UCI Mountainbike Worldcup Albstadt 2015: Damen

Jolanda Neff mit Start-Ziel-Sieg – Grobert Sechste

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 6 Jahren

Die Schweizerin Jolanda Neff fährt in Albstadt von der ersten Runde allen davon und feiert ihren nächsten Elite-Sieg. Über den sechsten Platz darf sich Helen Grobert beim Heim-Worldcup freuen.

Da hatten die Damen gerade mal nach der Einführungsrunde den Zielbogen passiert, da setzte sich die 22-jährige Schweizerin Jolanda Neff (Stöckli) auch schon an die Spitze. Und drückte mächtig aufs Tempo. Denn nach dem ersten langen Anstieg hatte Neff bereits 30 Sekunden Vorsprung. Eine Welt – nach so wenigen Minuten Fahrzeit. „Ich habe einen guten Speed gefunden, den ich durchziehen konnte. Ich mag es alleine zu fahren“, sagte Neff hinterher. Dahinter reihte sich Helen Grobert (Ghost) in eine der Verfolgergruppen ein, anfangs an zwölfter Position. Nach der ersten Runde hatte sich hinter Neff eine achtköpfige Verfolgergruppe gebildet. Unter anderem mit Gun-Rita Dahle-Flesjaa (Merida), Catharine Pendrel (Luna Pro), Irina Kalentieva (Möbel Märki), Pauline Ferrand-Prevot (Rabo Liv) und Emily Batty (Trek). Doch auf der Zielgeraden wollte keiner die Führung übernehmen, weshalb der Vorpsrung von Neff weiter anwuchs. Sabine Spitz und Helen Grobert reihten sich an Position 12 und 13 ein.

Jolanda Neff fährt derzeit bei den Damen in einer anderen Liga.

Alleine auf weiter Flur: Jolanda Neff.

Verfolgergruppen ausgedünnt

Wenig später musste die Vorjahressiegerin von Albstadt, Pauline Ferrand-Prevot, aussteigen. Neff fuhr vorne weiterhin ein einsames Rennen. Erst vor drei Jahren war das Schweizer Leichtgewicht hier in Albstadt ihren ersten Elite-Worldcup gefahren. Dahinter formierte sich das Duo Dahle-Flesjaa und Pendrel, die sich mit der Führung abwechselten. Eine zweite Gruppe mit Batty, Maja Wloszczowska und Kalentieva folgte mit beträchtlichem Abstand. Sabine Spitz konnte sich sogar auf den siebten Platz nach vorne arbeiten, Grobert fiel zwischenzeitlich auf den zehnten zurück. Nachdem der Vorsprung von Neff zwischenzeitlich auf über eine Minute gewachsen war, schmolz er zu Beginn der letzten Runde wieder. Catharine Pendrel versuchte Dahle-Flesja in den Anstiegen abzuhängen, aber die Norwegerin hielt das Hinterrad der aktuellen Weltmeisterin.

In der letzten Runde attackierte die aktuelle Weltmeisterin Catharine Pendrel bergauf, Dahle-Flesjaa konnte aber dranbleiben.

Das Duo um Pendrel und Dahle-Flesjaa arbeitete gut zusammen, aber den Vorsprung von Neff konnten sie nicht verkürzen.

Helen Grobert mit tollem Finish auf Platz 6

In der vorletzten Runde war Helen Grobert am Albstadt-Drop ein wenig gestrauchelt, war jedoch gleich wieder auf dem Rad gesessen und hatte sofort wieder zu Rebecca Hendersons Hinterrad aufgeschlossen. Die Amerikanerin Emily Batty sprengte schließlich mit einen Angriff im langen Anstieg die zweite Verfolgergruppe. Kalentieva fiel zurück, auch die Polin Wloszczowska musste Batty ziehen lassen. Mit genügend Zeit zum Jubeln rollte schließlich Jolanda Neff unter dem Jubel der tausenden Fans an der Zielgeraden in Ziel. „Das war eine coole Atmosphäre, weil viele Freunde und Schweizer an der Strecke standen", sagte Neff. Dahle-Flesjaa ließ es gar nicht zu einem Zielsprint mit Pendrel kommen und sicherte sich Rang zwei – wie letzte Woche in Nove Mesto. Vierte wurde Emily Batty, auf dem fünften Rang kam die Polin Wloszczowska ins Ziel. Und dahinter wurde es nochmal richtig laut: Denn Helen Grobert bog auf die Zielgerade ein. Damit verbesserte sie ihr Top 10-Resultat vom letzten Wochenende nochmals und bewies eindrucksvoll, dass die Leistung in Nove Mesto keine Eintagsfliege war. Sabine Spitz büßte in der letzten Runde noch ein paar Plätze ein und wurde am Ende Elfte.

Helen Grobert fuhr in ihrem zweiten Elite-Rennen bei den Damen auf den sechsten Platz – sensationell.

Wachablösung? Die frisch gebackene Marathon-Europameisterin Sabine Spitz und die junge Helen Grobert bei einem Interview im Ziel für den SWR.

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Themen: 2015AlbstadtCross CountryDamenHelen GrobertJolanda NeffRennenUCI Worldcup


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