Lakata/Hynek mit Etappensieg – Rang 3 für Spitz Lakata/Hynek mit Etappensieg – Rang 3 für Spitz Lakata/Hynek mit Etappensieg – Rang 3 für Spitz

Cape Epic 2018: 3. Etappe

Lakata/Hynek mit Etappensieg – Rang 3 für Spitz

  • Thomas Roegner
 • Publiziert vor 3 Jahren

Alban Lakata und Kristian Hynek siegen auf der dritten, 122 km langen Etappe des Cape Epic 2018. Fumic/Avancini müssen das Gelbe Trikot an Investec Songo Specialized abgeben. Sabine Spitz auf Rang 3.

Erneut zwei Mal Pannenpech und trotzdem das Gelbe Leadertrikot: der Tscheche Jaroslav Kulhavy und sein amerikanischer Mitfahrer Howard Grotts holten auf der langen Wechseletappe beim Cape Epic 2018 so viel Zeit auf, dass sie morgen im begehrten Gelben Trikot der Gesamtführenden starten dürfen. Die vergleichsweise "wenigen" 1800 Höhenmeter spielten dem Turbodiesel Jaroslav Kulhavy in die Karten, ebenso wie den Etappensiegern, den Marathonspezialisten Alban Lakata (AUT) und Kristian Hynek (CZE) vom Team Canyon Topeak. Manuel Fumic kam mit seinem brasilianischen Partner Henri Avancini (Cannondale Factory Team) auf den dritten Tagesplatz heute. Die beiden liegen in der Gesamtwertung  lediglich 2.12,7 Minuten hinter den Specialized-Fahrern. Auf Rang 3 der Overall-Wertung liegen nun Alban Lakata/Kristian Hynek.

Cape Epic,Sportzpics,Shaun Roy Zurück im Kampf um den Cape Epic-Titel 2018: Alban Lakata (links) und Kristian Hynek.

Die erste Marke setzten Lakata/Hynek, in dem sie die Bergwertung des Dimension Data Hotspot holten. Die tschechische Lokomotive Kulhavy ging dafür in Volldampf-Modus auf dem Weg zum Gipfel des Pieter’s Express Anstiegs, sein junger Partner Grotts hielt tapfer mit, ebenso wie Marathon-Weltmeister Lakata und Kristian Hynek (Canyon-Topeak). Schnell waren die vier allein an der Spitze unterwegs. "Der Sieg am Dimension Data Hotspot beflügelte uns und wir zogen es dann weiter durch", meinte Lakata nach dem Rennen, "zum Glück haben wir den Jaro-Zug nicht verpasst und konnten Vollgas fahren". Bei der 29-Kilometer-Marke lag Investec Singo Specialized theoretisch an der Spitze der Gesamtwertung, denn sie hatten die 2.24 Minuten Rückstand aufgeholt. Das Durchschnittstempo lag stellenweise bei 28 Stundenkilometern – im Gelände!

Cape Epic,Sportzpics,Shaun Roy Müssen ihr Gelbes Trikot trotz drittem Platz heute abgeben: Fumic und Avancini von Cannondale Factory Racing.

Cape Epic,Sportzpics,Nick Muzik Die Bergwertung nutzten die Angreifer um Lakata, um sich von der Spitzengruppe abzusetzen.

Cape Epic,Sportzpics,Nick Muzik Simon Stiebjahn versucht, die Lücke zu schließen. Team Bulls 2 kam auf dem vierten Platz mit 8:30 Minuten Rückstand ins Ziel.

Cape Epic,Sportzpics,Nick Muzik Die jungen Scott-Sram-Fahrer Andri Frischnecht und Michiel Van Der Heijden hatten mit Defekten zu kämpfen.

Manuel Fumic in der „hurt box“

In der Verfolgergruppe versuchten die Gesamtleader Fumic/Mancini mit den Centurion Vaude Fahrern Geismayr/Rohrbach, Team Bulls 2 (Stiebjahn/Böhme), Buff Scott MTB (Carretero/Pinto) Trek Selle San Marco 1 (Ferraro/Porro) und dem belgisch-deutschen Duo Claes/Bauer (Kulu Manzi Project) den Vorsprung nicht zu groß werden zu lassen. „Diese längste Etappe des Rennens fühlte sich ganz schön hart an“, stöhnte Fumic. „Nach der Attacke am Berg steckten uns die Specialized- und Canyon-Jungs in die hurt box“.

