Val di Fassa 2015 Val di Fassa 2015

Val di Fassa Bike Marathon 2015

Paez und Kollmann nicht zu schlagen

Adrian Kaether am 22.09.2015

Mit 60 Kilometern Distanz ist der Val di Fassa Bike Marathon zwar nur ein mittlerer Marathon, doch er hat es in sich. Kollmann und Paez bezwangen die 3000 Höhenmeter in den Dolomiten am Schnellsten.

Mit nur etwa 60 Kilometern Renndistanz ist der Val di Fassa Marathon kein Mountainbike-Marathon der Superlative. Doch die Strecke im Fassatal in den nördlichen Dolomiten hat es trotzdem in sich. Fast 3000 Höhenmeter auf 60 Kilometer sprechen eine eigene Sprache. Ruppiger und häufig loser Untergrund gepaart mit spitzen Steinen machen die Dolomiten so schön und gleichzeitig so anspruchsvoll.

Val di Fassa 2015

Leonardo Paez fuhr nicht nur schell sondern auch sauber. Im Gegensatz zu seinen Verfolgern holte er sich keinen Platten – und gewann.

Beim Val di Fassa Bike-Marathon wurde gleich zu Anfang kräftig aussortiert. Vom Start in Moena auf 1170 Metern geht es in einem langen und steilen Anstieg hinauf bis 2200 Meter. Schon hier konnten Leonardo Paez nur sein Teamkollege bei Bianchi, Tony Longo, und der italienische Marathon-Meister Samuele Porro folgen. Beide wurden aber im Verlauf des Rennens durch Plattfüße ausgebremst und konnten die verlorene Zeit auf Paez nicht wieder gutmachen.

"Ich bin sehr froh. Meine Saison könnte nicht besser enden, ich danke euch allen. Es ist ein schöner Sieg in einem fantastischen Rennen. Die Strecke ist nun sehr hart im Vergleich zu der, auf der ich schon vor zehn Jahren gewinnen konnte" sagte Paez nach dem Rennen. Auch Tony Longo war mit seinem zweiten Platz sehr zufrieden. Auf Platz drei landete Samuele Porro.

Val di Fassa 2015

Das Podium der Herren: Tony Longo, Leonardo Paez und Samuele Porro (v. l. n. r.)

Bei den Damen konnte die Österreicherin Christina Kollmann überzeugen. Sie dominierte das Rennen von Beginn an und musste keine Risiken eingehen. Auch verschonten sie die scharfen Felsen der Dolomiten mit Platten. "Für mich war der Sieg heute doppelt schön. Ich fuhr fast ein Heimrennen und ich hatte einige Fans an der Strecke, die mir zujubelten. Auch die Route gefiel mir. Die Organisatoren haben hier wirklich das Optimum aus dem Potential des Terrains herausgeholt."

Adrian Kaether am 22.09.2015
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