Seite 1: Red Bull Rampage 2015: Rückblick

Zwischen Talent und Wahnsinn: Rampage-Historie

  • Adrian Kaether
  • Laurin Lehner
 • Publiziert vor 5 Jahren

Bei der Rampage in Utah wird der König der Freerider gekrönt. Wir blicken zurück auf die Sieger, Stürze und besten Tricks aus zehn Jahren Rampage und zeigen alle Highlights seit 2001.

Das beste Mountainbike Event des Jahres? Das halsbrecherischste Event des Jahres? Das spektakulärste Event des Jahres? Das selbstmörderischste Event des Jahres? Wer die Red Bull Rampage beschreiben will, braucht ständig Superlative. Der Name alleine steht seit dem Debüt im Jahr 2001 für vollkommen durchgeknallte Streckenführung in einem der gefährlichsten Terrains der Welt: der roten Wüste von Utah.

Mit Speed, Style, viel Airtime und einer total verrückten Line holte Andreu Lacondeguy 2014 den Sieg bei der Rampage.

Wer die Rampage gewinnen will, braucht neben großem Talent, Mut und Leidensfähigkeit auch eine fähige Crew. Statt auf vorgefertigten Strecken, wie beispielsweise beim Downhill-Worldcup oder der FMB Diamond Series, wird bei der Rampage nur ein Start- und ein Zielpunkt festgeleget. In den Bereichen dazwischen können die Fahrer dann ihre eigenen Lines graben. Die Jury wird am Ende denjenigen aufs Podium heben, der die schwierigste Line mit den kompliziertesten Tricks am flüssigsten gemeistert hat.

Kyle Strait ist der einzige, der die Rampage bereits zwei Mal gewonnen hat. Auch 2015 wird mit ihm zu rechnen sein.

Ausgemachte Slopestyler ohne Big Bike-Talent haben also ebensowenig Chancen auf den Sieg wie Downhiller und Freerider ohne Slopestyle-Talent. Auch wenn dieser Titel nicht offiziell ist: die Red Bull Rampage krönt jedes Jahr den König der Freerider. Klar also, dass hier nur jemand siegen kann, der extrem stark in allen Disziplinen ist und dazu noch den Mut besitzt, alles in zwei Läufen zu kombinieren.

Kelly McGarry scheiterte 2014 gleich mehrmals am Canyon Gap. Doch er stand wieder auf.

Rampage-Historie: Die erste Rampage im Jahr 2001

Leider ist die Rampage wie kein anderes Mountainbike-Event wegen der ohnehin schon extremen Bedingungen stark vom Wetter abhängig. Regnet oder windet es, oder ist die Strecke nass, wird ein Start unmöglich. Zwar kann man im Oktober in Utah eigentlich mit stabilen Wetterverhältnissen rechnen, doch Schauer und Gewitter können die Austragung unmöglich machen. Bereits mehrmals wurde sie wegen zu starkem Wind abgebrochen, 2015 wurde sie um zwei Tage vorverlegt, weil die Prognose so düster war.

Die Rampage war nicht immer wie sie heute ist. 2001 wurde sie als reines Big Mountain-Event aus der Traufe gehoben. Es zählte vor allem, möglichst verrückte Lines den Berg hinunter zu fahren, ohne zu stürzen. Tricks waren sekundär und wurden nicht so stark bewertet. Diese Haltung wurde vor allem durch die ersten beiden Sieger Wade Simmons und Tyler Klassen geprägt. Als Pioniere sprangen sie erstmals Drops über zehn Meter Höhe. Auf seriennahen Bikes mit heute mehr als zehn Jahre alter Technik versteht sich.

Bei der nächsten Rampage, im Jahr 2003, brachte Sieger Cedric Gracia den Rockstar-Appeal nach Utah. Schon jetzt wurde die Rampage wesentlich professioneller und kommerzieller aufgezogen als zuvor. Gracia war auch einer der ersten, der die Rampage auch als Trick-Event verstand und baute in seine Lines neben den großen Drops auch kleinere Sprünge ein, die Möglichkeiten zum Tricksen boten.

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    Red Bull Rampage 2015: Rückblick
    Zwischen Talent und Wahnsinn: Rampage-Historie
  • 2
    Red Bull Rampage 2015: Vorschau
    Teil 2: Highlights, Stürze und Sieger der Vergangenheit
  • 3
    Red Bull Rampage 2015: Vorschau
    Teil 3: Die Favoriten der Rampage 2015

Schlagwörter: Andreu Lacondeguy Brandon Semenuk Freeride Rampage Red Bull Utah


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