Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup in Albstadt 2018

Worldcup-Stars, Party-Stimmung und jede Menge Action

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 2 Jahren

Mitte Mai kämpft die Cross-Country-Elite in Albstadt um Worldcup-Punkte. Wer sind die Top-Favoriten? Wo sind die besten Spots zum Zuschauen? Und wann startet welches Rennen? Hier der Überblick.

Stars, Party-Stimmung und jede Menge Action: Wenn am 20. Mai 2018 die Cross-Country-Elite beim Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup in Albstadt um wertvolle Punkte kämpft, kocht die Stimmung an der Strecke. Hier die wichtigsten Infos und heiße Tipps von MTB-Profi Manuel Fumic.

Der Worldcup-Zeitplan für Albstadt


FREITAG

  • 14:45 bis 15:45 Uhr: ALBGOLD Juniors Cup XCC-Powerflitzer, Altersklassen U9 bis U11 17:30 Uhr CC-Short Track, Damen
  • 18:15 Uhr CC-Short Track, Herren
  • 19:00 bis 20:00 Uhr ALBGOLD Juniors Cup XCC-Powerflitzer, Altersklassen U13 bis U17


SAMSTAG

  • 12:15 Uhr Start Junioren m/w
  • 14:00 Uhr Worldcup CC-Herren U23
  • 16:10 Uhr GONSO Albstadt MTB Classic, verschiedene Marathon-Distanzen
  • 20:00 Uhr Worldcup-Party


SONNTAG

  • 09:00 Uhr Worldcup CC-Damen U23
  • 11:20 Uhr Worldcup CC-Damen Elite
  • 14:35 Uhr Worldcup CC-Herren Elite

Kids-Rennen: Ab der Altersklasse U9 wird auch in Albstadt begeistert um die Wette gefahren.

Der Eintrittspreis für Sonntag beträgt 15 Euro pro Person (ermäßigt 10 Euro). Eine Karte für das ganze Wochenende kostet 20 Euro (ermäßigt 14 Euro), Familienkarten für das ganze Wochenende liegen bei 40 Euro. Im Vorverkauf auf www.world-cup-albstadt.de sind alle Karten reduziert. Der Besuch beim Short-Track-Rennen am Freitag ist kostenlos.


Wo entscheidet sich das Rennen?


Manuel Fumic ist der schnellste deutsche Fahrer. Er erklärt die spannendsten Abschnitte der Rennstrecke. Wo steht man als Zuschauer am besten?

Manuel Fumic, Deutscher Cross-Country-Meister

Die Worldcup-Rennstrecke in Albstadt hat eine Länge von 4,2 Kilometern und überwindet einen Höhenunterschied von 190 Höhenmetern. Hier die entscheidenden Schlüsselstellen und die besten Plätze zum Zuschauen. 

"Der beste Platz zum Zuschauen ist in der Nähe des Mitas Abbyss’ oder der Lefty Line. Da ist nicht nur am meisten Action, sondern man sieht uns Fahrer auch mehrmals pro Runde." Manuel Fumic

Im Bullentäle, Albstadt

"Im Bullentäle heizt Streckensprecher Sven Simon die Stimmung unter den Zuschauern richtig an. Die Schotterstraße geht nicht nur extrem steil bergauf, sondern ist auch sehr breit und ideal für Überholmanöver. Hier will sich jeder Fahrer in die beste Position für den langen Anstieg bringen."

Mitas Abbyss, Albstadt

"Nach dem Anheizen im Bullentäle kocht die Stimmung im Mitas Abbyss fast über, denn hier stehen die meisten Zuschauer. Als Rennfahrer versuche ich hier, immer meinen Konkurrenten so weh wie möglich zu tun, aber gleichzeitig so viel Schwung wie möglich mitzunehmen. Ich nehme immer die linke Spur. Die ist zwar etwas länger, aber einen kleinen Ticken schneller."

Devil's Corner, Albstadt

"Die Devil’s Corner hat es in sich, denn sie fordert einen ausgerechnet in dem Moment, in dem man ziemlich K.O. ist. Nach dem langen Anstieg ist der Körper am Limit. Wer sich nicht konzentriert, geht im extrem steilen Gelände schnell über den Lenker. Zudem ist der Abschnitt meist nass. Hier kannst du wenig Zeit gutmachen, aber im Fall eines Sturzes extrem viel Zeit verlieren."

Gonso-Uphill, Albstadt

"Nicht selten wird das Rennen am Gonso-Uphill entschieden, denn der Anstieg ist perfekt für Attacken oder taktische Spielereien. Der schmale Waldweg bietet wenig Überholmöglichkeiten, weshalb ich immer versuche, als Erster in den Streckenabschnitt einzubiegen."

Bundeswehrslalom, Albstadt

"Ein absoluter Geheimtipp für Zuschauer ist der Bundeswehrslalom im hinteren Teil der Strecke. Im Wald findet sich immer ein guter Platz zum Gucken, und der Slalom durch die Bäume ist spektakulär. Die kleinen Sprünge und Steinfelder sind anspruchsvoll. Selbst die Top-Fahrer kommen hier an ihr Limit. Vergangenes Jahr gab es hier Stürze.

