Tankwa Trek 2019: Fumic und Avancini siegen überlegen

Generalprobe fürs Cape Epic

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 2 Jahren

Das Tankwa Trek nahe Kapstadt wird regelmäßig von den Profis als Generalprobe für das Cape Epic benutzt. Dieses Jahr siegten Fumic und Avancini überlegen. Ein gutes Omen für das große Rennen?

Mit vier Tagen, 288 Kilometern Renndistanz und "nur" rund 5700 Höhenmetern gehört das Tankwa Trek in Südafrika eher zu den kleineren Etappenrennen – bekannt und beliebt unter Marathonfans, aber sonst weniger beachtet. Dennoch ist das Tankwa Trek eine große Ausnahme und vielleicht das wichtigste Rennen seiner Klasse. Es ist, wenn man so will, nichts anderes als die Generalprobe zum wohl prestigeträchtigsten Etappenrennen der Südhalbkugel, dem legendären Cape Epic, das nun noch etwa vier Wochen entfernt ist.

Ein echtes Singletrail-Paradies. Sicher einer der Gründe, warum Rennen in Südafrika so erfolgreich sind.

Etappen 1 bis 4: Drei Siege für Fumic und Avancini

Auch dieses Jahr fiel der Startschuss in Kaleo, gut 100 Kilometer nordöstlich von Kapstadt. Im hochkarätig besetzten Starterfeld tummelten sich unter anderem Alban Lakata und Karl Platt im neuen Bulls Legends Team, Daniel Geismayr und Jochen Käß, Simon Stiebjahn und Urs Huber, Sam Gaze und Alan Hatherly. Und natürlich die zwei Cannondale-Teams mit Marathon-Weltmeister Henrique Avancini und Manuel Fumic sowie Maxime Marotte und Newcomer Cameron Orr. Auch auf Seite der Damen standen berühmte Namen in den Startlisten: Barbara Benko und Anne Terpstra, Jennie Stenerhag und Mariske Strauss, Annie Last und Candice Lill sowie Cherie Redecker und Ariane Luthi.

Respekt – Das Renntempo ist hoch, die Zunge klebt am Gaumen und trotzdem: Abklatschen der jungen Bike-Fans ist auch für Henrique Avancini (vorne) und die anderen Cannondale-Fahrer selbstverständlich.

Kurz fiel die erste Etappe mit ihren nur 29 Kilometern aus und hob die Paare Fumic/Avancini und Terpstra/Benko ins Gelbe Trikot der Gesamtführenden. Auf dem Weg zum Ziel der zweiten Etappe konnten beide Teams die Führung verteidigen. Auf der Königsetappe, Etappe Nummer drei, trugen Fumic und Avancini einen weiteren, jedoch knappen, Sieg über die Konkurrenz davon und mussten sich auf der Schlussetappe nur dem Bulls-Duo Huber und Stiebjahn geschlagen geben. Mit rund drei Minuten Vorsprung beanspruchten sie schließlich den Gesamtsieg souverän für sich und sorgten so gleich zu Beginn der noch jungen Saison für einen Paukenschlag, der kaum zu überhören ist.

Avancini navigiert sicher über die Felsen der zweiten Etappe.

Knappes Ergebnis bei den Damen – Cannondale mit überlegenem Doppelsieg

Bei den Damen siegte das Team Strauss/Stenerhag, das sich auch auf der letzten Etappe den Sieg und damit den Triumph in der Gesamtwertung sichern konnten. Lediglich zwei Minuten trennen sie am Ende von ihren Verfolgerinnen Annie Last und Candice Lill. Beide Teams scheinen schon jetzt in Topform und versprechen beim Cape Epic ein spannendes Rennen untereinander und gegen die sonstige Konkurrenz (Langvad? Spitz? Dahle Flesjå?). Terpstra und Benko konnten ebenfalls überzeugen, wurden aber in den späteren Etappen durch zahlreiche Platten ausgebremst.

Fumic und Avancini: Favoriten für das Cape Epic?

Mariske Strauss und Jennie Stenerhag im Ziel..

Bei den Männern dagegen könnte das Ergebnis nicht klarer sein. Manuel Fumic und Weltmeister Henrique Avancini harmonieren offensichtlich perfekt miteinander und werden eines der Favoritenteams beim Cape Epic sein, das steht jetzt schon fest. Eine positive Überraschung auch im zweiten Cannondale-Team mit Maxime Marotte und dem erst 19 Jahre alten Cameron Orr. Das Alter scheint den jungen Briten jedenfalls genauso wenig zu hindern, wie das junge schwedische Team von Jonas Lindberg und Simon Andreassen, das im Gesamtranking auf Platz drei landet. Das Establishment der Marathonszene muss sich also in acht nehmen, beim Cape Epic in vier Wochen.

Manuel Fumic genießt den Gesamtsieg.

Alle Ergebnisse zum Tankwa Trek findet ihr auf der Website des Veranstalters.

Themen: Cape EpicEtappenrennenHenrique AvanciniManuel FumicSüdafrika


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