South Tyrol Trail: Nonstop-Etappenrennen per GPS

Solo-Mountainbike-Rennen durch Südtirol

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 5 Jahren

Per GPS führt der South Tyrol Trail Mountainbiker 365 Tage im Jahr auf drei Routen von Westen nach Osten durch Südtirol. Alles andere kann jeder selbst entscheiden, der Schnellste gewinnt.

Etappenrennen fahren ohne Rennstress, Schlange stehen und schlecht riechende Turnhallen als Nachtquartier? Eigentlich ist genau das das ursprüngliche Konzept von Mountainbike-Etappenrennen, dass sich auch in der ersten Konfiguration der BIKE Transalp, in der Ur-Transalp, wiederfindet. Lediglich Start, Ziel und Route waren angedacht vorzugeben, den Rest hätten die Teilnehmer selbst entscheiden können. Ein Hardcore-Nonstop-Trip mit einem Zelt auf dem Rücken und minimaler Dosis Schlaf wäre also genauso möglich wie ein Luxusurlaub mit Übernachtung im Hotel.

Dieses Konzept wurde nun beim South Tyrol Trail übernommen. Zwar handelt es sich hier auch um ein Rennen – die Zeit wird per GPS-Gerät gemessen – das gibt auch die Route zuverlässiger als jedes Roadbook vor –, doch die Teilnehmer können wie bei der Ur-Transalp sehr viel selbst entscheiden. Auf drei Routen (Extreme, Gravel und Road) führt die Strecke abenteuerlustige Mountainbiker von Mals nach Toblach. Das heißt einmal in West-Ost-Richtung durch Südtirol, vom Vinschgau bis ins Pustertal, vom Ortler bis in die Dolomiten. Direkter Gegner dabei ist nur die Zeit und der eigene Wille. Über Pausen, Übernachtungen und alles weitere können die Teilnehmer selbst entscheiden.

Drei Routen je nach Können und Gusto

Je nach Route hat das Rennen einen ganz eigenen Charakter, denn die Anforderungen sind sehr unterschiedlich. Wer sich für die "Extreme"-Variante entscheidet, muss sich 480 Kilometern und 12000 Höhenmetern stellen, die auf Trails, Forststraßen und Radwegen abgekurbelt werden und damit nur mit dem Mountainbike zu bewältigen sind. Die "Road"-Version führt nur über asphaltierte Strecken und ist mit 240 Kilometern und 1300 Höhenmetern für ambitionierte Rennradfahrer wahrscheinlich in einem Tag zu schaffen. Dazwischen liegt die "Gravel"-Variante, die mit 410 Kilometern zwar fast so lang wie Extreme-Strecke ist, mit 5400 Höhenmetern aber deutlich einfacher zu bewältigen sein wird. Hier werden nur asphaltierte oder geschotterte Wege befahren.

Die Routen wurden alle so eingerichtet, dass sowohl am Start als auch am Zielpunkt eine gute Bahnanbindung besteht. Außerdem machen es die Bahnhöfe, die häufig fast direkt an der Strecke liegen, einfach, bei körperlichen Problemen oder Pannen schnell wieder den Ausgangspunkt zu erreichen. So ist trotz der individuellen Freiheit in der Organisation ein gewisses Maß an Sicherheit gewährleistet. Neben den Einzelstartern, die sich jederzeit Einschreiben und das Rennen beginnen können, wird es am 16. Juli 2016 auch einen Sammelstart von Mals aus geben.

Weitere Informationen zu Rennen, Routing und Sammelstart sowie die Einschreibung finden Sie auf www.meranobike.it .

Themen: EtappenrennenGPSSüdtirolTransalpTrentinoVinschgau


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