Cape Epic 2018: 1. Etappe

Etappensieg und Gelb für Fumic/Avancini

  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 3 Jahren

In einem Sprintfinish haben Fumic/Avancini die erste Etappe des Cape Epic 2018 gegen Kulhavy/Grotts gewonnen. Die Verfolgergruppe mit Platt, Lakata und den Führenden kassierte 6 Minuten Rückstand.

Manuel Fumic und Henrique Avancini vom Team Cannondale Factory Racing haben ihre starke Form bestätigt und mit dem Sieg auf der ersten Etappe die Gesamtführung beim Cape Epic 2018 übernommen. In einem Sprintfinish gegen Jaroslav Kulhavy und Howard Grotts spielten sie ihre ganze Erfahrung aus und triumphierten nach 110 Kilometern. Zuvor hatten die vier sich im langen Anstieg von Skuilkraans abgesetzt und gut zusammengearbeitet. Vor allem Jaroslav Kulhavy fuhr auf den abschüssigen Schotterpisten gegen Ende der Etappe viel im Wind und zog die Gruppe. Mehr als 5:30 Minuten dahinter kam mit Fabian Rabensteiner und Michele Casagrande (Trek Selle San Marco 2) das drittplatzierte Team ins Ziel. Auf einem starken fünften Platz landeten Karl Platt und Urs Huber (Team Bulls), nachdem sie zwischenzeitlich den Anschluss nach vorne verloren hatten. Vor allem Platt hatte mit dem Anfangstempo zu kämpfen, doch umso länger die Etappe dauerte, desto besser kam er in Schwung.

Nicola Rohrbach führt die Spitzengruppe in einen Anstieg.

Stirnemann steigt aus wegen Infektion

Die Prolog-Sieger Geismayr/Rohrbach landeten auf Rang sieben mit 5:54 Minuten Rückstand und verloren dadurch das gelbe Führungstrikot. Mit einem starken achten Platz können auch der Deutsche Marathon-Meister Markus Bauer und Frans Claes zufrieden sein. Die Titelverteidiger Nino Schurter und Matthias Stirnemann handelten sich 21 Minuten Rückstand ein. Nach der Etappe wurde verkündet, dass Stirnemann nicht mehr weiterfährt, weil ihm eine Infektion zu schaffen macht. Damit ist für die beiden der Traum von der Titelverteidigung geplatzt.

Simon Stiebjahn und Tim Böhme (rechts) beim unfreiwilligen Zwischenstopp: Wenn die Milch im Reifen nicht mehr hält und die Tubeless-Flicken machtlos sind, hilft nur Schlauch einziehen.

Mussten dem hohen Tempo auf der ersten Etappe Tribut zollen: Nicola Rohrbach (rechts) und Daniel Geismayr von Centurion Vaude. Doch die beiden Marathon-Asse wissen, dass das Cape Epic noch lang ist.

Manuel Fumic scheint eine super Form zu haben. Wenn er aufs Tempo drückt, muss auch sein Teamkollege Henrique Avancini auf die Zähne beißen.

Henrique Avancini legte bergauf ein mächtiges Tempo vor.

Der steinige Untergrund der ersten Etappe war prädestiniert für Platten. Fumic und Avancini kamen ohne durch.

Karl Platt klagte im Ziel, dass er in der ersten Hälfte der Etappe keine guten Beine hatte. Gegen Ende lief's dann nach Plan.

Auf den letzten Kilometern arbeiteten Investec Songo Specialized und Cannondale Factory Racing zusammen. So hielten sie den Vorsprung auf die Verfolger konstant.

Der Deutsche Martin Gluth mit seinem kanadischen Partner Raphael Gagne. Heute landeten sie auf dem 22. Platz.

Manuel Fumic bei der verdienten Abkühlung im Ziel.

Die schnellsten drei Herren-Teams auf der ersten Etappe: Kulhavy/Grotts, Avancini/Fumic und Rabensteiner/Casagrande (von links).

Damen: Langvad/Courtney trotz Platten souverän

Bei den Damen feierten Annika Langvad und Kate Courtney einen weiteren Sieg, obwohl auch sie mit einem Platten zu kämpfen hatten. Nur das Team Spur konnte ihnen über weite Strecken folgen und kassierte im Ziel lediglich 52 Sekunden Rückstand. Noch bis Kilometer 90 gut im Rennen liegend beim Kampf um  den dritten Rang, ereilten die Sabine Spitz plötzlich heftige Krämpfe. Sie musste das Tempo reduzieren und mit ihrer Teampartnerin Robyn de Groth das Duo Annie Last/ Mariske Strauss ziehen lassen. „Kurz nach der vierten Verpflegungsstelle bekam ich plötzlich Probleme mit der Muskulatur. Es war unmöglich das Tempo hoch zu halten. Ich verstehe es nicht, weil mir das so noch nie passiert“, erklärte eine frustrierte Deutsche Meisterin im Ziel. Am Ende waren es 11:14 Minuten Rückstand.

Der Plan scheint aufzugehen: Die erfahrene Annika Langvad und die junge Amerikanerin Kate Courtney an ihrem Hinterrad.

Auch das Führungsduo bei den Damen blieb nicht von platten Reifen verschont.

Sabine Spitz macht zu Rennmitte Tempo in der Verfolgergruppe.

Bevor Sabine Spitz mit Krämpfen zu kämpfen hatte, lief es gut.

Die Österreicherin Angelika Tazreiter stürzte heftig. Für sie ist das erste Cape Epic damit vorbei. Partnerin Esther Süss wird solo weiterfahren müssen.

Die Bachdurchfahrten sorgen wenigstens kurz für Abkühlung.

Themen: Cannondale Factory RacingCape_Epic_2018Centurion vaudeEtappenrennenJaroslav KulhavyManuel FumicRennberichtSabine SpitzSüdafrika


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