Deutsche Meisterschaften Cross Country 2018: Rennbericht

Fumic und Brandau holen Deutsche Meistertitel

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor 2 Jahren

Am vergangenen Wochenende wurden auf dem "Bomb-Trail" in St. Ingbert die deutschen XCO-Meister gekürt. Wie erwartet konnten Fumic und Brandau am meisten überzeugen und sicherten sich die DM-Titel.

Im saarländischen St. Ingbert ging es am letzten Wochenende für die deutsche Cross-Country-Elite aufs Ganze. Nicht nur eine Goldmedaille gab es abzuräumen, sondern auch das einjährige Recht auf das schwarz-rot-goldene Meistertrikot. Eine der begehrtesten Auszeichnungen überhaupt. Klar, dass sich da alle Konkurrenten mächtig ins Zeug legten, doch die Top-Favoriten waren am Ende nicht zu schlagen.

Bei den Männern war der wiedererstarkte Cannondale-Athlet Manuel Fumic aus Kirchheim die treibende Kraft. Wobei er das Treiben zunächst anderen überließ. Georg Egger, Ben Zwiehoff und Martin Gluth nämlich. Die drei jungen Fahrer fochten immer wieder kleinere Positionskämpfe aus, während sich Manuel Fumic zunächst aufs Hinterherfahren festlegte. Erst in den letzten Runden wollte er sich nach vorne kämpfen. Der Plan ging auf.

Fumic: Kalkuliert mit später Attacke

Ab Runde fünf drosselten Egger, Zwiehoff und Gluth die Pace, sodass auch Markus Schulte-Lünzum, der weit zurückgelegen hatte, wieder fast zur Spitzengruppe aufschließen konnte. Da sah Fumic seine Stunde gekommen und ging zu einer Attacke über. Nur Georg Egger konnte noch folgen, während Gluth und Zwiehoff hinter den beiden zurückblieben.

Bis in die letzte Runde konnte Egger einigermaßen an Fumics Hinterrad bleiben, auch auf den letzten Metern änderte sich daran wenig. Der Abstand war zu groß für ein Sprintfinish, aber auch zu klein, um Fumic völlige Sicherheit zu verschaffen. Die Attacke von Egger am Ende blieb jedoch aus. Die Erklärung: Egger hatte sich offensichtlich verzählt und wähnte sich erst in der vorletzten Runde. Der Aichener hatte das Läuten zur letzten Runde überhört und ärgerte sich ein wenig nach dem Rennen, freute sich dann aber schnell über das gute Resultat. Kann er auch, denn kein Sportler in Deutschland hat eine derart gute Entwicklung gezeigt wie der ehemalige Fahrer des BIKE Junior Teams. Rang drei ging an Ben Zwiehoff, Martin Gluth musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben.

Manuel Fumic konnte seinen Titel knapp behaupten. Dahinter fragt sich Georg Egger gerade, warum Fumic vom Gas geht. Egger hatte das Läuten zur letzten Runde überhört und glaubte, es sei noch eine Runde zu fahren.

Der Moment der Erkenntnis: Während sich Manu Fumic bei höheren Mächten für die Titelverteidigung bedankt, holt den zweitplatzierten Georg Egger die Erkenntnis ein, dass er gerade die Chance auf den DM-Titel ungenutzt hat verstreichen lassen. Er glaubte, noch eine weitere Runde fahren zu müssen. Dahinter rollt Ben Zwiehoff als Dritter ins Ziel.

Elisabeth Brandau: Souveräne Vorstellung der Favoritin

Elisabeth Brandau ist die große deutsche Erfolgsgeschichte im diesjährigen Cross-Country-Worldcup. Sie fährt im Moment auch auf hochkarätigsten Events bis in die Top-Zehn und konnte schon einige starke Vorstellungen gegen Konkurrentinnen wie die Cross-Country-Legende Gunn-Rita Dahle Flesjå oder Pauline Ferrand-Prévot abliefern. Kein Wunder, dass von ihr in St. Ingbert dieses Jahr ein klarer Sieg erwartet wurde.

Und Brandau ließ sich nicht zweimal bitten. Souverän kontrollierte sie das Rennen von der Spitze aus. Am Anfang konnten ihre Verfolgerinnen Nadine Rieder und Adelheid Morath noch mithalten, dann folgte ein größerer Fehler von Rieder in einer Abfahrt. Beide mussten daraufhin abreißen lassen und Brandau fuhr das Rennen ohne weitere Attacken problemlos zu Ende. Nadine Rieder wurde Zweite, Adelheid Morath landete auf Rang drei.

Schnellste Dame war Elisabeth Brandau (Mitte). Sie siegte im Alleingang vor Adelheid Morath (links) und Nadine Rieder.

Sabine Spitz war zwar gestartet, musste sich aber wegen Rückenproblemen in Folge ihres Sturzes beim Worldcup in Val di Sole wieder aus dem Rennen zurückziehen. Im Rennen der U23 holten Ronja Eibl und Max Brandl die Titel, bei den Junioren siegten Franziska Koch und Leon Kaiser.

Das Podium der männlichen U23, fest in der Hand des Lexware MTB Teams: Max Brandl geriet während des Rennens nie in Gefahr, seinen Vorsprung zu verlieren und siegte letztlich souverän vor seinen Teamkollegen Luca Schwarzbauer (links) und Vinzent Dorn.

Leonie Fend vom BIKE Junior Team holte Bronze in der U19w.

Alle Ergebnisse zu den Deutschen XCO-Meisterschaften 2018 finden sie unter diesem Link.

Schlagwörter: Cross Country Cross Country Rennen Deutsche Meisterschaft Elisabeth Brandau Georg Egger Manuel Fumic Rennbericht Ronja Eibl


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