Große Namen bei der Marathon-WM in Laissac Große Namen bei der Marathon-WM in Laissac Große Namen bei der Marathon-WM in Laissac

Marathon Weltmeisterschaft 2016 Laissac: Vorschau

Große Namen bei der Marathon-WM in Laissac

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 5 Jahren

2016 wird auch Jolanda Neff bei der Marathon-WM angreifen, um gegen Hauptkonkurrentin Annika Langvad das Regenbogen-Trikot zu holen. Bei den Männern favorisiert: Lakata, Platt und Kulhavy.

Am kommenden Sonntag den 26. Juni 2016 findet in Laissac – in den französischen Pyrenäen – die Marathon-Weltmeisterschaft 2016 statt. Im Rahmen des Roc Laissagais, das bereits zum 25. Mal ausgetragen wird. Vor allem im Männerfeld haben auch einige Deutsche Chancen auf den Titel, sonst sind ungewöhnlich viele große Namen aus der Nachbardisziplin, dem olympischen Cross Country, vertreten.

Neff gegen Langvad: Duell jetzt auch beim Marathon

Allen voran das Duo Annika Langvad (Specialized) und Jolanda Neff (Stöckli). Während die Dänin bereits drei Mal den WM-Titel errungen hat und auch sonst immer auf der Langdistanz glänzen konnte, ist die Langstrecke für Ausnahmetalent Jolanda Neff noch ziemliches Neuland. Immerhin den Titel der Europameisterin konnte sie sich bereits im vergangenen Jahr sichern. Dieses Jahr will sie sich also auch die MTB-Krone im Marathon aufsetzen.

Ludwig Döhl Annika Langvad bei ihrem Worldcup-Sieg in Albstadt. Auch über die doppelte Renndauer dürfte sie eine heiße Kandidatin auf den Sieg sein.

Henning Angerer Jolanda Neff gibt dieses Jahr in Laissac ihr Debüt bei einer Marathon-WM.

Beide Damen sind in Topform, insbesondere Jolanda Neffs Erfolgshunger scheint nach ihrem schweren Saisonanfang so groß wie nie zuvor und ist mit ihrem Sieg in La Bresse sicher noch lange nicht gestillt. Die anderen beiden Siege im Cross-Country-Worldcup in dieser Saison gingen an Annika Langvad. Die sollte auf der Langdistanz auch ihre Erfahrung ausspielen können. Dennoch: Ein ebenbürtiges Duell der beiden Cross-Country-Favoriten 2016.

Sally Bigham (Topeak Ergon) ist die dritte im Bunde, die für einen der vorderen drei Plätze gut ist. Erst letztes Wochenende holte die Britin den Sieg beim Sellaronda Hero im Grödnertal. Nicht mit dabei ist in Laissac Vorjahressiegerin Gunn-Rita Dahle Flesjaa (Multivan Merida). Die Norwegerin konzentriert sich lieber auf die nur sechs Tage nach der Marathon-WM stattfindende Cross-Country-WM in Nove Mesto (CZE) und möchte ihre Form dafür nicht aufs Spiel setzen. Verzichten wird auch Sabine Spitz, der sich Jolanda Neff noch im vergangenen Jahr geschlagen geben musste. Auch sie hat ihren Fokus eher auf die CC-WM und natürlich auf Olympia in Rio gelegt.

Wer schlägt Titelverteidiger Lakata?

Alban Lakata kann sich 2016 kaum auf seinen Lorbeeren ausruhen. Denn dem österreichischen Langstrecken-Spezialisten droht Gefahr von allen Seiten. Da wäre zum Beispiel die deutsche Langstrecken-Legende Karl Platt (Bulls), der vor dem Rennen aber etwas tiefstapelt. Oder aber Lakatas eigener Teamkollege aus dem Kristian Hynek (Topeak Ergon). Auch bei Urs Huber (Bulls) sollte nach seinem Schweizer Meistertitel die Form stimmen.

Auch mit Markus Kaufmann (Centurion Vaude) muss man in Laissac rechnen. Bei der Sellaronda hat er mit dem zweiten Platz vor einer Woche zur Genüge bewiesen, dass er derzeit gut in Form ist. Zwar liegt ihm die Strecke in Laissac eher nicht, doch an einem guten Tag kann auch er sich Chancen ausrechnen. Leider nicht in Topform ist wohl Platts Teamkollege Simon Stiebjahn, der zwar eine gute Saison fährt, aber Anfang der Woche krank wurde und deshalb auf einen Start verzichtet. Mit einer Wildcard startet der Cross-Country-Fahrer Lukas Flückiger vom BMC Racing Team. Fit ist er sicherlich, auch seine Start-Schwierigkeiten werden beim Marathon nur eine untergeordnete Rolle spielen. Auch der starke Kolumbianer Hector Leon Paez, der vor einer Woche den Sellaronda Hero gewann, ist ein Kandidat für eine Medaille. Genauso wie der Portugiese Tiago Ferreira, der letztes Jahr das Marahon-Rennen in Laissac gewann.

Veranstalter Die Strecke bei der Marathon-WM 2016 in Laissac: 3130 Höhenmeter müssen die Herren auf den 90 Kilometern bezwingen.

Thomas Lienig Die Speerspitze der deutschen Marathon-Elite: Simon Stiebjahn, Karl Platt und Markus Kaufmann (v.l.). Hier bei der Siegerehrung der Deutschen Meisterschaft 2015.

Marius Maasewerd Alban Lakata weiß, wie man Titel holt. 2015 siegte er bei der Marathon-WM im Grödnertal. Doch die Strecke in Laissac unterscheidet sich deutlich vom Profil damals.

Den meisten Respekt wird man in Laissac aber vor „Powerhouse“ Jaroslav Kulhavy (Specialized) haben. Der Marathon-Weltmeister von 2014 gilt als einer der stärksten Langstreckenfahrer, wenn die Strecke keine zu steilen Anstiege aufweist. Auch er stapelte im Vorfeld des Rennens tief: „Für mich ist das gutes Training und ein Warm-Up für die Cross-Country-WM in Nove Mesto. Ich brauche nach meiner Verletzung im Frühjahr noch immer Wettkampfintensität. Das Profil sieht jedoch gut aus für mich und wenn ich eine Chance habe, werde ich versuchen ein gutes Resultat einzufahren. Aber ich werde nicht meine Form für Nove Mesto riskieren", sagte Kulhavy vor dem Rennen.

Red Bull Content Pool Jaroslav Kulhavy holte in La Bresse Platz fünf. Sein gebrochenes Handgelenk scheint ihn nicht mehr allzu sehr zu behindern. Sein Fokus gilt aber der Heim-WM in einer Woche in Nove Mesto.

Themen: Alban LakataAnnika LangvadJaroslav KulhavyJolanda NeffMarathonMarathon WMRennenUCIWeltmeisterschaften


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