Rad am Ring 2017: 24-h-Rennen und neuer Marathon

Rad am Ring mit neuem MTB-Marathon

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 4 Jahren

Das 24-h-Rennen im Schatten der Nürburg hat Kultstatus. Dieses Jahr gibt es außerdem erstmals einen Mountainbike-Marathon mit 25, 50 oder 75 Kilometern. Die Anmeldung läuft noch bis zum 10. Juli 2017.

Über 20 Kilometer Länge, gut 87 Kurven, enorme Höhenunterschiede, geringe Auslaufzonen, ein Durchschnitts-Speed jenseits der 180 km/h auf einer Straße, die oftmals kaum breiter als eine gewöhnliche Landstraße ist. Der Nürburgring, eröffnet bereits im Jahr 1927, ist ein Mythos der seinesgleichen sucht. Untrennbar verwoben mit Namen wie Fangio, Caracciola und Lauda. Jackie Stewart gab dem Phänomen Nordschleife, der wohl anspruchsvollsten und gefährlichsten Rennstrecke der Welt, ihren Namen: Die grüne Hölle.


Fast ebenso legendär geworden ist das seit 2003 ausgetragene Radevent „Rad am Ring“. Der Clou: Das Charisma der Strecke einfangen und auf das Bike übertragen. Die Teams sind in den Boxen untergebracht, gestartet wird im Fomel-1-Startblock, die Strecke führt durch die umliegenden Wälder, aber auch über die Rennstrecke selbst, auf der schon so viele legendäre Duelle von den größten Motorsporttalenten aller Zeiten ausgefochten wurden.

Auch Mike Kluge war schon im Schatten der Nürburg unterwegs. Seit 2015 ist er als Renndirektor für die MTB-Strecke verantwortlich.

Marathon und 24-h-Rennen: 29. und 30. Juli


Immer weiter haben die Veranstalter gearbeitet, um das Konzept „Rad am Ring“ auch uns Mountainbikern nahe zu bringen. Schon für die vergangenen Jahre wurde eine eigene Mountainbike-Strecke für ein Cross-Country-Rennen und das 24-Stunden-Rennen geschaffen, das mit einigen technischen Passagen auch ein Mindestmaß an Fahrtechnik voraussetzt, so dass Bike und Fahrer auch wirklich gefordert werden. Daran hat sich für 2017 nichts geändert.


Neu ist aber der Mountainbike-Marathon, der 2017 zum ersten Mal stattfindet. Er führt entlang des Streckenverlaufs der Nordschleife durch die Wälder. Eine Runde ist 25 Kilometer lang. 870 Höhenmeter müssen dabei bewältigt werden. Der Asphaltanteil liegt lediglich bei acht Prozent, Forststraßen und Schotterwege machen weitere 25 Prozent der Strecke aus, der Rest sind Trails, Wiesen- und Waldwege.

25, 50 oder 75 Kilometer?


Mountainbike-Profi und Cape-Epic-Legende Karl Platt ist vom Konzept des neuen Marathons begeistert: „Es gibt keinen Trail, der meine beiden Leidenschaften so genial verbindet wie der Nürburgring – Motorsport und Mountainbiken.“ Und tatsächlich kann sich die Strecke sehen lassen und wartet neben dem Charisma der Nordschleife im Hintergrund auch mit wurzeldurchsetzten und fordernden Trails auf. Im Rennen können je nach Wunsch eine, zwei oder drei Runden und damit 25, 50 oder 75 Kilometer gefahren werden. Außerdem gibt es ein Cross-Country-Rennen, Jedermann-Rennen oder man kann die Strecke einfach ohne Zeitnahme im Tourenmodus erkunden.


Der Marathon findet am Samstag, den 28. Juli statt. Die Startgebühr beträgt zwischen 42 und 58 Euro. Das 24-h-MTB-Rennen findet am Samstag, den 29. und Sonntag, den 30. Juli statt. Gefahren wird einzeln, in Zweier-, Vierer- oder Achter-Teams. Die Strecke ist 8,8 Kilometer lang, gut 170 Höhenmeter werden dabei pro Runde bewältigt. Teilnahmegebühren liegen zwischen 130 Euro für Einzelstarter und 980 Euro für ein Achter-Team mit Boxenplatz.


Alle Informationen, einen genauen Zeitplan und eine genaue Preisliste finden Sie auf der Website des Veranstalters.

Themen: 24-Stunden-RennenEifelMarathonNürburgringRad am Ring


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