Etappensieg für Spitz – Vorsprung von Fumic schwindet Etappensieg für Spitz – Vorsprung von Fumic schwindet Etappensieg für Spitz – Vorsprung von Fumic schwindet

Cape Epic 2017: 3. Etappe

Etappensieg für Spitz – Vorsprung von Fumic schwindet

  • Thomas Roegner
 • Publiziert vor 4 Jahren

Christoph Sauser holt mit Jaroslav Kulhavy seinen 38. Etappensieg beim Cape Epic. Fumic/Avancini werden mit 1:19 min Rückstand Vierte und bleiben in Gelb. Sabine Spitz holt einen weiteren Etappensieg.

Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy (Investec-Songo-Specialized) holen sich erneut den Etappensieg beim Absa Cape Epic, Nummer 38 für den Schweizer fünffachen Cape Epic-Gewinner. Dazu machen sie auch noch ein wenig Zeit gut auf die Gesamtführenden im Zebratrikot, Manuel Fumic und Henrique Avancini (Cannondale Factory Racing). Knapp geschlagen im Sprintfinish dieser dritten Etappe wurden Nino Schurter und Matthias Stirnemann (Scott-Sram) vor Nicola Rohrbach und Daniel Geismayr (Centurion Vaude 2).

Cape Epic,Sportzpics,Dominic Barnardt Aufmarsch der Gladiatoren: Startaufstellung der besten UCI-Teams.

Cape Epic,Sportzpics,Greg Beadle Im großen Feld kurz nach dem Start in Greyton.

Verhältnismäßig kurz fiel die dritte Etappe mit 78 Kilometern aus. Die Strecke führte das Fahrerfeld aus dem Elandskloof Race Village in die kleine Siedlung Genadendal und durch das Trail-Streckennetz von Greyton. Davon sollten die Cross-Country-Spezialisten profitieren, vor allem Weltmeister und Olympiasieger Nino Schurter mit seinem Partner Matthias Stirneman. Eigentlich wollten die beiden Schweizer sich den Etappensieg holen und gingen entsprechend aggressiv in die knackigen Anstiege und die Abfahrten in den angelegten, aber rauen Trails. Doch Schurter/Stirnemann konnten die starken Favoriten Christoph Sauser (SUI) und Jaroslav Kulhavy (CZE) nicht abschütteln. Das Investec-Songo-Specialized-Team blieb den Schweizern am Hinterreifen und attackierte auf dem letzten langen Anstieg, dem „UFO-Climb“. So genannt, weil auf der Spitze des Bergrückens ein futuristisches Gebäude steht. Bei dieser Attacke fielen die Gesamtführenden Fumic/Avancini zurück und fuhren die Abfahrt mit vollem Risiko, um wieder Zeit gut zu machen.

Cape Epic,Sportzpics,Greg Beadle Nur drei Stunden waren die schnellsten Teams für die 78 Kilometer unterwegs.

Cape Epic,Sportzpics,Greg Beadle Die Spitzengruppe passiert den Sonderend River.

Cape Epic,Sportzpics,Shaun Roy Der Zielsprint: Entscheidend für den Etappensieg für Investec-Songo-Specialized war, dass Christoph Sauser vor Matthias Stirnemann die Ziellinie passiert hat. Vorne schauen Nino Schurter (links) und Jaroslav Kulhavy gespannt nach hinten.

Sauser/Kulhavy griffen in den Anstiegen und Flachpassagen an

Sauser und Kulhavy machten weiter Druck und stellten dadurch sicher, dass nur zwei Teams vorne um den Etappensieg sprinten konnten. Kulhavy führte, Nino Schurter klemmte direkt hinter dem starken Tschechen und so kam es, dass Stirnemann die Distanz zur Ziellinie nicht richtig einschätzte, so dass Sauser noch an ihm vorbeiziehen konnte. „Ein super Tag für uns“, zog Sauser Bilanz im Ziel, „wir haben die Etappe gewonnen und noch Zeit gut gemacht. Auf dieser relativ kurzen Distanz hatten wir nicht erwartet, etwas rauszuholen auf Cannondale. Das war der Bonus zum Etappensieg.“ Kulhavy sah kaum erschöpft aus im Ziel. „Heute lief es viel besser als gestern“, meinte der ehemalige Olympiasieger und Weltmeister. Unser Plan, auf den Anstiegen und in den Flachpassagen anzugreifen ist gut aufgegangen.“

Zwar ging das Vorhaben von Scott-Sram nicht in Erfüllung, wenn auch nur um Bruchteile von Sekunden. Nino Schurter war aber ganz Sportsmann und umarmte seinen Landsmann Sauser herzlich mit einem breiten Grinsen in der Winners Lounge. „Eigentlich dachten wir, das ist genau unsere Etappe“, meinte der 26-jährige Stirnemann, der erstmals am Epic teilnimmt. „Aber ich habe meinen Zielsprint zu früh gestartet, so dass Susi noch an mir vorbeiziehen konnte. Trotzdem ein super Tag, ich habe die Trails hier wirklich genossen.“

Cape Epic,Sportzpics,Greg Beadle Nicola Rohrbach und Daniel Geißmayr führen die Spitzenfahrer im Anstieg an.

