Hero MTB Himalaya – Etappenrennen in Indien

Wie die BIKE Transalp, nur ganz anders

  • Sarah Appelt
 • Publiziert vor 2 Jahren

Der Dalai Lama floh aus Tibet ins nordindische Dharamsala ins Exil. Genau dort endet auch das achttägige Etappenrennen Hero MTB Himalaya. Wie nah kommt man dem MTB-Nirwana auf dem Dach der Welt?


Same, same, but different. Das achttägige 

Hero MTB Himalaya 

durch die Berge Nordindiens orientiert sich am westlichen Vorbild BIKE Transalp – der Mutter aller MTB-Etappenrennen – und will doch so viel mehr sein als ein Mountainbike-Rennen. Unsere Autorin schildert ihre Eindrücke vom 14. Hero MTB Himalya* 2018.

Als Grant Usher aus Südafrika auf dem Podium des Cricket-Stadiums in Dharamsala stand und die Siegertrophäe in der Master-Kategorie entgegennahm, sprach er mir direkt aus der Seele: Er hätte schon an vielen Etappenrennen auf der ganzen Welt teilgenommen, doch MTB Himalaya vereine einfach das Beste aus allen Rennen: anspruchsvolle Etappen mit tollen technischen Singletrails und harten Anstiegen, grandiose Landschaften, großes kulturelles Erlebnis, exzellente Organisation mit wunderschönen Camps und hervorragendem Essen.

Soweit eine kurze Zusammenfassung des zehntägigen Mountainbike-Events durch den indischen Teil des Himalajas über eine Distanz von 650 Kilometern und 16 000 Höhenmetern. Von ursprünglich 85 Teilnehmern schafften es letztlich nur 52 ins Ziel, was die Härte dieses Rennens unterstreicht. Wer jedoch in guter Trainingsform ist, ein funktionstüchtiges Mountainbike besitzt – ein Fully ist empfehlenswert – und weder Unfälle, noch mechanische Probleme bekommt, sollte die Strecke von Shimla nach Dharamsala bewältigen können und am Ende zumindest eine Finisher-Medaille erhalten. Ich selbst sehe mich als leidenschaftliche, aber keineswegs großartige Mountainbikerin, weshalb ich mit meinem Ergebnis mehr als zufrieden bin: Platz 38 in der Gesamtwertung sowie Drittplatzierte in der Frauenkategorie.

Startort war Shimla, die ehemalige Sommerhauptstadt der Briten. Hier startete am ersten Tag auch ein kleiner drei Kilometer langer Prolog.

Das Starterfeld bestand ursprünglich aus 85 Fahrern. Am Ende erreichten 52 Fahrer das Ziel in Dharamsala.

Zwei Tage nach der Zieleinfahrt sitze ich nun in einem netten tibetischen Café in Dharamsala, genieße die Aussicht auf die Berge, während ich an einer Mango-Lassi nippe, genüsslich Momos (gedämpfte Teigtaschen) esse und dabei die letzten zehn Tage Revue passieren lasse. Es ist schon meine zweite Bestellung. Nicht, dass ich während des Rennens nicht genügend zu essen bekommen hätte, ganz im Gegenteil! Aber offensichtlich ist mein Körper noch damit beschäftigt, meine Energiereserven wieder voll aufzuladen. Bewegen kann ich mich gerade eh noch nicht. Meine Oberschenkel schmerzen zu sehr. Also bleibe ich sitzen, esse und schreibe meine Gedanken zu diesem grandiosen Mountainbike-Erlebnis nieder:

Wenn ich an die Registrierung in Shimla zurückdenke, kann ich kaum glauben, dass seither nur zehn Tage vergangen sein sollen. So viel habe ich erlebt, gelernt und Neues entdeckt. Shimla ist die Hauptstadt des Bergstaates Himachal Pradesh ganz im Norden Indiens. Mit dem Bus benötigt man acht Stunden von Delhi, dann ist man auch schon angekommen in der auf 2000 Meter über den Meeresspiegel gelegenen ehemaligen Sommerhauptstadt der Briten. Neben der britischen Atmosphäre gibt es hier vor allem bunte Märkte, chaotischen Verkehr und viele, viele herrliche Mountainbike-Strecken.