Doch, wie schon am Tag davor, schlug das Plattenpech bei Howard Grotts zu. Lakata und Hynek zogen davon, bei der Aufholjagd fuhren Kulhavy und Grotts schnell wieder an die Führenden heran. Als Quartett ging es durch die technisch anspruchsvolle Passage des ‚Landrover Technical Terrain‘. 15 Kilometer vor der Ziellinie zerlegte es Howard Grotts in einer sandigen Passage, so dass Alban Lakata und Kristian Hynek erneut davon ziehen konnten. Dies ist der erste Etappensieg in 2018 für Canyon Topeak, der letzte von Lakata war im Rennen 2010.
"Das war verrückt. Ich habe mich dermaßen über den Etappensieg gefreut, ein super Tag für uns", strahlte Lakata im Ziel. Der Österreicher lobte Kulhavy für dessen Tempoarbeit vor allem in den flachen Passagen. "Jaro hat bestimmt 80 Prozent der Führungsarbeit gemacht. Das war echt wieder Pech mit den Platten für die beiden, und der Ausrutscher von Grotts hat sie nochmal gebremst. Jetzt sind die Karten neu gemischt und wir sind wieder im Spiel".

Trotz ihres einminütigen Rückstands auf die Etappensieger schlüpften die Investec Songo-Specialized-Jungs ins Gelbe Leadertrikot. Der 25-jährige Howard Grotts ist der erste Amerikaner in einem Leadertrikot des Absa Cape Epic. "Es war eine schöne Etappe und wir haben wirklich versucht, zu gewinnen", so Grotts, "aber ich habe zwischendrin gelitten wie ein Hund. Ich habe noch nie zuvor in einem Rennen so gelitten wie heute, aber es hat sich gelohnt – wir fahren morgen in Gelb, super."

Manuel Fumic und Henri Avancini versuchten noch eine Schadensbegrenzung, als sie im Landrover Technical Terrain Gas gaben und davon fuhren, doch dieser Versuch kam durch das extrem hohe Tempo der Führungsgruppe zu spät und konnte nicht mehr verhindern, dass sie das Leadertrikot abgeben mussten. "Wir versuchten, taktisch klug in unserer Verfolgergruppe zu fahren", erläuterte Fumic. "Der Fluchtversuch und Vollgas nach dem Technical Terrain hat nicht gereicht. Es sind ja noch ein paar Tage bis zum Finale, wir sind zufrieden. Das gelbe Trikot trägt sich auch nicht leicht, man spürt immer den Druck der anderen und die Erwartungen der Fans. Die morgige Etappe könnte uns liegen, mit hohem Singletrack-Anteil. Wir werden versuchen, den anderen ein bisschen wehzutun."

Das Bulls-Backup-Team mit Simon Stiebjahn und Tim Böhme kam gut und schnell durch und schob sich auf Platz 7 der Gesamtwertung vor Bulls (Karl Platt/Urs Huber) auf Gesamtrang 11.

Unbekannt,Hersteller Das Bild zeigt, wie stark Kulhavy derzeit ist. Hinten schieben Grotts, Lakata und Hynek, während der Tscheche im Sattel die Rampe hochdrückt.

Cape Epic,Sportzpics,Shaun Roy Die neuen Führenden in der Gesamtwertung: Der Amerikaner Howard Grotts und der großgewachsene Jaroslav Kulhavy.

Ergebnisse Etappe 3 Männer

1. Canyon Topeak 7-1 Alban Lakata (AUT) 7-2 Kristian Hynek (CZE) 4:17.14,1 Stunden
2. Investec Songo Specialized 2-1 Jaroslav Kulhavy (CZE) 2-2 Howard Grotts (USA) +1.11,3 Minuten
3. Cannondale Factory Racing 6-1 Manuel Fumic (GER) 6-2 Henrique Avancini (BRA) +5.47,3 Minuten

Screenshot Die Top 10 Herren-Teams der dritten Etappe des Cape Epic 2018.


Gesamtwertung
1. Investec Songo Specialized 13:20.44,9 Stunden
2. Cannondale Factory Racing +2.12,7 Minuten
3. Canyon Topeak +3.14,4 Minuten
4. Centurion Vaude +10.37,7 Minuten
6. KULU MANZI PROJECT +14.39,4 Minuten
7. BULLS 2 +20.39,7 Minuten
11. BULLS +28.53,4 Minuten

Annika Langvad/Kate Courtney bauen Vorsprung aus

Dritte Etappe, gleiches Bild wie am Tag zuvor: Annika Langvad und Kate Courtney vergrößerten ihren Vorsprung in der Gesamtwertung. Auch ein Sturz beider Frauen in einer Gruppe anderer Biker konnte dies nicht verhindern. Das Frauenteam von Investec Songo Specialized legte erneut fünf Minuten zwischen sich und ihre stärksten Verfolgerinnen Ariane Lüthi (SUI) und Githa Michiels (BEL) vom Team Spur, die Gesamtführung beträgt nun rund 12 Minuten.

Cape Epic,Sportzpics,Mark Sampson Obwohl Courtney erst 22 Jahre alt ist, kann sie mit der erfahrenen Dänin mithalten. Selbst die Profis mussten heute in den steilsten Rampen vom Bike.

