem kommt hier eine etwas bessere Bremse und eine Sram GX Eagle zum Einsatz. Am Topmodell FR AMR 8.7 AL glänzen Fahrwerkskomponenten von Cane Creek, edle Parts sowie Laufräder von Syntace. Das Ganze gibt es dann für noch immer vergleichsweise bezahlbare 4199 Euro.

Ghost FR AMR 6.7 AL 2019

Das Ghost FR AMR 6.7 AL, das mittlere Modell, mit Fox-Fahrwerk.

Ghost FR AMR

Komplette Ausstattung von Cane Creek, 12fach-Antrieb von Sram und Guide RSC-Bremsen, sowie Laufräder und Cockpit von Syntace. Das Topmodell für 4199 Euro.

Alle Informationen und Daten zum neuen Ghost FR AMR finden Sie auch auf der Website von Ghost. Das "mittlere" Modell FR AMR 6.7 für 3199 Euro mit Fox Ausstattung wiegt 15,5 Kilogramm. Die anderen beiden Ausstattungsvarianten dürften sich vom Gewicht her in ähnlichen Regionen bewegen.

Adrian Kaether am 20.06.2018