Über acht Etappen ging es durch eine der schönsten Himalaja-Regionen in Indien.

Übernachtet wurde in Camps, die jeden Tag neu aufgeschlagen wurden.

Manche Mountainbike-Größe kommt immer wieder

Das Hero MTB Himalaya Rennen ist ein vergleichsweise kleines Rennen mit nur 85 Teilnehmern. Allerdings ist für viele Mountainbike-Größen aus der ganzen Welt ein fester Termin im Rennkalender. Der Deutsche Andreas Seewald nahm mittlerweile schon zum dritten Mal teil und belegte in diesem Jahr den zweiten Platz. Auch der Spanier Milton Ramos ist eine wahre Mountainbike-Legende und begeisterte mit seinem technischen Fahrkönnen. Die beiden Norweger Thomas Engelsgjerd und Ole Hem konnten dieses Jahr den ersten und dritten Rang belegen.

Die beiden schnellen Norweger Ole Hem und Thomas Engelsgjeard.

Das Team Micael Isidoro (Portugal) und David Kumar (Indien) konnten den zweiten Platz in der Teamwertung belegen. David Kumar gilt als der beste Inder. Insgesamt auf Rang 10, gewann er den Titel in der Kategorie Asien.

Dieses Jahr gab es auch fünf Teilnehmer aus Südafrika, darunter der 19-jährige Juan Louw.

Auch Catherine Williamson ist ein bekanntes Gesicht: Die Britin gewann das Rennen bereits zum vierten Mal in Folge in der Frauenkategorie. Die beiden Deutschen Marvin Augustinyniak und Felix Fritsch trugen den Sieg in der Teamwertung davon. Daneben gab es starke Teilnehmer aus Südafrika, Portugal, Australien, Polen, Belgien, Russland und natürlich Indien sowie eine weitere große Anzahl an "Normalos" und Exotischen. Seit 13 Jahren tritt beispielsweise der barfußfahrende Inder Datta Patil alljährlich in die Pedale, und Mohmad Amin Sole aus Bangladesch reiste mit seinem einfachen Achtgangfahrrad nach Indien. Auch die beiden Polen Dawid und Marcin hatten ihren Spaß bei der Teilnahme, obwohl sie auch ab und zu schieben mussten. Das Bier im Camp schmeckte den beiden nach einem anstrengenden Tag umso besser.

Die Startgebühr von 1000 Dollar klingt erst mal nach viel

Alle Sportbegeisterten erwartet beim MTB-Rennen ein gut organisiertes All-Inklusive-Mountainbike-Abenteuer in Indien. Zwar klingt eine Startgebühr von 1000 US-Dollar nach viel Geld, doch ist von Startschuss bis Zieleinfahrt alles im Preis inbegriffen: Unterkünfte im Hotel und Camp mit Duschmöglichkeiten und Toiletten, Schlafsäcken, Matratzen, einer ausgenzeichneten Non-Stop-Verpflegung, Gepäcktransport, Bike-Reinigung, Siegerehrung sowie Abschlussparty – ja, selbst der Mechaniker vor Ort. Ausschließlich die Massage bei der südafrikanischen Physiotherapeutin Sanja muss man zusätzlich bezahlen.

Neben professionellen Fahrern aus der ganzen Welt nahmen am MTB Himalaya auch viele Hobbyfahrer teil.

Das einzigartige an dem Rennen: Hier ist jeder gleich! Ob Weltspitze oder Mountainbike-Anfänger – alle wohnen im selben Camp, essen miteinander, tauschen sich über Etappen und Ernährungsratschläge aus und gehen am nächsten Tag gemeinsam an den Start. Dadurch entsteht nicht nur eine wunderbare familiäre und freundschaftliche Atmosphäre, sondern es findet auch ein toller Austausch zwischen den Fahrern statt.

Für mich und vor allem viele indische Teilnehmer ist dies eine unglaublich tolle Möglichkeit, mehr über den Mountainbike-Sport zu lernen. Während wir gemeinsam im Speisezelt snacken, berichtet Thomas von seinem Training zu Hause in Norwegen und Andi erzählt von seiner Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Der siebenmalige Weltmeister im 24-Stunden-Fahren, Jason Englisch, bastelt an seinem Laptop sogar schnell eine kleine Präsentation, um uns an einem Abend am Lagerfeuer einen Vortrag zum Leistungssport im Mountainbike-Sport zu halten. Auch der Mountainbike-Coach Alex Kruger aus Südafrika gibt zusammen mit seinem Partner Juan Louw eine kleine Trainingseinheit am Ruhetag im Camp.

