Kolumbien ist die größte Drogenküche der Welt. Das Auswärtige Amt warnt vor Kriminalität, Korruption und Landminen. Jetzt will ein neues Etappenrennen Mountainbiker ins Land locken. Wir waren überrascht, wie berauschend die Fahrt durch die Anden ist – was natürlich nichts mit Kokain, sondern mit der dünnen Höhenluft zu tun hat.

  • BIKE-Redakteur Ludwig Döhl im harten Renneinsatz in Kolumbien
  • Kolumbien ist im Radsportfieber. Im 3000-Einwohner-Ort Salamina hat der Bürgermeister offiziell einen Feiertag ausgerufen, damit jeder das Etappenrennen erleben kann. 
  • Kontrastprogramm. Bevor es durch den Trubel der Etappenorte geht, führt die Strecke durch die spärlich besiedelten Anden. Redakteur Ludwig und Kumpel Tom kämpfen hier bereits mit der dünnen Höhenluft.
  • Die Karrenwege in den vielen Kaffee- und Bananenplantagen sind bergab anspruchsvoll und bergauf extrem steil. 20 Prozent Neigung sind keine Seltenheit.
  • Die Teerstraßen in den Ortschaften sind so steil angelegt, dass ein kleiner Bunny-Hop genügt, um meterweit durch die Luft zu segeln. Hier beweist Pablo Rodriguez, Zweiter der Masters-Kategorie seine Bikeskills.
  • Natur pur. Zwischen 1500 und 4200 Metern über Meeresspiegel, dem tiefsten und höchsten Punkt des Rennens, liegen drei Vegetationszonen.
  • Immer wieder stehen Schulklassen Spalier für die 70 teilnehmenden Zweier-Teams. Die Begeisterung der Einheimischen für das Rennen ist riesig. 
  • In den tieferen Lagen wachsen Bananen oder Kaffee am Streckenrand.
  • Vor allem am letzten Tag versüßen leichte Trails die Streckenführung. Die einheimische Bike-Szene hat in den Dschungel rund um Maninzales viele Wege mit Anliegerkurven und kleinen Sprüngen geschaufelt. Im März diesen Jahres ist sogar die Enduro World Series zu Gast.
  • Medienrummel: Wer die Zielorte erreicht, wird gefeiert wie ein Superheld. Sonya Looney und Amy McDougall, die Schnellsten bei den Damen, müssen täglich für Presse- und TV-Aufnahmen posieren.
  • Von 70 gestarteten Teams erreichen 53 das Ziel. Die schwere, goldene Siegestafel sichern sich der Holländer Hans Becking und Joris Massaer aus Belgien.