Die Favoriten


Diese drei Fahrer haben beim Worldcup-Auftakt in Südafrika für Spannung gesorgt. Wir verraten, warum sie auch in Albstadt zu den absoluten Top-Favoriten gehören.

Sam Gaze


Samuel Gaze Specialized-Racing
Der 23 Jahre alte Neuseeländer hat beim Worldcup-Auftakt in Südafrika Schurters Siegesserie durchbrochen und sich die Führung im Gesamtklassement geholt. Er hat Blut geleckt. Aber kann er mit dem Druck der Favoritenrolle umgehen? Bereits 2016 gewann er in Albstadt das U23-Rennen. Im Sprint ist er nur schwer zu schlagen.


Nino Schurter


Nino Schurter, Scott-Sram
Er ist der König des Cross-Country-Sports und gewann in den letzten beiden Jahren das Rennen in Albstadt. Aber sein Thron wackelt, denn Anfang März wurde er seit über einem Jahr zum ersten Mal wieder geschlagen. Allerdings nur knapp, weil er im Sprint gegen Gaze aus dem Pedal rutschte. Mit seiner Revanche ist auf jeden Fall zu rechnen.


Maxime Marotte


Maxime Marotte, Cannondale Factory Racing
Der Franzose ist die letzten zwei Jahre still und heimlich in die Weltspitze vorgedrungen. Mit seinen 63 Kilo dürfte Marotte im Red Bull Climb kaum zu schlagen sein. Die schnellen Abfahrten kommen ihm zudem entgegen. Kann er nun seinen ersten Worldcup-Sieg feiern, oder reicht es wieder nur für einen Podiumsplatz?

Deutsche Hoffnungen


Auch die Frauen und die U23-Klasse kämpfen in Albstadt um Worldcup-Punkte. Gibt es hier vielleicht sogar einen deutschen Sieg?

Max Brandl


Maximilian Brandl, Lexware Racing Team
Der junge Freiburger gehört zu den absoluten Favoriten für das U23- Rennen. Letztes Jahr holte er bei der WM die Bronze-Medaille, und das erste Worldcup-Rennen 2018 beendete er auf Rang sechs. Wenn er mit dem Druck des Heim- Worldcups umgehen kann, ist ein Podestplatz realistisch. Wir drücken die Daumen!


Helen Grobert


Helen Grobert, Cannondale Factory Racing
Die 24-jährige Schwarzwälderin ist in der Form ihres Lebens. Sie gewann Vorbereitungsrennen und wurde beim Worldcup- Auftakt Vierte. Ihre Rundenzeiten von Südafrika hätten aber auch für die Top-Drei gereicht. Ihr Teammanager glaubt, dass sie ihren grandiosen Saisonstart nochmals toppen kann.


Im Interview: Worldcup-Organisator Stephan Salscheider


BIKE: Du hast jahrelang ein Bundesliga-Rennen organisiert, warum wolltest Du in Albstadt unbedingt einen Worldcup?
Stephan Salscheider: Ich wollte den Fans vor Ort etwas Einmaliges bieten. Die Athleten, die technisch wie konditionell auf ihrem Zenit stehen, und die große Team-Area gibt es nur beim Worldcup. Wenn die über 10000 Zuschauer das Bullentäle zum Kochen bringen, bekomme ich immer noch Gänsehaut. Die Organisation eines solchen Riesen-Events ist nicht leicht, aber für die einzigartige Show lohnt es sich.


Am Freitag feiert jetzt auch noch das Short Race seine Premiere. Was erwartet die Zuschauer?
Die schnellsten 40 Fahrer des Cross-Country-Worldcups werden auf einer kurzen, aber sehr spektakulären Strecke um Worldcup-Punkte und ihre Startposition für den Sonntag kämpfen. Als wir noch ein Bundesliga-Rennen organisierten, gab es schon ein ähnliches Sprint-Format. Schon damals war der Wettkampf extrem spannend.


Albstadt ist eine der wenige Strecken, wo noch Hardtails gefahren werden, was ist der Grund dafür?
Extrem steile und anspruchsvolle Strecken sind zwar spektakulär, aber auch selektiv. Eine Rennentscheidung fällt dann oft früh. Der Weltverband UCI will technisch und konditionell anspruchsvolle, aber machbare Strecken, die das Feld so lange wie möglich zusammenhalten, um die Spannung in die Höhe zu treiben. Wir nehmen diese Vorgaben sehr ernst und verzichten deshalb auf übertrieben schwere Rock Gardens. So bietet sich auf unserer Strecke ein Hardtail an.


Dein persönlicher Tipp: Wer gewinnt den Herren-Worldcup?
Ich war dieses Jahr beim Cape Epic und habe dort einen starken Jaroslav Kulhavy gesehen. Auch Manuel Fumic ist in Top-Form. Mein Tipp: Kulhavy vor Schurter und Fumic.

Stephan Salscheider organisiert den Worldcup in Albstadt

Schlagwörter: Albstadt BIKE 6/2018 Cross Country Manuel Fumic Race UCI Worldcup Vorschau Worldcup 2018


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