Bergamont Contrail Carbon Elite 2019 Bergamont Contrail Carbon Elite 2019

Eurobike 2018: Bergamont Contrail Carbon

Bergamont Contrail: neues Carbon-Trailbike

Stefan Loibl am 08.07.2018

Vergangenes Jahr brachte Bergamont ein neues Alu-Contrail, für 2019 folgt die Carbon-Plattform. Das Contrail Carbon sticht mit Flip-Chip und integrierter Werkzeugbox aus der Trailbike-Masse heraus.

Nach dem neuen Aluminium-Rahmen für das Contrail im vergangenen Jahr legt Bergamont nun auch die Carbon-Version seines Trailbikes mit 130 mm Federweg neu auf. Bei den Eurobike Mediadays in Serfaus-Fiss-Ladis konnten wir das neue Contrail Carbon Elite mit 29-Zoll-Laufrädern erstmals fahren – und waren begeistert. Das Carbon-Chassis mit seinen kantigen Rohrformen kommt eigenständig daher und im Tretlager hat Bergamont eine „Stash Box“ integriert. Diese Werkzeugbox – ähnlich den S.W.A.T.-Kits von Specialized – bietet Platz für einen Ersatzschlauch, zusätzlich ist serienmäßig ein Minitool von Syncros immer an Bord. Die Kunststoff-Box lässt sich über zwei Laschen öffnen und bei unseren Testfahrten klapperte nichts. 

Bergamont Contrail Carbon Elite 2019

Das neue Bergamont Contrail Carbon: Hier die Elite-Version für 4000 Euro mit 12,9 kg ohne Pedale.

Bergamont Contrail Carbon Elite 2019

Die Stash Box ist ansehnlich in den massiven Tretlagerbereich aus Carbon integriert. Durch den tiefen Schwerpunkt stört das Zusatzgewicht dort nur wenig. Oberhalb der Flip Chip.

Bergamont Contrail Carbon Elite 2019

Für alle Fälle: Die überm Tretlager integrierte Stash Box schafft Platz für wichtige Ersatzteile und enthält ein kompaktes Werkzeug-Set für unterwegs, mit Miniratsche und acht verschiedenen Bits.

Bergamont Contrail Carbon Elite 2019

Die Züge verschwinden im kantigen Steuerrohr im Rahmeninneren.

Bergamont Contrail Carbon Elite 2019

Im Contrail Carbon Elite steckt eine Manitou-Variostütze. 

Bergamont Contrail Carbon Elite 2019

Den Fox Float Performance mussten wir mit viel Luft und wenig Sag fahren, denn die 130 mm Federweg gibt der Dämpfer sehr linear frei. Am besten hat uns das Fahrwerk mit eingeschalteter Plattform am Hinterbau gefallen. 

Flip-Chip wie beim Alu-Contrail

Serienmäßig kommt das neue Contrail Carbon mit 29-Zoll-Laufrädern. Doch ein Flip Chip in der unteren Dämpferaufnahme in Verbindung mit der mitgelieferten Headset-Kappe ermöglichen einen uneingeschränkten Wechsel von 29 auf 27,5 Zoll. Vom Carbon-Contrail wird es zwei Modelle geben: das Topmodell Ultra für 6000 Euro und das von uns gefahrene Elite für 4000 Euro. Beide Bikes kann man ausschließlich mit Einfach-Antrieben fahren. Zudem sind beide neuen Bergamont Contrail-Modelle mit Boost-Achsen ausgestattet und für eine Shimano Di2 vorbereitet. In Sachen Geometrie hat sich Bergamont an die modernen Winkel und Maße der Alu-Version gehalten. Der Lenkwinkel ist mit 67 Grad nochmal ein halbes Grad flacher, der Sitzwinkel mit 75 Grad gleich steil. Insgesamt bietet das Contrail Carbon eine angenehme Sitzposition, die einem modernen Trailbike angemessen ist. Nur das Tretlager kam uns bei den Testfahrten am Frommes-Trail etwas tief vor, mehrere Pedalaufsetzer waren die Folge.

Geometrie Bergamont Contrail Carbon 2019

Die Geometrie des Carbon-Contrail im Überblick. Viel wurde vom Alu-Contrail übernommen, das die Hamburger vergangenes Jahr präsentiert haben. Die Geometrie ist modern ohne übertrieben zu sein, die Sitzposition gefällt auf Anhieb. 

Das Contrail Carbon Elite wiegt laut unserer Messung 12,9 kg ohne Pedale (Größe L) und liegt bei 4000 Euro. Dafür bekommt man eine Fox 32 Performance Gabel, einen Fox Float Performance Dämpfer und eine Sram GX Eagle 1x12-Schaltung. Die Sram Level TL Bremsen dürften ruhig etwas kräftiger zupacken, der Dämpfer hat etwas wenig Endprogression. Die 6000 Euro teure Ultra-Version soll 400 Gramm leichter sein und kommt durchgängig mit hochwertigeren Komponenten. 

Bergamont Contrail Carbon Elite

Das günstigere der beiden neuen Carbon-Modelle des Contrail liegt bei 4000 Euro.

Bergamont Contrail Carbon Ultra 2019

Das Bergamont Contrail Carbon Ultra für 6000 Euro.

Stefan Loibl am 08.07.2018