Schweiz dominiert European Games Schweiz dominiert European Games Schweiz dominiert European Games

European Games 2015 in Baku

Schweiz dominiert European Games

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 6 Jahren

Bereits seit den 60er-Jahren gibt es kontinentale Spiele in Amerika und Asien. Mit den European Games zieht Europa nun nach. Im Mountainbiken landen Jolanda Neff und Nino Schurter ganz vorne.

Die European Games in Baku (Aserbaidschan) feiern dieses Jahr Premiere. Damit zieht Europa mit einigem Rückstand den anderen Kontinenten nach. Denn bereits seit 1951 gibt es die Asien- und die panamerikanischen Spiele, seit 1963 die Pazifikspiele und seit 1965 die Afrikaspiele.

Die Planung für die European Games durch das Olympische Komitee läuft etwa seit 2012, das Vorbild sind natürlich die Olympischen Spiele. So sollten auch bei den Europa-Spielen alle Olympischen Sportarten in einer Serie von Wettkämpfen vereint werden. Die Ausrichtung der ersten Europaspiele in Baku wurde durch Abstimmung festgelegt. Allerdings gab es keine Gegenkandidaten.

Getty Images,Harry Engels Staubig, heiß und wenig technisch: So präsentierte sich der MTB-Kurs bei den European Games in Baku.

Schweiz mit Top-Fahrern vertreten

Wie es scheint, hat zumindest die Schweiz das neue Format von Anfang an ernst genommen. Kein Wunder also, dass das Land sich mit fünf von sechs Medaillen einen rekordverdächtigen Anteil der Mountainbike-Medaillen sicherte.

Bei den Männern war es Nino Schurter, der am Kaspischen Meer den Sieg davontrug. Lukas Flückiger und Fabian Giger folgten Schurter auf den Plätzen zwei und drei. Marco Fontana fuhr auf die neunte Position, José Hermida konnte das Rennen nicht beenden. „Ich kenne Fabian und Lukas gut und wir sind gute Freunde. Es war der Wahnsinn hier an einem Strang ziehen und auf dem Podium stehen zu können", sagte Schurter nach dem Rennen.

Getty Images,Michael Steele Lukas Flückiger, Nino Schurter und Fabian Giger feiern ihren Schweizer Dreifach-Triumph.

Doch viele andere wichtige europäische Top-Fahrer suchte man an der Startlinie vergebens. Weder Frankreich mit Julien Absalon, noch Deutschland mit Manuel Fumic oder Moritz Milatz waren vertreten. Bleibt nur zu hoffen, dass die Europa-Spiele noch an Prestige gewinnen, damit in vier Jahren dann ein tatsächlicher paneuropäischer Wettbewerb zustande kommt.

Getty Images,Harry Engels Die Medaillen der Frauen gingen an Kathrin Stirnemann, Jolanda Neff und Maja Wloszczowska (von links).

Bei den Damen ein ähnliches Bild: Auch hier schickte die Schweiz mit der Sprint-Weltmeisterin Kathrin Stirnemann und Weltmeisterin Jolanda Neff zwei extrem hochkarätige Fahrerinnen an den Start. Sie sicherten sich die Plätze eins und zwei. Die Bronzemedaille ging an Maja Wloszczowska aus Polen. Blaza Klemencic fuhr auf den sechsten, Jenny Rissveds auf den achten Platz.

Getty Images,Harry Engels Jolanda Neff im Wind des Kurses in Baku auf dem Weg zum Sieg.

Noch kein wirklicher europäischer Wettbewerb

Auch hier fehlten zahlreiche europäische Top-Stars. Weder Annika Langvad, die beiden Deutschen Helen Grobert oder Sabine Spitz, noch Gunn-Rita Dahle Flesjaa oder Julie Bresset gingen in Baku an den Start.

Zwar haben die Europa-Spiele bei ihrer Premiere einige wichtige europäische Athleten vereinen können, doch viele Länder waren nicht mit ihren Top-Fahrern dabei. Der Start ist also gelungen, doch von einem europäischen Wettkampfniveau kann man nicht sprechen. Bleibt zu hoffen, dass auch die oben genannten Länder für die nächste Ausgabe der Europa-Spiele ihre Top-Athleten ins Rennen schicken.

Wiederholung in der Sport1-Mediathek

Wenn Sie die MTB-Rennen von Baku noch einmal in der Wiederholung sehen wollen, können Sie das in der Mediathek von Sport1 hier tun.

Themen: Cross Country RennenJolanda NeffNino Schurter


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