Enduro World Series 2019: Madeira

Maes und Courdurier siegen – Überraschung auf Rang zwei

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor einem Jahr

Madeira ist ein Trail-Paradies, das wurde im EWS-Rennen am Wochenende wieder deutlich. Die Top-Favoriten Maes und Courdurier brillierten, dahinter sorgten andere für überraschende Momente.

Staubig, steinig, spektakulär: Zwei volle Tage dauerte das EWS-Rennen auf Madeira und sparte auch sonst nicht an Superlativen. Schon auf Stage eins wurden die Racer mit jede Menge felsiger Passagen, maximalem Speed bei gleichzeitig bester Aussicht auf den Atlantik konfrontiert. Es folgten: einer der ältesten Pfade der Insel, angelegt von portugiesischen Seefahrern im ausgehenden Mittelalter (Stage 2), der Trail, auf dem Loic Bruni sein Segment für den Gamble Film drehte (Stage 4) , Josh Brycelands "Madeira Dreamin‘" Trail (Stage 5)  sowie eine ehemalige Strecke des portugiesischen Downhill-Cups (Stage 6). Die Queens-Stage war aber trotz der anderen Highlights die siebte Stage des Rennens – ein Trail der schon jetzt als Trail of the Year gefeiert wird. Kein Wunder, dass da die EWS #3 2019 in Madeira schon jetzt als eines der anspruchsvollsten Rennen dieses Jahres gilt.

Der portugiesische Meister Jose Borges nutzte seine Chance: Nach dem Sturz von Dailly fuhr er auf Rang zwei.

Drei Stage-Siege am ersten Tag: Courdurier und Maes gehen in Führung

Es waren, wie erwartet, Martin Maes und Isabeau Courdurier, die schon am ersten Tag klar zeigten, warum sie beide im Moment in der Top-Favoritenrolle sind. Der Belgier und die Französin holten alle drei Stagesiege und konnten damit etwas entspannter in den zweiten Tag des Rennens starten. Doch während Maes auf Stage vier – Loic Brunis Gamble Trail – weiterhin der Schnellste war, musste sich Courdurier ihren Verfolgerinnen Noga Korem und Ella Conolly geschlagen geben.

Ella Conolly verteidigte am Ende sogar Rang drei gegen Morgane Charre – ein Wahnsinns-Ergebnis!

Ella Conolly: Rookie auf Rang drei

Courdurier überließ das oberste Podestplätzchen allerdings nur kurz den Anderen und schon ab Stage fünf setzte sie sich wieder an die Spitze, holte die verbliebenen Stages des Tages sowie den verdienten Rennsieg. Mit Noga Korem auf Rang zwei und Ella Conolly auf Rang drei haben die beiden Fahrerinnen aber ein Top-Ergebnis hinter Courdurier eingefahren. Für Conolly war es sogar das erste EWS-Podium überhaupt! Die junge Engländerin hatte hart gekämpft und sich noch auf den letzten Stages den dritten Rang gegen die ehemalige Downhill-Weltmeisterin Morgane Charre gesichert.

Wieder nicht zu schlagen: Isabeau Courdurier gewann beim EWS-Stopp auf Madeira sieben von acht Stages.

Bei den Männern zeigte Martin Maes auch am zweiten Tag seine unglaubliche Form. Der Belgier scheint im Moment kaum zu schlagen zu sein und verstand es auch auf Madeira immer wieder, mit einem Mix aus überlegtem Risiko und Zurückhaltung an den passenden Stellen zu konstant guten Resultaten zu gelangen. Die Stages fünf und sechs beendete er zwar nicht als schnellster Fahrer, doch er verlor jeweils nur Sekundenbruchteile. Vielleicht sparte er sich so die entscheidenden Körner, um auf den letzten Stages noch einmal angreifen zu können. So brachte er es am Ende auf sechs gewonnene Stages (von acht) – wieder ein klarer Sieg für Martin Maes.

Sam Hill zum ersten Mal auf 29-Zoll-Laufrädern: Ein gelungenes Debüt mit Platz fünf, aber der Australier will mehr und gibt sich für das nächste Rennen angriffslustig.

Adrien Dailly: Sturz auf Stage sieben

Adrien Dailly war der zweite schnelle Mann des Rennwochenendes. Doch der Franzose verlor am Ende offensichtlich die Balance zwischen Risiko und Sicherheit: Ein Sturz auf der vorletzten Stage kostete ihn wertvolle Sekunden, sodass er von Rang zwei auf Rang vier zurückfiel. Der portugiesische Meister Jose Borges und der Kanadier Jesse Melamed nutzten die Chance und besetzten die Plätze zwei und drei auf dem Podium, sehr zur Freude der portugiesischen Fans. Dailly befindet sich aber in guter Gesellschaft vor Sam Hill auf Platz fünf. Ihnen und allen anderen EWS-Startern bleibt nun ein Monat der Vorbereitung, um im Juni im italienischen Val die Fassa wieder voll angreifen zu können.

Martin Maes mal wieder unschlagbar: Der Belgier war auch auf Madeira kaum aufzuhalten. Daran hat sich auch mit dem blau-silbernen Red-Bull-Helm nichts geändert.

Alle Ergebnisse zur EWS in Madeira finden Sie auf der Website der Enduro World Series.

Schlagwörter: Enduro World Series EWS 2019 Isabeau Courdurier Madeira Martin Maes


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