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Rumble in the Jungle 2018 Rumble in the Jungle 2018

Rumble in the Jungle: Etappenrennen auf Sri Lanka

Mitgefahren: Rumble in the Jungle

Adrian Kaether/Igor Schifris am 26.07.2018

Das „Rumble in the Jungle“ wirkt für Marathon-Biker wie der Himmel auf Erden. Spektakuläre Kulisse, reichlich Kilometer und Höhenmeter. Ein Todesfall überschattete jedoch das Rennen dieses Jahr.

Feuchter Dschungel, trockene Hochplateaus voller Teeplantagen, wilde Elefanten und Leoparden am Wegesrand, tiefe Flüsse und knallende Hitze. Das Szenario beim „Rumble in the Jungle“ klingt ganz wie bei Rudyard Kipling entlehnt. Kein Wunder, denn das fünftägige Etappenrennen auf Sri Lanka im indischen Ozean trägt den Dschungel nicht nur im Namen. Die erste Etappe führt die Teilnehmer von knapp über Meereshöhe auf gute 1000 Meter, die Etappen Nummer zwei und drei zeigen das Hochplateau, die Etappen vier und fünf warten mit der Rückkehr auf die Ausgangshöhe auf.


Dabei gibt es auf 355 Kilometern und rund 10000 Höhenmetern vor allem viele wilde Tiere zu sehen, zahlreiche Flüsse zu durchqueren und die Landschaft Sri Lankas zu erkunden. Die Teilnehmer müssen jedoch auf alles gefasst sein, denn Sri Lanka tut mit seiner feuchten Hitze einiges, um den vermeintlich paradiesischen Dschungel zur Hölle auf Erden werden zu lassen. Das Rennen ist nicht nur einfach ein Rennen, sondern ein echtes Abenteuer.


Nepalesischer Landesmeister tödlich verunglückt


Leider zu abenteuerlich. Denn in diesem Jahr wurde das Rumble in the Jungle"durch einen tragischen Todesfall überschattet: Auf der vierten Etappe ertrank der nepalesische Landesmeister Narajan Gopal Maharjan nach dem Sturz in einen Fluss. Wie der Landesmeistertitel vermuten lässt, war Narajan Gopal Maharjan kein blutiger Anfänger, sondern ein hartgesottener Profi mit viel Rennerfahrung, auch bei Etappenrennen, wie zum Beispiel ein Sieg beim Yak Attack 2013 unter Beweis stellt. Das Event wurde daraufhin abgebrochen und nicht weiter fortgesetzt. Der Sieg ging an den nach der dritten Etappe führenden Yuki Ikeda aus Japan vor Mike Blewitt  aus Australien und Tim O’Leary aus Neuseeland. Unten die Impressionen vom Rennen, bevor der Todesfall von Narajan Gopal Maharjan dem Geschehen ein jähes Ende bereitete.

Fotostrecke: Rumble in the Jungle: MTB-Etappenrennen auf Sri Lanka

Rumble in the Jungle 2018

Clash of Cultures am Vorabend des Rennens. Unterschiedlicher könnten die beiden Räder wohl kaum sein. Rechts Meg Carrigan aus Brisbane, die schon 1994 an der Premiere der Crocodile Trophy teilnahm.

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Elefanten sind auf Sri Lanka allgegenwärtig.

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Kinder haben überall in der Welt offene Augen.

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Kurz nach dem Start der ersten Etappe kämpften sich die Teilnehmer gleich durch dichten Dschungel.

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Die erste Etappe wartete mit langen Anstiegen auf. Zwar waren die Rampen idyllisch mit großem Panorama in den Teeplantagen gelegen, doch die Sonne brannte nur umso unerbittlicher auf die Teilnehmer herab.

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Race-Director Phil Evans konnte die erste Etappe noch selbst mitfahren. Danach musste er sich wieder der Organisation zuwenden.

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So viel Tee muss auch geerntet werden. Das Kopftuch ist in den Temperaturen Sri Lankas und der prallen Sonne der Plantagen nicht nur ein modisches Accessoire. 

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Zum Glück ging es auch irgendwann wieder ein bisschen runter. Der Downhill-Teil hielt sich aber auf der ersten Etappe in Grenzen.

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Sri Lanka ist mit 20,2 Millionen Einwohnern eher ein kleines Land. Die Bevölkerung ist aber offen und gastfreundlich, etwa 70 Prozent sind Buddhisten.

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Fahrer und Bikes gönnen sich noch eine kleine Pause vor dem Start der dritten Etappe.

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Der Start der dritten Etappe. Regen und Kälte auf 2000 Metern über dem Meer.

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Neben den Elefanten sind Affen auf Sri Lanka besonders häufig zu sehen. Sehen unschuldig aus, haben aber schon mehr als einen Touristen in einem Moment der Unachtsamkeit um die Kamera oder ein Eis erleichtert.

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Ajal Pandit Chhetri ist Profi-Athlet aus Nepal. Er war schon fünf Mal Landesmeister im Cross Country und hat auch bereits fünf Mal das berühmt-berüchtigte Yak Attack-Rennen gewonnen. Am Ende wurde er Sechster hinter seinem verunglückten Landsmann Narayan Gopal Maharjan.

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Zwar kämpft jeder für sich alleine, doch auch unter den Teilnehmern wird Teamgeist groß geschrieben.

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Der spätere Sieger Yuki Ikeda vom Team Topeak Ergon. Der Japaner zog es vor, das Bike durch die Furten zu tragen.

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Flussüberquerung mit Begleitfahrzeug. Der Fahrer Dinesh sammelt alte Jeeps wie diesen 50 Jahre alten Mitsubishi im US-Military-Look. In leichtem Kontrast dazu die Buddha-Statue hinter dem Lenkrad.

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Ein wahrhaft sanfter Gigant.

Die Ergebnisse des Rennens finden Sie auch unter diesem >>Link<<. 

Adrian Kaether/Igor Schifris am 26.07.2018

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