Ich selbst berichte von meinem Leben im indischen Himalaja. Seit acht Jahren in Indien ansässig, habe ich viel zu erzählen: über die indische Kultur oder die schönsten Mountainbike-Touren auf dem Subkontinent. Außerdem diene ich als Vermittlung zwischen dem indischen Organisationskomitee und den Ansprüchen der westlichen Teilnehmer.

Kulturelle Kurztrips, die Küche und Kricket

Neben dem Mountainbiken steht beim MTB Himalaya vor allem der kulturelle Austausch auf dem Programm. Wäre doch schade, wenn man den weiten Weg nach Indien reist, ohne Land und Leute kennenzulernen. Doch die Rennleitung sorgt für einen tiefen Einblick in die indische Kultur. Dies beginnt schon am Tag der Registrierung mit einer gemeinsamen hinduistischen Feuerzeremonie, um die Götter für das Rennen wohlzustimmen. Am Ruhetag wird ein kleiner Ausflug zur örtlichen Schule organisiert, wo wir gemeinsam tanzen und singen. Auf dem ausladenden Buffet finden sich auch immer einheimische indische Spezialitäten.

Während des Rennens werden traditionell kleine Kooperationsprojekte mit der einheimischen Gemeinde umgesetzt. So wurden Dorfschulen besucht, um Schulhefte zu verteilen und über Umweltschutz aufzuklären.

Doch letzten Endes geht es beim MTB Himalaya natürlich darum, die anspruchsvollen Etappen zu meistern. Auf und ab führen sie durch die malerische Himalaja-Region: Täglich sind sie zwischen 60 und 100 Kilometer lang, und es müssen jeweils bis zu 2800 Höhenmeter überwunden werden – eben so viel geht es oft auch bergab.

Es geht durch eine noch weitestgehend unerschlossene Region des Himalajas mit schroffen Schotterpisten, Feldwegen, tollen Waldpfaden und Routen über Almen, durch Dörfer und über kleine Bäche. Nicht selten führen die Pfade auch einmal direkt über das Grundstück eines indischen Bauern. Dann winken die Kinder uns Fahrern fröhlich, während die Frauen uns ungläubig hinterherschauen – nicht ohne einen Apfel anzubieten. Doch dieser wird meistens dankend abgelehnt, denn an den zwei bis drei Verpflegungsstationen werden die Fahrer ausreichend mit Getränken, Bananen, Kuchen, Kartoffeln, Eiern und Schokoriegeln versorgt.

Die Routen sind eine Mischung aus Gravel, Waldwegen, Singletrails und etwas Asphalt.

Oft ging es auch über schmale betonierte Dorfwege mit vielen Stufen und rutschigen Wasserrinnen.

Auf jeder Etappe warteten zwei oder drei Verpflegungsstationen.

Auch Marco vom Mechaniker-Team Radl Rasti bestritt mit seiner Team-Kollegin Christine die eine oder andere Etappe.

Während die Profis täglich zwischen drei und fünf Stunden unterwegs waren, saß ich und so manch Anderer in der Regel um die acht Stunden im Sattel – lange, manchmal auch schmerzhafte, aber wundervolle Stunden auf den schönsten Pfaden des Himalajas. Dafür war die Ankunft im Camp dann umso schöner: Es warteten nette Mountainbiker zum Plauschen, ein leckeres Mittagessen und eine warme Dusche.

Doch die Zeit im Camp war auch gefüllt mit einem straffen Programm. Je später ich ankam, desto weniger Zeit blieb mir für die Regeneration und die Vorbereitung auf die nächste intensive Etappe: Fahrrad putzen und checken, Wäsche waschen, Dehnung und Massage und viel, viel Essen. Das fleißige Küchenteam brutzelte rund um die Uhr in ihren großen Töpfen.

