Eurobike 2018: Ghost FR AMR

Ghost FR AMR: Neues Spaßbike für die Abfahrt

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 2 Jahren

Das Ghost FR AMR war lange ein echter Geheimtipp unter den Super-Enduros. Jetzt kommt das neue Bike mit moderner Geometrie in den Handel und setzt mit dem Stahldämpfer in allen Modellen klare Akzente.

Mit dem neuen Ghost FR AMR schickt die Bike-Firma aus der Oberpfalz die Neuauflage seines spaßorientierten Super-Enduros ins Rennen. Eine aktualisierte Geometrie und beste Fahrwerkstechnik zum Kampfpreis sollen die Herzen der Freerider und aller, die es werden wollen, höher schlagen lassen.

Das FR AMR ist kein effizientes Tourenbike, soviel ist schon mal klar. Aber dem FR AMR geht es eben auch nicht darum, möglichst viele Berge an einem Tag oder möglichst viele Kilometer in möglichst kurzer Zeit abzuspulen. Fahrspaß bergab bei soliden Klettereigenschaften, das ist die Maxime. Deswegen setzt Ghost neben einer gegenüber dem Vorgänger deutlich flacheren Geometrie auch ausschließlich auf Stahlfeder-Dämpfer.

Um das FR AMR langlebiger zu machen, hat Ghost den Querschnitt der Kettenstreben vergrößert und dem Bike ein neue Schwinge verpasst.

Stahlfeder-Dämpfer und eine flache Geometrie

Auch große Stunts und fette Sprünge soll das FR AMR klaglos wegstecken.

Flache Geometrie? Genau! Lange blieb Ghost dem eher verspielten Fahrverhalten treu, jetzt geht man radikalere Wege. Verspielt soll das Bike trotzdem noch irgendwie sein, aber die Eckdaten des neuen Aluminiumrahmens deuten doch auf ein ziemliches Abfahrtsmonster hin. Der Lenkwinkel beträgt jetzt nur noch 64,5 Grad, der Reach wurde mit 466 Millimetern in Rahmengröße L deutlich ausgebaut, die Kettenstreben fallen mit 440 Millimetern ebenfalls eher lang aus. 15 Millimeter Tretlagerabsenkung sollen für einen tiefen Stand im Bike und damit für gute Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten sorgen.

Bergab ist das neue Bike in seinem Element.

Ghost FR AMR: drei Ausstattungen schon ab 2299 Euro

Alles in allem ein Bike, dass sich auch im Bikepark wohlfühlen könnte. Der solide Alu-Rahmen deutet in dieselbe Richtung, auch die Ausstattung kommt wertig, aber nicht gerade gewichtsparend daher. Schon im Einstiegsmodell für lediglich 2299 Euro steckt eine potente SR Suntour Durolux mit 170 Millimetern Federweg, ein Fox Van Stahlfeder-Dämpfer verwaltet 165 Millimeter im Heck. Beim Antrieb setzt man auf die günstige, aber funktionale Shimano SLX mit einem 1x11-Setup, das FR AMR 4.7 AL rollt auf soliden M1900 Spline Systemlaufrädern von DT Swiss und bremst mit Magura MT Thirty-Two, der günstigen Version der MT-Trail mit Vierkolben-Anker vorne und zwei Kolben hinten.

Fairer Preis, solide Ausstattung: das FR AMR 4.7 AL für 2299 Euro.

Bei der mittleren Ausstattungsvariante (FR AMR 6.7 AL) setzt man auf ein Fox-Fahrwerk mit 36 Performance Elite-Gabel und einem DHX2 Coil-Dämpfer, außerdem kommt hier eine etwas bessere Bremse und eine Sram GX Eagle zum Einsatz. Am Topmodell FR AMR 8.7 AL glänzen Fahrwerkskomponenten von Cane Creek, edle Parts sowie Laufräder von Syntace. Das Ganze gibt es dann für noch immer vergleichsweise bezahlbare 4199 Euro.

Das Ghost FR AMR 6.7 AL, das mittlere Modell, mit Fox-Fahrwerk.

Komplette Ausstattung von Cane Creek, 12fach-Antrieb von Sram und Guide RSC-Bremsen, sowie Laufräder und Cockpit von Syntace. Das Topmodell für 4199 Euro.

Alle Informationen und Daten zum neuen Ghost FR AMR finden Sie auch auf der Website von Ghost. Das "mittlere" Modell FR AMR 6.7 für 3199 Euro mit Fox Ausstattung wiegt 15,5 Kilogramm. Die anderen beiden Ausstattungsvarianten dürften sich vom Gewicht her in ähnlichen Regionen bewegen.

Schlagwörter: Enduro Eurobike_2018 FR AMR Freeride Ghost Neuheiten 2019 Super-Enduro


Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der BIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
  • Test 2016 Enduro Bikes um 3800 Euro: Ghost FR AMR LC 8
    Ghost FR AMR LC 8 im Test

    07.08.2016

  • Neuheit: Mondraker Foxy 29er
    Mondraker Foxy: Highend-Enduro in 29 Zoll aus Spanien

    15.05.2018

  • EWS #3 2018: Montagnes du Caroux (FRA)
    Comeback von Richie Rude - Ines Thoma holt Platz 3

    14.05.2018

  • Eurobike 2018: Bold Unplugged
    Bold Unplugged: Super-Enduro mit integriertem Dämpfer

    29.05.2018

  • Kurztest: Felt Compulsion 1
    Carbon-Enduro: Felt Compulsion 1 im Praxis-Check

    31.03.2019

  • Trans Madeira Enduro-Rennen mit Ines Thoma
    Ines Thoma bei Premiere der Trans Madeira

    05.06.2018

  • DT Swiss F535 ONE: Neue Enduro-MTB-Gabel und Dämpfer
    Ausprobiert: Erste Enduro-Federgabel von DT Swiss

    03.07.2018

  • Danny MacAskill: Game of Bike (Video)
    Trial vs. Enduro – Danny vs. Danny!

    09.11.2018

  • Die Profi-Bikes der Enduro-Stars

    05.06.2014

  • Ghost AMR Plus 9000

    31.07.2008

  • Liteville 901

    10.06.2009

  • Clementz und Thoma gewinnen Ischgl Overmountain Challenge 2013

    16.09.2013

  • In the Woods – das neue Video von Peoplegrapher mit Amir Kabbani

    02.07.2012

  • Eurobike 2018: Bergamont Trailster
    All-Mountain-Enduro: das neue Trailster von Bergamont

    10.07.2018

  • BIKE Festival Riva 2019: Stoll T1 Studie
    Stoll-Studie mit unsichtbaren Bremsleitungen

    03.05.2019

  • Scott Ransom 30

    30.09.2008