Trek feiert im Schlamm Schottlands Trek feiert im Schlamm Schottlands Trek feiert im Schlamm Schottlands

Enduro World Series #3 in Schottland

Trek feiert im Schlamm Schottlands

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 6 Jahren

Nur eine Woche nach dem überraschenden Sieg von Greg Callaghan in Irland ging dieses Wochenende die Enduro World Series beim Tweed Love in Schottland in die nächste Runde.

Nebel in den dunklen Wäldern, starker Wind auf den Hochebenen und Regen, der den weichen Boden der Stages in wahre Matschlöcher verwandelte. Sogar die Sonne lugte trotzden ab und zu durch die Wolken. Das Wetter war der Faktor, der das Rennen dominierte. Insgesamt acht Stages sollten in Schottland beim dritten Stopp der Enduro World Series am Samstag und Sonntag gefahren werden. Zwei Stages musste der Veranstalter wegen zu schlechter Bedingungen am Sonntag absagen.

Impressionen EWS Schottland

4 Bilder

Bilder vom dritten Stopp der Enduro World Series 2015 in Schottland.

Ein glücklicher Tag für Trek

Davon profitierte vor allem das Team Trek. Mit Justin Leov und Tracy Mosley konnten sich beide Spitzenfahrer des Teams auf den teilweise extrem tretintensiven Stages durchsetzen. Eine kleine Überraschung für Justin Leov, der nach dem ersten Renntag nur auf Rang fünf lag und seinen Sieg deswegen zunächst nicht begreifen konnte.

Matt Wragg,Enduro World Series Justin Leov auf seinem Weg zum Sieg.

„Ich habe es noch gar nicht verdaut. Denn nach Tag eins dachte ich nicht, dass ich so viel Zeit wieder reinholen kann. Doch ich habe es geschafft. Es war eine große Überraschung für mich als ich die Zielline überquerte und meinen Namen an erster Stelle auf der Anzeigetafel fand. Ich musste mehrmals hinsehen“, sagte Leov im Ziel. Er hat damit seinen ersten Sieg bei der Enduro World Series überhaupt eingefahren und hat dadurch sogar die Führung in der Gesamtwertung übernommen.

Matt Wragg,Enduro World Series Das Podium der Herren: Florian Nicolai, Justin Leov und Greg Callaghan (von links).

Auf Rang zwei bei den Männern landete Florian Nicolai (Rocky Mountain), Rang drei besetzte Greg Callaghan (Cube), dem damit das Glück weiter hold zu sein scheint. Fabien Barel landete auf Rang vier, Jerôme Clementz abgeschlagen auf Rang 15. Bei den Damen lagen mit Anne Caroline Chausson (Ibis), Cecile Ravanel (Commencal) und Anneke Beerten (Specialized) wieder die üblichen Verdächtigen auf den Rängen zwei, drei und vier.

Matt Wragg,Enduro World Series Das Podium der Damen: (v. l. n. r.) Anne Caroline Chausson, Tracy Moseley und Cecile Ravanel.

Raphaela Richter siegt in der U21

Doch nicht nur für Trek war es ein guter Tag. Auch die deutsche Enduro-Hoffnung Raphaela Richter (Radon) räumte in Schottland kräftig ab und sicherte sich den ersten Platz. Damit liegt sie gleich nach ihrem ersten EWS-Rennen bereits auf Platz zwei in der Gesamtwertung. In Neuseeland und Irland konnte sie – vermutlich aus finanziellen Gründen – nicht dabei sein.

Wir sind gespannt wie sie sich weiter schlagen wird. Zwar hat sie 200 Punkte Rückstand auf die Führende Axelle Murigneux (Chamrousse Enduro Team), doch die Enduro World Series ist noch lange nicht vorbei. Immerhin drei der noch folgenden fünf Rennen sind auch mit kleinerem Budget erreichbar. Wie konkurrenzfähig Raphaela Richter tatsächlich ist, hat sie bereits bei der European Enduro Series vergangenes Jahr bewiesen, wo sie sich trotz fehlender U21-Klasse den dritten Platz in der Gesamtwertung sichern konnte.

Die vollständigen Ergebnisse finden sie auf der Website der EWS .

Themen: Enduro World SeriesFabien BarelJerome ClementzTracey MosleyTrek


Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der BIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Frankreich: Supertrail bei Nizza von Fabien Barel
    BIKE-Supertrail: Col du Savel in Südfrankreich

    10.04.2019Hinter Nizza schaukeln sich die Hügel zu den ersten Bergen von Blausasc auf. Die Heimat von Enduro-Ass Fabien Barel. Der liebt Vielseitigkeit, insbesondere auf seinem ...

  • Trek Fuel EX 8 WSD

    30.06.2008Für 2.500 Euro erhält man mit dem “Fuel EX 8 WSD” ein lupenreines All- Mountain-Bike mit sehr guten Abfahrtseigenschaften und einem spielerischem Handling.

  • Dauertest 2005

    31.01.2006Im Dauertest haben wir zwölf Bikes durch alle Wetter getrieben – extremer Verschleiß ist da vorprogrammiert. Wie haben die Bikes die Strapazen verkraftet?

  • Enduro World Series #2 2016 Cerro Catedral, Argentinien
    EWS #2: Enduro für Downhiller in Argentinien

    07.04.2016Der zweite Stopp der Enduro World Series brachte einige Überraschungen mit sich. Mit "Blenki" und Casey Brown fuhren zwei Downhill-Spezialisten aufs Enduro-Podium.

  • Trek Superfly 100

    15.08.2011Die Basis ist sehr gut, aber Lenker-und Reifenwahl sind fragwürdig. Erst mit Tuning-Maßnahmen entfaltet das Trek sein volles Potenzial.

  • Enduro-Blog 2015 von Raphaela Richter #04
    EWS 2015 #3: EWS-Premiere und Sieg in Schottland

    11.06.2015Erster Einsatz bei der Enduro World Series, erster Sieg: Raphaela Richter siegte in Schottland in der U21-Kategorie überlegen und wäre bei den Elite-Damen Zehnte geworden.

  • Enduro World Series #6 Whistler: Rennbericht
    Local Jesse Melamed holt Platz zwei

    17.08.2016In einem brutalen Kraftakt bei der EWS #6 in Whistler hatten Rude und Ravanel am Ende die Nase vorn. Local Jesse Melamed wurde überraschend Zweiter und Anne-Caroline Chausson ...

  • Video: Jérôme Clementz in Indonesien
    Video: Jérôme Clementz auf dem Mount Rinjani

    12.01.2015Es gibt viele Arten, dem Winter zu entgehen. Jérôme Clementz ist mit seiner Freundin Pauline Dieffenthaler nach Indonesien geflüchtet und hat den Mount Rinjani mit dem Bike ...

  • Dauertest: Trek Remedy 9
    All Mountain Bike: Trek Remedy 9 im Langzeit-Test

    13.02.2017Viele Testsiege und eine lange Historie kennzeichnen die Remedy-Reihe. Wie sich das dekorierte All Mountain mit 27,5"-Laufrädern fährt, ist bekannt. Die Haltbarkeitsfrage wird ...