Vorentscheidung durch Pannenpech? Vorentscheidung durch Pannenpech? Vorentscheidung durch Pannenpech?

Cape Epic 2017: 6. Etappe

Vorentscheidung durch Pannenpech?

  • Thomas Roegner
 • Publiziert vor 5 Jahren

Scott-Sram gewinnen auch die Königsetappe und liegen mit über sechs Minuten Vorsprung auf Christoph Sauser/Jaroslav Kulhavy vor dem Finale vorne – Sabine Spitz mit Lenkerbruch erneut im Pech.

„Wenn sich kein Erdbeben ereignet, wird es Scott ganz sicher machen. Wir waren sehr nahe dran, sind aber auf ein sehr starkes Scott-Team gestoßen.“ Der fünffache Cape Epic-Gewinner Christoph Sauser (SUI) war vor dem Finaltag des 14. Absa Cape Epic ernüchtert und realistisch. Das erneute Plattenpech auf der Königsetappe hatte das Team Investec-Songo-Specialized wie am Vortag zurück geworfen. Der Abstand auf das Scott Sram MTB Racing Team mit Olympiasieger und Weltmeister Nino Schurter und Matthias Stirnemann liegt vor dem großen Finale bei 6:49 Minuten.

Cape Epic,Sportzpics,Greg Beadle Die Spitzengruppe im Anstieg zum Groenlandberg.

Jochen Haar Schurter und Stirnemann alleine auf dem Weg ins Ziel.

Als Dritte kamen Nicola Rohrbach (SUI) und Daniel Geismayr (AUT) von Centurion Vaude 2 ins Ziel, nach dem Südafrikaner Max Knox, der mit dem Kolumbianer Hector Paez im Kansai Plascon-Team auf den zweiten Platz fuhr.

Sauser mit Platten am Groenlandberg

Die vorletzte war auch die Königsetappe des Cape Epic, mit dem Highlight-Anstieg auf den Groenlandberg. Nach dem Start im Weingut Oak Valley in Elgin durchquerten die etwas über 1000 verbliebenen Mountainbiker das Naturschutzgebiet von Grabouw, um dann den sandigen und ruppigen Anstieg zu beginnen. Auf dessen langer und mit Steinen übersäter Abfahrt fiel die Vorentscheidung: Christoph Sauser erlitt einen Platten, der Laufradwechsel mit Support-Fahrer Grotts kostete über eine Minute. Dies nutzten die Spitzengruppe mit den beiden Scott-Sram-Teams, Centurion Vaude 2 und Kansai Plascon, um davon zu ziehen.

Cape Epic,Sportzpics,Nick Muzik Der Platten am Groenlandberg kostete Sauser/Kulhavy alle Chancen, Schurter/Stirnemann anzugreifen. 

Cape Epic,Sportzpics,Nick Muzik Michiel Van der Heijden (links) und Andri Frischknecht reparieren einen Platten an Frischknechts Hinterreifen.

Cape Epic,Sportzpics,Nick Muzik Max Knox (links) und der Kolumbianer Hector Paez werden gegen Ende des Cape Epic 2017 immer stärker. Nun liegen sie auf Rang drei der Gesamtwertung.

Michal Cerveny Nino Schurter (vorne) und Matthias Stirnemann alleine vorneweg. War das bereits die Vorentscheidung für den Gesamtsieg?

„Ab da war es einfach ein weiteres Cross-Country-Rennen, wie die sechs Tage zuvor“, meinte Nino Schurter, dessen ursprüngliche Taktik anders ausgesehen hatte. „Eigentlich wollten wir bei Sauser und Kulhavy bleiben und schauen, was passiert. Aber so haben wir natürlich unsere Chance genützt.“ Andri Frischknecht von den Scott Young Guns fuhr später ebenfalls platt. Kansai Plascon und Centurion Vaude2 fielen ab der dritten Verpflegung zurück. Mit einem dritten Etappenplatz schoben sich Nicola Rohrbach (SUI) und Daniel Geismayr (AUT) auf Gesamtrang vier. Die letzten fünf Kilometer zogen es Schurter und der 25-jährige Matthias Stirnemann alleine von vorne durch. „Ich weiß nicht wie und warum, aber heute habe ich viel weniger gelitten als sonst,“ sagte Stirnemann. „Ich fühle mich täglich eigentlich stärker auf dem Bike. Ich habe mich gestern hervorragend erholt, deswegen kam ich heute früh viel schneller in meinen Rhythmus.“

Screenshot Ergebnis der Top 10 Herren-Teams der sechsten Etappe.

Jochen Haar Schurter und Stirnemann blieben bisher von Defekten und Platten verschont und dominieren das Cape Epic 2017.

Knox/Paez übernehmen Rang drei von Fumic/Avancini

Durch ihren im Ziel vielbejubelten zweiten Rang (+16 Sek.) platzierte sich das südafrikanisch-kolumbianische Duo Knox/Paez auf dem dritten Rang der Gesamtwertung. Nach den ersten fünf Tagen im gelben Leadertrikot bleibt für Cannondale Factory Racing vor dem Finaltag der 5. Gesamtrang. Manuel Fumic zeigte den zahlreichen Zuschauern eine Wheelie-Einlage am Wasserpunkt, sein Kollege Henri Avancini schleppte sich dagegen nur noch durch die Etappe. Nach einem Einbruch am Tag zuvor hatte der brasilianische Meister keine Chance, sich komplett zu erholen.

Erneuter Sturz von Spitz: Lenkerbruch

Für die Deutsche Sabine Spitz hatte die Woche mehr Tiefen als Höhen, obwohl die 45-Jährige auf einem sehr guten zweiten Platz der Gesamtwertung lag. Nach einem heftigen Sturz mit Augenverletzung am dritten Tag brach in der vorletzten Etappe durch einen erneuten Sturz ihr Lenker. Die Notreparatur und das Laufen in Richtung Tech-Zone kostete Spitz/Robyn de Groot (Ascendis Health) über eine halbe Stunde und den zweiten Gesamtrang. Im Ziel standen 35 Minuten Rückstand auf die Erstplatzierten auf der Uhr. Die Gesamtführenden Esther Süss und Jennie Stenerhag (Meerendal CBC) kamen als Zweite ins Ziel und liegen vor dem Finale 35 Minuten vor Mariske Strauss/Annie Last, die sich an Spitz/de Groot vorbeischoben. Ariane Lüti und Adelheid Morath (Spur) belegten den fünften Etappenplatz, gesamt liegen die Schweizerin und die Deutsche auf Platz 4.

Cape Epic,Sportzpics,Ewald Sadie Auf diesem Bild war für Sabine Spitz (vorne) noch alles in Ordnung. Wenig später stürzte sie und ihr Lenker brach.

Das Grand Finale verläuft am Sonntag vom Weingut Oak Valley in Elgin zum Estate Val de Vie bei Paarl. Mit 85 Kilometern ist das Finale zwar nicht die kürzeste Etappe der 2017er-Strecken, weist aber mit 1350 Höhenmetern den geringsten Anstieg auf. Im Gegensatz zur echten Tour wird auf der „Tour de France der Mountainbiker“ keine Rücksicht auf die bisherige Platzierung genommen, doch durch die relativ großen Abstände der Top 5 bei den Männern sind keine großen Veränderungen mehr zu erwarten.

Screenshot Ergebnis der Top 10 Damen-Teams der sechsten Etappe des Cape Epic 2017.

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Themen: Cannondale Factory RacingCape EpicChristoph SauserEtappenrennenJaroslav KulhavyManuel FumicNino SchurterRennberichtSüdafrika


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