Rio 2016: Helen Grobert

Olympia-Premiere: Helen Groberts Lieblingskurs

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 4 Jahren

Während Spitz, Fumic und Milatz alte Hasen im Geschäft sind und zusammen neun Olympische Spiele erlebt haben, ist Rio Helen Groberts Olympia-Premiere. Sie will ihr bestes Rennen der Saison fahren.

Vor dieser Saison hätten wahrscheinlich die wenigsten gedacht, dass sich Helen Grobert gegen Adelheid Morath und Elisabeth Brandau durchsetzen wird und als zweite deutsche Mountainbikerin zu Olympia 2016 nach Rio reisen wird. Aber Grobert zeigte von Saisonbeginn an konstant starke Ergebnisse um die Top 10, fuhr im ersten Worldcup in Cairns sogar auf den sechsten Platz. In ihrer zweiten Saison im Elite-Worlcup hat sich Grobert damit in der Damen-Weltspitze einen Namen gemacht – auch wenn es bisher noch nicht für einen Platz auf dem Podest gereicht hat. Aber Grobert ist noch jung, die Schwarzwälderin erlebt mit 24 Jahren ihre ersten Olympischen Spiele. „Als wir ins olympische Dorf eingezogen sind, haben Mani und Moritz gesagt: Genieße es“, erzählt die Deutsche Vize-Meisterin.

Helen Grobert gestern beim Training mit BDR-Technik-Trainer René Schmidt.

Grobert, die fürs Team Ghost Factory Racing fährt, belegt derzeit in der UCI-Weltrangliste den 23. Platz. Das bedeutet, dass sie aus der dritten Startreihe von Position 19 ins olympische Damenrennen starten wird. „Die Strecke hier in Rio ist sehr fair. Ich wüsste nicht, dass etwas fehlt“, erklärt Grobert, die bis gestern im Training mit BDR-Technik-Trainer René Schmidt an ihren Linien für die Schlüsselstellen gearbeitet hat. Grobert kannte den Kurs in Deodoro bereits vom Testrennen im Herbst, auch wenn sie dort beim Rennen krankheitsbedingt nicht an den Start gehen konnte. „Das hat viel gebracht, obwohl ich krank war“, sagt Grobert, die den Kurs von Rio zu ihren Lieblingsstrecken zählt.

Die 24-Jährige genießt ihre erste Olympia-Teilnahme, wirkt äußerlich locker, aber voll fokussiert auf das Rennen. Das Leben im olympischen Dorf sei eine komplett andere Welt im Vergleich zum Trainingsquartier in der Nähe von Petropolis, wo sich das deutsche Team bis Dienstag vorbereitet hatte. „Das ist so riesig. So viele Nationen und Sportler, aber da macht jeder sein Ding“, sagt Grobert. Mit Fumic und Milatz versteht sich Grobert super: „Wir machen viel miteinander hier. Wir gehen zusammen essen.“

Bike-Sponsor Ghost hat für Helen Grobert extra einen Olympia-Rahmen des Lector lackiert. Grobert fährt in dem leichten Hardtail eine Variostütze – wie immer mehr Cross-Country-Piloten im Feld.

Im Rennen will Grobert „ihr bestes Rennen der Saison zeigen“. Schließlich sei die gesamte Vorbereitung und das Training auf diesen einen Tag ausgerichtet worden. „Wenn alles gut läuft, dann kann ich vorne unter die ersten fünf reinfahren. Aber zwischen Platz eins und 15 kann alles passieren“, sagt Grobert zu ihren Ambitionen.

Das Olympia-Rennen der Damen von Rio 2016 startet um 17:30 Uhr deutscher Zeit. Im deutschen TV wird es auf ARD übertragen und von Michael Pfeffer kommentiert. Hier geht's zum ARD-Livestream .

Themen: Cross CountryHelen GrobertOlympia-MTB-RioRennen


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