Die 24-Stunden-Verpflegung begann mit einem umfangreichen Frühstück bestehend aus Haferflocken, Omelette, Sandwiches, indischem Brot, Joghurt und heißen Getränken. Im nächsten Camp dann die Fortsetzung in Form von Mittagessen und schließlich Abendbrot, dazwischen Snacks – eine Mischung aus indischen und europäischen Speisen mit vegetarischen und nicht-vegetarischen Angebot. Trotz der intensiven Stunden auf dem Fahrrad hat wohl kein Rennteilnehmer während der Tage an Gewicht verloren.

So vergingen die Tage von Station zu Station mit einem sehr schönen Ruhetag an Tag vier, bis wir schließlich in Dharamsala ankamen – einem kleinen Bergort, in dem der Dalai Lama mit seiner tibetischen Gemeinschaft im Exil lebt. Für mich der perfekte Ort, um so ein ereignisreiches Rennen zu beenden und anschließend ein paar Tage zu verweilen.

Der Spanier Jorge Padrones nimmt am Kulturprogramm während des Ruhetags teil.

Zielankunft in Dharamsala der beiden Deutschen Andreas Seewald (Platz 2) und Holger Haarschmidt ( Platz 5).

Siegerehrung im Kricket-Stadion von Dharamsala. Nach acht Etappen schaffte es der Norweger Thomas Engelsgjeard vor Andreas Seewald und Ole Hem auf den ersten Platz.

Die Preisverleihung im internationalen Kricketstadion war natürlich ein weiteres Highlight. Trotz der tollen Organisation eines wirklich aufwendigen Events muss man sich natürlich immer bewusst sein, dass das Rennen in Indien stattfindet und hier, nun ja, alles auch ein bisschen anders abläuft. Indischer eben. Anstatt dagegen anzukämpfen, ist es allemal besser, die Dinge so hinzunehmen, wie sie sind, und es unter "indische Erfahrung" abzubuchen.

So wird beispielsweise der Zeitplan nicht immer eingehalten. Dann wird das Frühstück nicht um 6:30 Uhr, sondern erst um 7:00 Uhr serviert. Gerade in diesem Jahr gab es nach sehr heftigen Regenfällen einige Erdrutsche, wodurch auch das gesamte Campteam so manchen längeren Umweg machen musste, um das nächste Camp zu erreichen. Und das verzögerte eben auch den Zeltaufbau und die Vorbereitung der Mahlzeiten.

Auch die Startzeit verschob sich gut und gern mal ein paar Minuten nach hinten, und ja, vielleicht war die eine oder andere Verpflegungsstation ein bis zwei Kilometer weiter entfernt als angegeben. Alles Kleinigkeiten, wenn man darauf eingestellt ist. Letzten Endes war MTB Himalaya 2018 für mich einfach nur eine aufregende Zeit und ein Abenteuer, das ich jedem Mountainbiker und Abenteurer nur eingehend ans Herz legen kann.

Zur Autorin: Sarah Appelt

Sarah Appelt lebt und arbeitet seit 2009 in Indien.

Sarah Appelt lebt seit 2009 in Indien. Ursprünglich kam sie im Rahmen eines einjährigen Freiwilligenprogramms nach Delhi und arbeitete in einem Slum für eine indische gemeinnützige Organisation.

Land und Menschen zogen sie während dieser Zeit so in ihren Bann, dass sie entschied, in Indien zu bleiben und Aktiv- und Erlebnisreisen in Indien anzubieten. Nach ihrem Tourismusstudium sowie Kursen in diversen Bergsportdisziplinen und Yoga, zog sie in den kleinen Bergort Manali in der Himalaja-Region.

Von hier aus organisiert sie nicht nur ihre Reisen, sondern folgt ihren Leidenschaften für das Mountainbiken und Bergsteigen. Als ersten weibliches Mitglied des indischen Mountainbike Teams "Hero Action Team" nimmt sie regelmäßig an indischen Mountainbike-Events teil und nimmt eine Vorbildrolle für indische Mädchen und Frauen im Mountainbike-Sport ein.

In ihrem Blog berichtet sie regelmäßig über ihr Leben in Indien und Yoga, ihre Reisen sowie natürlich übers Mountainbiken in Indien.


* Veranstaltungsname in englischsprachiger Schreibweise. Im Text wird für das asiatische Gebirge die vom Duden empfohlene deutsche Schreibweise verwendet: Himalaja.

Schlagwörter: Etappenrennen Himalaja Indien


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