Cape Epic,Sportzpics,Ewald Sadie Sabine Spitz und ihre Kameradin kämpften heute erbittert um den zweiten Platz. Am Ende wurden sie Dritte.

Langvad/Courtney attackierten wieder auf der langen Etappe und keiner konnte wirklich folgen. Spannend wird es dagegen auf den Positionen dahinter, die Plätze zwei und drei wurden durch die heutige Etappe wieder reizvoller. Zweimal spurteten die Specialized-Mädels los, holten sich nach 17 Kilometer den Womens Hotspot. 40 Kilometer vor dem Ziel dann die erneute, entscheidende Attacke, die die Frauengruppe auseinander riss. Da Sabine Spitz ihre anfänglichen krankheitsbedingten Schwächen überwinden konnte, machte sie mit Robyn de Groot fast die ganze Distanz dem Spur-Team Lüthi/Michiels den zweiten Platz streitig. Doch im Ziel-Sprint war das Team Ascendis Health nicht spritzig genug, Spur hatte die Nase vorne. Etwas abgeschlagen kam das schnelle Team vom Vortag Mariske Strauss/Annie Lasd (Silverback KMC) auf Rang 4, damit behielten sie den dritten Gesamtrang, liegen aber nur noch 7 Minuten vor Sabine Spitz/Robyn de Groot.

Cape Epic,Sportzpics,Ewald Sadie Haben sich trotz eines Sturzes nicht besiegen lassen: Die superstarke Annika Langvad (vorne) und Kate Courtney.

Trotz ihres Vorsprungs bleiben Annika Langvad und Kate Courtney auf der Hut, denn die Etappe von Robertson nach Worcester zeigte wieder, dass alles passieren kann. "Bei diesem unglaublich rauem Gelände kann jederzeit am Bike etwas kaputt gehen", sagte Langvad. "Auch wenn es auf dem Papier nach einem komfortablen Vorsprung aussieht, ist nichts vorhersehbar, du musst immer optimal fahren, Fehler werden nicht verziehen. Mit den Männern, die vor uns gestartet waren, gab es heute einige Schwierigkeiten, sowohl gleich nach dem Start als auch vor dem Ziel. Als wir auf der sandigen Passage nahe des Ziels überholen wollten, blieb einer der Männer plötzlich stehen und – bumm – flogen wir zwei Frauen vom Rad." "Ja, ich drehte einen kleinen Salto", erzählt Kate Courtney mit einem schiefen Lächeln, "glücklicherweise dämpfte der Sand die Landung." Die Amerikanerin lobte ihre erfahrene Partnerin für ihre Hilfe und Führung. "Ich bin noch nie eine Renndistanz von 120 Kilometern gefahren, das sind ganz neue Erfahrungen für mich. Sie führte extrem gut heute, schaute, dass ich nicht ständig über mein Limit gehen musste. Und wenn es hart für mich wurde, fährt sie einfach vorne und nimmt mich mit im Annika-Express."
Sehr zufrieden war natürlich Christoph Sauser, der als sechsmaliger Cape Epic-Sieger beide Investec Songo Specialized Teams betreut. Beide Teams morgen im gelben Leadertrikot – ein Traum. "Ein Cape Epic ist erst im Ziel des letzten Tages zu Ende, vorher ist nichts garantiert. Kate hat noch nie ein 8-Tage-Rennen gefahren, die beiden geben jeden Tag Vollgas. Jeder Tag, an dem sie Zeit gutmachen und keine verlieren ist spitze – aber ein Führungstrikot ist nur geliehen, beim Epic kann sich schnell etwas drehen", so der Schweizer Rekordsieger.

Ergebnisse Etappe 3 Frauen

1. Investec Songo Specialized 54-1 Annika Langvad (DEN) 54-2 Kate Courtney (USA) 5:04.32,7 Stunden
2. Spur 53-1 Ariane Lüthi (SUI) 53-2 Githa Michiels (BEL) +5.39,1 Minuten
3. Ascendis Health 52-1 Sabine Spitz (GER) 52-2 Robyn De Groot (RSA) +5.42,3 Minuten
4. Silverback - KMC 51-1 Mariske Strauss (RSA) 51-2 Annie Last (ENG) +11.44,6 Minuten

Screenshot Die Top 10 Damen-Teams der dritten Etappe des Cape Epic 2018.


Gesamtwertung

1. Investec Songo Specialized 15:20.57,7 Stunden
2. Spur +12.10,7 Minuten
3. Silverback - KMC +24.11,3 Minuten
4. Ascendis Health +31.46,5 Minuten
6. dormakaba +1:10.59,2 Minuten

Themen: Alban LakataCannondale Factory RacingCape_Epic_2018Centurion vaudeEtappenrennenJaroslav KulhavyManuel FumicRennberichtSabine SpitzSüdafrika


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