Marathon-WM: Kampf der Langstrecken-Könige Marathon-WM: Kampf der Langstrecken-Könige Marathon-WM: Kampf der Langstrecken-Könige

Vorschau Marathon WM 2015 in Gröden

Marathon-WM: Kampf der Langstrecken-Könige

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 5 Jahren

Bei der Marathon WM 2015 in Gröden tritt alles an, was auf der Langstrecke Rang und Namen hat. Sauser gegen Weltmeister Kulhavy, Lakata und Mennen. Sabine Spitz gegen Langvad, Dahle-Flesjaa und Süss.

Sellaronda. Allein der Klang des legendären Dolomiten-Marathons treibt eingeweihten Langstrecken-Fetischisten schon am Schreibtisch das Laktat in die Beine und den Schweiß aus jeder Pore. Die Gegend ist berühmt für mörderisch steile Anstiege und technisch anspruchsvollste Abfahrten. Ein Ideales Terrain also, um den Marathon-Weltmeister 2015 zu küren.

Am 27. Juni ist es soweit. Ab 7:10 Uhr werden die ersten Teilnehmer auf die Strecke gehen. Über 4000 Fahrer sind es dieses Jahr beim Sellaronda Hero , 200 davon sind Elitefahrer. Die Herren müssen eine Strecke von 87 Kilometern und 4700 Höhenmetern, die Damen 60 Kilometer und 3400 Höhenmeter bewältigen. Wer hier Chancen auf den Sieg haben will, muss über die gesamte Distanz Cross-Country Renntempo ansetzen. Damit ist die Marathon-WM 2015 wohl wieder eines der konditionell anspruchsvollsten Rennen der Saison.

Für die beeindruckende Landschaft werden die Rennfahrer im Kampf um die Medaillen keine Zeit haben.

Teamkollegen unter sich: Kulhavy gegen Sauser

Favorit bei den Herren ist der amtierende Marathon-Weltmeister Jaroslav Kulhavy. „Ich möchte meinen WM-Titel, den ich letztes Jahr in Südafrika erobert habe, verteidigen", sagt der 30-Jährige. „Allerdings ist der Parcours nicht mit jenem in Pietermaritzburg zu vergleichen. Deshalb bin ich sehr gespannt auf das Rennen in Gröden." Kulhavys größter Konkurrent ist wohl sein Teamkollege Christoph Sauser. Zusammen gewannen sie Anfang des Jahres das Cape Epic. Für Sauser wird es das letzte Highlight seiner langen Rennkarriere sein, dennoch ist mit dem Schweizer zu rechnen. Aber auch der ehemalige Weltmeister Alban Lakata und der Tscheche Kristian Hynek werden in Gröden ein Wörtchen mitzureden haben. Urs Huber sagte seine Teilnahme wegen Formschwäche kurzfristig ab.

So sah das Podium bei der WM 2014 in Südafrika aus: Alban Lakata, Jaroslav Kulhavy und Christoph Sauser (von links).

Für Deutschland treten unter anderem Karl Platt und Robert Mennen bei der Marathon-WM an. Der Langstreckenspezialist Mennen glänzt immer wieder durch seine Willensstärke und seine strategischen Fähigkeiten. Dass er auch international konkurrenzfähig ist, bewies er beim Cape Epic im Vorjahr, dass er zusammen mit Kristian Hynek 2014 gewann.

Kann Langvad den Damen-Titel verteidigen?

Bei den Damen rechnet man aktuell mit einem Duell zwischen der amtierenden Weltmeisterin Annika Langvad, der Norwegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa und der Freiburgerin Sabine Spitz. Gunn-Rita Dahle-Flesja will vor allem in den Anstiegen Tempo machen. „Anstiege sind meine Stärke, dass wird der lustige Teil der Herausforderung“, sagte sie im Vorfeld.

Das Podium der Damen letztes Jahr in Südafrika. Sabine Spitz, Annika Langvad und Tereza Hurikova.

Sabine Spitz nimmt die Herausforderung mit Humor: „Die Berge kann ich aber nicht planieren, oder?" Ihr wird in den Dolomiten vor allem ihre Erfahrung helfen. Annika Langvad erwartet im Vorfeld ganz schlicht „einen Sieg". Doch selbst wenn ihre beiden größten Konkurrentinnen ausfallen sollten, wird das keineswegs einfach. Sally Bigham, die den Sellaronda Hero-Marathon im letzten Jahr gewann, hat ein Auge auf den Titel geworfen. Auch die Schweizerin Esther Süss und die Italienerin Daniela Veronesi wollen sich in den Kampf um den Titel einmischen. Jolanda Neff, die dominierende Fahrerin im Cross Country-Worldcup, wird nicht am Start stehen.

Die WM-Strecken in der Übersicht: 4700 Höhenmeter auf 87 Kilometern warten auf die Herren.

Themen: Christoph SauserJaroslav KulhavyMarathonMTB-WMRennenSabine SpitzSellarondaWM


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