Langvad deklassiert Konkurrenz – Spitz wird Vierte Langvad deklassiert Konkurrenz – Spitz wird Vierte Langvad deklassiert Konkurrenz – Spitz wird Vierte

UCI Worldcup Albstadt 2016: Damen

Langvad deklassiert Konkurrenz – Spitz wird Vierte

  • Ludwig Döhl
  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 6 Jahren

UCI MTB Worldcup Albstadt 2016: Annika Langvad fährt in ihrer eigenen Liga zum Sieg. Sabine Spitz bestätigt ihre gute Form mit Rang 4 und Elisabeth Brandau erfüllt mit Platz 7 die Olympia-Norm.

Ludwig Döhl Die Stimmung im Bullentäle steigt, wenn Sabine Spitz vorbeikommt.

Die Dänin Annika Langvad hat nach dem Worldcup in Cairns auch den zweiten Stopp in Albstadt gewonnen. Und wie! Nachdem Jolanda Neff kurzfristig auf ihren Start augrund einer Erkältung verzichtet hatte, war es die Vize-Europameisterin, die spätestens ab der zweiten Runde den Ton angab. Auf der Startrunde hielt sich Langvad noch ein wenig zurück. Da waren es die Deutsche Helen Grobert und Linda Indergand, die das Feld den ersten Anstieg hinaufführten. Auch Sabine Spitz hielt sich von Anfang an in Schlagdistanz zu den Podiumsplätzen.

Durch einen Sturz auf der ersten Runde, bei dem sie in einer schnellen Rechtskurve wegrutschte, fiel Jenny Rissveds zwischenzeitlich auf den sechsten Rang zurück. Auch Helen Grobert musste für das schnelle Anfangstempo büsen und sortierte sich auf dem neunten Platz ein. „Ich wollte etwas ausprobieren und Tempo machen, um zu sehen, wie ich mit dem Speed zurechtkomme. Aber in Runde zwei und drei musste ich büsen für das Tempo“, sagte Grobert im Ziel. Dahinter stürmte Elisabeth Brandau heran, die von Position 33 gestartet war. Erst war sie 14., dann ließ sie in der dritten Runde Grobert auf der Zielgeraden stehen und befand sich auf einmal auf Rang 11.

Ludwig Döhl Annika Langvad ließ mit ihrem S-Works-Fully in der Abfahrt nichts anbrennen und baute ihre Führung stetig aus.

Ludwig Döhl Helen Grobert empfiehlt sich mit ihrem elften Platz abermals für die Olympischen Spiele in Rio.

An der Spitze drehte Langvad alleine ihre Runden. Auf der Zielgeraden griff sie regelmäßig auf die Gabelbrücke ihres Bikes und duckte sich tief, um aerodynamischer unterwegs zu sein. Ihr Vorsprung wuchs und wuchs. Erst eine Minute, dann auf über zwei Minuten. Im Ziel hatte Langvad dann „nur“ noch 1:25 Minuten Vorpsrung.

Ludwig Döhl Pauline Ferrand-Prevot am Albstadt Drop: Die Weltmeisterin, die seit kurzem mit Julien Absalon liiert ist, stieg vorzeitig aus.

Ludwig Döhl Elisabeth Brandau holt sich mit dem siebten Platz im Worldcup die Olympia-Norm. Ob sie nach Rio fahren darf, entscheidet der Bundestrainer und der BDR.

In der vierten Runde setzte sich dann Catherine Pendrel von Sabine Spitz ab. Eine Runde später schloss Gunn-Rita Dahle Flesja zur Deutschen auf, weil Spitz in einer Abfahrt kurz gestürzt war. Mit einem Sturz verlor Linda Indergand auch ihren fünften Rang.

Doch dann kam die letzte Runde und Jenny Rissveds zündete auf ihrem Scott-Prototypen-Bike den Turbo. Erst überholte die junge Schwedin, die eigentlich noch U23 fahren dürfte, die Norwegerin Dahle Flesja. Dann flog sie im langen Anstieg an Sabine Spitz vorbei. Und im kurzen Uphill vor dem Albstadt-Drop kassierte Rissveds auch noch Pendrel. Diesen zweiten Platz brachte sie auch ins Ziel und jubelte dort mit aufgeschlagenem rechten Knie.

Ludwig Döhl Jenny Rissveds startete nach einem Sturz ihre Aufholjagd. Die 21-Jährige überholte noch in der letzten Runde MTB-Größen wie Dahle-Flesja, Spitz und Pendrel und landete auf Rang zwei.

Sabine Spitz ließ das Publikum jubeln und überquerte auf Rang vier die Ziellinie. Nach dem fünften Platz in Cairns und Bronze bei der EM die nächste Top-Platzierung. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Als Jenny in der letzten Runde an mir vorbeiging, hatte ich keine Chance, ihr Hinterrad zu halten. Aber das Olympia-Thema sollte nun auch endlich durch sein“, sagte Spitz. Die Überraschung des Tages aber lieferte Elisabeth Brandau, die sich konstant nach vorne gearbeitet hatte. Der siebte Platz für sie bedeutet die A-Norm für Olympia. Damit ist sie die vierte deutsche Mountainbikerin (neben Spitz, Grobert und Morath), die dieses Kriterium erfüllt hat. Mit Freudentränen lag sie erschöpft im Zielbereich und lobte die Veranstalter. „Das mit der Startloop war super für mich und meinen Startplatz. Die Beine waren wie immer gut, aber der Kopf hat diesmal auch mitgespielt“, sagte Brandau und hofft nun auf die Olympia-Nominierung. „Ich habe wieder gezeigt, dass ich die zweitbeste Fahrerin im Team bin. Nun liegt's am Bundestrainer, wer mitfährt.“

Stefan Loibl Elisabeth Brandau erschöpft im Ziel

Armin M. Küstenbrück,EGO-Promotion Das Podium der Damen in Albstadt 2016: Sabine Spitz, Jenny Rissveds, Annika Langvad, Catherine Pendrel und Gunn-Rita Dahle Flesja (von links).

Helen Grobert erzielte mit dem elften Rang ein weiteres solides Ergebnis, Adelheid Morath kam als 13. über die Ziellinie.


Ergebnisse MTB-Worldcup Albstadt 2016 Damen: hier klicken

Ludwig Döhl Nadine Rieder zeigt zwei starke erste Runden, fällt dann aber nach hinten ab.

Ludwig Döhl Adelheid Morath wurde 13. und damit nur viertbeste Deutsche. Aber die Olympia-Norm hat die Freiburgerin bereits letztes Jahr erfüllt.

Scott Hatte allen Grund zum Jubeln: Jenny Rissveds Aufholjagd nach ihrem Sturz war beeindruckend und reichte zu Platz zwei.

Themen: AlbstadtCross CountryDamenRennenschwäbische AlbUCI WorldcupWorldcup


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