Hannah und Vergier gewinnen Quali - Seagrave stürzt Hannah und Vergier gewinnen Quali - Seagrave stürzt Hannah und Vergier gewinnen Quali - Seagrave stürzt

UCI MTB DH Worldcup 2019 #2 Fort William: Vorschau

Hannah und Vergier gewinnen Quali - Seagrave stürzt

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 2 Jahren

Fort William sorgte im Downhill-Worldcup für jede Menge Drama mit drei Stürzen bei den Favoriten. 2018 wie auch 2019. Seagrave stürzte im Training und kann nun nicht mehr am Finale teilnehmen.


Update: Training und Qualifikation sind bereits Geschichte, nur noch das Finale steht aus. Und die Rennvorbereitungen haben doch einiges durcheinander geworfen. Tahnée Seagrave stürzte im Training schwer auf ihre Schulter und wird deswegen im Finale am Sonntag überhaupt nicht antreten können. Die schnellen Herren blieben weitgehend von Stürzen verschont, doch auch hier sorgte die Qualifikation für eine Überraschung. Loris Vergier wird am Sonntag in der Pole Position an den Start gehen, gefolgt von Amaury Pierron und dann mit fast vier Sekunden Abstand Troy Brosnan mit Reece Wilson und Danny Hart auf den Plätzen vier und fünf.


Nach dem Trainingsunfall von Tahnée Seagrave dachten wir ja eigentlich, Rachel Atherton hätte jetzt leichtes Spiel, doch es sieht nicht danach aus. Die Britin liegt in der Qualifikation lediglich auf Rang drei hinter der fitten Australierin Tracey Hannah und Marine Cabirou aus Frankreich. Und auf Rang vier? Die deutsche Downhill-Hoffnung Nina Hoffmann, kaum eine Zehntelsekunde hinter Rachel Atherton. Könnte also auch aus deutscher Sicht ein spannendes Rennen werden, dieses Finale in Fort William.

Vorschau Fort William – Aaron Gwin und Rachel Atherton mit offenen Rechnungen

Für Aaron Gwin beginnt die Saison nicht optimal. Der Amerikanier hatte in Maribor keine Chancen auf das Podium, kämpfte aber wohl auch noch mit der Wahl zwischen einem L und einem XL Rahmen. Jetzt könnte er wieder schnell sein.

Fort William hat irgendwie alles. Wurzeln, Steinfelder, flache Kurven, Steilkurven, enge und weite Kurven, Drops, Sprünge, alles dabei. Kein Wunder, schließlich zählt die schottische Strecke im UCI Mountain Bike Worldcup zu den längsten Prüfungen im gesamten Worldcup. Hier will wirklich jeder gewinnen und die Fans tun ihr Übriges, um die Atmosphäre auf und neben der Strecke selbst bei schlechtestem Wetter zum Kochen zu bringen.

Revanche für Aaron Gwin


Könnte das das Comeback von Aaron Gwin sein? Schon seit ungewöhnlich vielen Rennen stand der Amerikaner nicht mehr ganz oben auf dem Podium. In Maribor nicht, bei der WM in Lenzerheide nicht, auch in den Worldcups davor nicht. Tatsächlich liegt der letzte Sieg von Gwin schon über ein Jahr zurück – Losinj in Kroatien Anfang letzten Jahres.

Im Schlamm Fort Williams verloren 2017 viele die Kontrolle. Greg Minnaar nicht. Das könnte ihm auch dieses Jahr wieder zu Gute kommen.


In Fort William allerdings ist Gwin vor genau einem Jahr nur um Haaresbreite am Sieg vorbeigeschrammt. In einer der letzten Kurven verlor er den Grip am Vorderrad und sein Sieg war dahin. Gut möglich also, dass der Amerikaner sich dieses Jahr in Schottland die Revanche holen will. Doch das Rennen wird alles andere als leicht. Erstens sollte Aaron Gwin auf jeden Fall eine Regenjacke einpacken (aufhalten wird ihn das schlechte Wetter kaum – siehe Monte-Sainte-Anne 2017 ) und zweitens wurde ihm in Schottland sein Intense-Race-Bike geklaut.

Amaury Pierron in voller Konzentration. Der Franzose leistete sich kaum Fehler und fuhr 2018 in Fort William zu seinem ersten Worldcup-Sieg. Viele weitere sollten folgen.

Drei Starts, drei Siege – „Mister Fort William“ als Topfavorit?


Danny Hart ist ebenfalls schon länger ohne Worldcup-Sieg und ein absoluter Schlechtwetter-Spezialist, Amaury Pierron konnte zwar in Maribor Anfang des Jahres nicht wirklich in einen Rhythmus finden, sein Sieg in Fort William vor einem Jahr wird aber gute Erinnerungen heraufbeschwören.

Für einen Sieg reichte es in Maribor zwar noch nicht, aber das neue Bike trug Rachel Atherton bei seinem ersten Rennen aber immerhin auf Rang zwei.


Und dann ist da natürlich noch „Mister Fort William“ auch genannt „The Goat“, Greg Minnaar. Der Südafrikaner ist zwar mit 37 Jahren eindeutig der älteste aktive Fahrer im Downhill-Worldcup, aufhalten wird ihn das aber kaum. Drei Starts im Worldcup in Fort William seit 2015 endeten für Greg Minnaar mit drei Siegen , ein Hattrick der ganz besonderen Sorte. Nur 2018 wurde es nichts, da musste er wegen eines Trainingsunfalls aussetzen.

Worldcup-Erfolg Nr. 1 für Atherton-Bikes?


Bei den Damen wird es relativ sicher ein britisches Doppel geben. Schon in Maribor, Anfang des Jahres waren Rachel Atherton und Tahnée Seagrave in einer eigenen Liga unterwegs. In Abwesenheit von Myriam Nicole konnte keine andere Fahrerin ihnen ernsthaft Konkurrenz machen. Seagrave hat die Titelverteidigung in Fort William als Ass im Ärmel, aber auf der langen schottischen Strecke rechnen wir eher mit Rachel Atherton.


Im Übrigen hat die Waliserin noch eine Rechnung mit Fort William offen: 2017 kugelte sie sich hier im Training den Arm aus, 2018 verlor sie direkt nach dem Start ihre Kette, stürzte in einem Rock-Garden und wurde trotzdem noch Dritte. Ohne Kette wäre sie wohl nicht aufzuhalten gewesen, lautete damals unser Fazit und daran wird sich auch in diesem Jahr wahrscheinlich nichts ändern.

Live-Übertragung auf Red Bull TV

Wie immer wird der UCI MTB Worldcup live und als Replay auf Redbull.tv zu sehen sein. Los geht’s mit dem Rennen der Damen am Sonntag den 2. Juni um 13:30 Uhr, die Herren starten um 14:45 Uhr.

Themen: Aaron GwinDownhillfort williamGreg MinnaarRachel AthertonRennsportSchottlandUCI WorldcupVorschauWorldcup 2019


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