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Olympia-Bike Helen Grobert Olympia-Bike Helen Grobert

Rio 2016: Bikes von Helen Grobert & Sabine Spitz

Olympia-Bikes von Grobert und Spitz

Stefan Loibl am 20.08.2016

Helen Grobert greift zum Hardtail, Sabine Spitz fährt Fully: Hier die Olympia-Bikes unserer beiden deutschen Fahrerinnen im Damenrennen von Rio 2016.

Von den Bike-Herstellern und Sponsoren wird man wenig zu den Olympia-Bikes der Stars lesen, denn die Regel 40 in der „Olympic Charter“ verbietet es ihnen. Wir haben uns die Olympia-Bikes der beiden deutschen Damen genauer angesehen. Helen Grobert fährt in Rio ein Hardtail, das superleichte Ghost Lector. Bei Sabine Spitz prangt am Unterrohr ihres Carbon-Fullys der Name des koreanischen Bike-Sponsors Wia-Wis. 

Das Olympia-Bike von Helen Grobert

Olympia-Bike Helen Grobert

Das Ghost-Hardtail von Helen Grobert, mit dem sie beim olympischen MTB-Rennen am Start stehen wird.

Olympia-Bike Helen Grobert

Tune hat spezielle Naben mit Deutschland-Flagge gefertigt.

Olympia-Bike Helen Grobert

Wie alle Rock Shox-Piloten fährt auch Grobert die neue SID-Gabel. Für Olympia haben alle Athleten eine Rock Shox SID in babyblau bekommen. 

Olympia-Bike Helen Grobert

Fast wie Kulhavy: Helen Grobert fährt ihren Sattel vorne stark nach unten geneigt. Zudem an Bord: Die Rock Shox-Variostütze, die sie in den Rockgardens und Abfahrten absenken kann.

Olympia-Bike Helen Grobert

Grobert fährt die neue Sram Eagle XX1 mit einem 34er-Kettenblatt.

Olympia-Bike Helen Grobert

Ein Hauch von nichts: Die minimalistische Tune-Sattelstützenklemme am Ghost-Bike von Grobert.

Olympia-Bike Helen Grobert

Am Trainingsrad fährt die Deutsche ein Leistungsmess-System von SRM, am Race-Bike verzichtet sie auf das Mehrgewicht und lässt sich die wichtigsten Daten auf einem Sigma-Computer anzeigen.

 

Das Olympia-Bike von Sabine Spitz

Olympia-Bike Sabine Spitz

In dieser Saison fährt Sabine Spitz fast ausschließlich Fully. Auf dem Unterrohr prangt der Schriftzug des koreanischen Bike-Herstellers Wia Wis.

Olympia-Bike Sabine Spitz

Leichtbau-Lenker von Schmolke Carbon und Garmin-Computer auf dem Vorbau.

Olympia-Bike Sabine Spitz

Sabine Spitz fährt eine Gabel von Magura und die MT8-Stopper der Schwaben im grellen, neongelben Design.

Olympia-Bike Sabine Spitz

In der TS8-Gabel von Magura steckt ein Carbon-Laufrad mit Felge von Bike Ahead und Naben von Tune.

Olympia-Wahnsinn: die Regel 40

Bei Olympia ist alles eine Tick anders und komplizierter. Speziell im Hinblick auf das Material gelten bei Olympischen Spielen ganz eigene Regeln. Während sonst die UCI die Regeln im Mountainbike-Rennsport macht, hat bei Olympia das IOC das Sagen. Und so heißt es in der Regel 40 der „Olympic Charter“:

„Except as permitted by the IOC Executive Board, no competitor, team official or other team personnel who participates in the Olympic Games may allow his person, name, picture or sports performances to be used for advertising purposes during the Olympic Games.“

Das heißt übersetzt nichts anderes, als dass die Teams und Sponsoren, bei denen die Mountainbiker unter Vertrag stehen, nicht mit den Olympischen Spielen, ihren Bikes und ihren Athleten werben dürfen. Das soll den Branchenriesen und IOC-Geldgebern wie wie Coca Cola oder Samsung ihre exklusiven Marketingrechte sichern. Zudem soll diese Regel eine Über-Kommerzialisierung der Spiele verhindern. Lächerlich. Aber das IOC ist Veranstalter und macht die Regeln.

Deshalb wird man von Bike-Herstellern, Rennteams und Sponsoren wie Cannondale, Shimano oder Tune, die das IOC “Non-Olympic Commercial Partners“ nennt – nicht viel zu Olympia lesen. Auch Fotos der Fahrer mit Firmenlogo sind verboten. Sogar Wörter wie „Rio, Gold, Rennen, Sommer oder 2016“ schließt diese lächerliche Regel mit ein. 

So haben die Hersteller spezielle Lackierungen, Teile und Olympia-Bikes für ihre Atlheten aufgebaut, dürfen jedoch wärend der Spiele nicht darüber berichten. An jedem Teil darf der Firmenname auf jeder Seite nur einmal zu lesen sein. Das heißt, dass beispielsweise der zweite Tune-Schriftzug vorne an Groberts Lenker abgeklebt werden muss. Die Einhaltung wird streng kontrolliert. Der Facebook-Post von Scott zu Nino Schurters neuem Spark RC zeigt, wie vorsichtig die Bike-Hersteller mit dem Thema umgehen. Die einzige Alternative für sie: In den sozialen Netzwerken dürfen sie Beiträge von anderen teilen oder retweeten. 

Stefan Loibl am 20.08.2016

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