Schnitzeljagd: eine Teilnehmer „Er-Fahrung“ Schnitzeljagd: eine Teilnehmer „Er-Fahrung“ Schnitzeljagd: eine Teilnehmer „Er-Fahrung“

Schnitzeljagd 2016: BIKE Leserreporter

Schnitzeljagd: eine Teilnehmer „Er-Fahrung“

  • Ricky Westphal
 • Publiziert vor 5 Jahren

In BIKE 6/16 hatten wir nach Leserreportern für die Schnitzeljagd 2016 in Sölden gesucht. Ricky und ihr kränkelnder Partner Lutz nahmen das Enduro-Spaßevent in Angriff. Leider mit verfrühtem Ende…

Am 25. Juni 2016 fand in Sölden im Ötztal die jährliche Schnitzeljagd statt und wir durften als BIKE Leserreporter am Start stehen. Mein Teampartner Lutz und ich starteten in der Mixed-Wertung und wollten uns natürlich den Sieg holen. Einziges Problem: unsere nicht vorhandene Ortskenntnis. Die Spielregeln besagten nämlich, man müsse vier auf dem Trail angebrachte Stempelstationen finden und auf vier Almen Aufgaben erfüllen, welche jeweils zu einem Stempel im Schnitzelpass führen würden. Damit unserem Siege nichts im Wege stehen würde, besorgte ich kurzerhand im Spielwarenladen um die Ecke vor der Abreise bunte Kinderstempel. Problem gelöst.

Freitagabend riefen Karen Eller und Holger Meyer zum „Meet & Greet“ auf. Routenplanung austauschen war allerdings noch nicht angesagt, denn den Schnitzelpass mit Karte und eingezeichneten Stationen gab es erst Samstagfrüh zum Start auf 3058 Meter, an der Bergstation des Gaislachkogles. Lutz überraschte mich leider schon zum Frühstück mit der Nachricht über seinen sich im Keller befindenden Gesundheitszustand. Ich überredete ihn aber, es einfach zu versuchen.

Christoph Bayer Vor dem Start auf 3058 Metern wurde eifrig über die Routenwahl diskutiert.

Christoph Bayer In welcher Reihenfolge man die Trails abfährt, ist bei der Schnitzeljagd jedem selbst überlassen.

Ein Le-Mans-Start und die 200 Zweier-Teams stürzten sich auf staubiger Schotterpiste zu Tale. Wir kamen gut los, überholten zahlreiche Pannen-Gestrandete und holten uns gemeinsam den ersten Stempel im Pass. Auch die erste Missionsstation fanden wir schnell. Ich bekam ein winziges Kinderbike von Scott, musste einen Parcour abfahren und stürzte prompt. Lutz hatte leider immer noch zu wenig Farbe im Gesicht. Wir machten uns trotzdem auf zum nächsten Trail. An der Continental-Station stand Sackhüpfen mit Laufradtaschen an. Um Lutz zu schonen, machte ich mich an die Aufgabe. Doch die Pausen machten es nicht besser. So trafen wir die Entscheidung, das Rennen zu beenden.

Doch um meinen Trailhunger zu stillen, packte ich meinen Schnitzelpass und machte mich auf den Weg zu den restlichen Stationen. Erschreckend stellte ich jedoch fest, dass es bis zur nächsten Mission noch 600 Höhenmeter zu bewältigen gab. Ohne Lift und in praller Hitze erreichte ich die Leatherman-Station, genoss noch in aller Ruhe kühlende Getränke und die tolle Stimmung mit den anderen Teilnehmern. Den Wettkampfstress lassen bei der Schnitzeljagd viele zuhause, denn Spaß und Trails stehen im Vordergrund.

Christoph Bayer Kurz vor meinem Sturz bei der Station mit den Kinderbikes

Christoph Bayer Zu diesem Zeitpunkt war mein Partner Lutz noch dabei, wenig später musste ich alleine losziehen.

Nach einer zweiten Gondelfahrt und einem tollen Trail meisterte ich auch den Deuter-Parcour, holte mir den Stempel und machte mich auf den Trail ins Ziel. Mit einem breiten Grinsen, keinem Regenschauer, aber einem zurückgelassenen Teampartner kam ich ins Ziel. Lachend stellte ich fest, kein einziges mal an unsere Mogel-Stempel gedacht zu haben. Denn stände man ratlos auf dem Trail, nimmt sich jeder kurz die Zeit für einen Tipp. Abends gab es die heiß ersehnte Schnitzelparty, die Siegerehrung mit hochwertigen Sachpreisen und lustiges Beisammensein.
Fürs nächste Jahr wissen wir nun, dass es auch ohne Schummel-Stempel geht.

Alle Ergebnisse der Schnitzeljagd 2016

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