Cape Epic,Sportzpics,Shaun Roy Ein weiterer Tag in Gelb für Manuel Fumic (links) und Henrique Avancini.

Screenshot Die Ergebnisse der Top 15 Herren von der dritten Etappe im Überblick.

Fotografen-Motorad schneidet Manuel Fumic

Morgen steht eine lange Transferetappe von Elandskloof ins Oak Valley über 112 Kilometer und 2150 Höhenmeter an. Das gibt jede Menge Arbeit für die Top-Teams, wenn die Reihenfolge nicht durcheinandergewürfelt werden soll. Vor allem für Fumic/Avancini, die komplett ohne Backup-Team auf sich allein gestellt sind. „Es war hart, aber wir haben uns gut geschlagen“, sagte der brasilianische Meister Avancini im Ziel. Ausgerechnet ein Motorrad, das Fotografen und Kameramänner zu den Foto-Spots bringt, hatte Fumic geschnitten und den deutschen Spitzenfahrer für die letzten Kilometer aus dem Rhythmus gebracht. „Wir werden auf jeden Fall noch weiter fighten die letzten vier Tage“, so Avancini. Die Führenden liegen nun noch 1:20 Minuten vor den Verfolgern, Schurter/Stirner haben einen Abstand von 4:03 Minuten.

Der fünffache Cape Epic-Gewinner Karl Platt, der bisher seiner Form hinterherfuhr, kam in Elandskloof besser in Tritt: Sechster Platz für Team Bulls mit dem Schweizer Urs Huber. Damit auch sechster Gesamtrang mit 15:56 Minuten Rückstand. Stark fuhren Centurion Vaude 2 mit Nicola Rohrbach (SUI) und dem Österreicher Daniel Geißmayr, die sich den dritten Etappenplatz holten vor Fumic/Avancini. Der Sohn von Bike-Legende Thomas Frischknecht (führend in der Mixed-Kategorie mit Olympiasiegerin Jenny Rissveds) holte sich mit dem Niederländer Michel van der Heijden einen guten neunten Platz.

Cape Epic,Sportzpics,Shaun Roy Das Siegerpodest der Herren nach der dritten Etappe: Team Scott-Sram (links), Investec-Songo-Specialized (Mitte) und Centurion Vaude 2.

Spitz und de Groot gewinnen Sprint nach 78 Kilometer-Duell

Nach vier heißen und harten Renntagen liegen einige Minuten zwischen den führenden Teams in der Hansgrohe Frauenwertung beim Absa Cape Epic. Den Zielsprint nach 78 Kilometern und 1650 Höhenmetern konnte Sabine Spitz mit ihrer südafrikanischen Partnerin Robyn de Groot (Ascendis Health) gewinnen. Die Gesamtführung bleibt allerdings bei den Meerendal CBC-Frauen Esther Süss (SUI) und Jennie Stenerhag (SWE), die heute offiziell nur zwei Hundertstel hinter den Etappensiegerinnen lagen.

Die beiden gleichwertigen Frauenteams blieben den ganzen Tag zusammen, keine konnte auf den harten Trails rund um Greyton einen Vorteil herausfahren. Mariske Strauss (RSA) und Annie Last (GBR) kamen heute auf Platz drei und schoben sich damit auf Rang drei der Gesamtwertung, haben aber insgesamt einen Abstand von 24:22 Minuten auf die führenden Frauenteams. Auf den kommenden langen Distanzen des Cape Epic kann einiges passieren, die fast neun Minuten Rückstand von Spitz/de Groot sind aber erheblich, und normalerweise nur aufzuholen, wenn das Materialpech zuschlägt.

Cape Epic,Sportzpics,Sam Clark Pausen-Highlight: Schulkinder jubeln den schnellsten Damen-Teams auf der dritten Etappe zu.

Cape Epic,Sportzpics,Ewald Sadie Vorne das führende Team Meerendal CBC in den orangen Trikots und direkt dahinter Robyn de Groot und Sabine Spitz. Die beiden führenden Teams blieben die komplette Etappe über zusammen.

Die Abonnements-Siegerin der letzten drei Jahre, Ariane Lüthi, kam mit ihrer deutschen Partnerin Adelheid Morath  auf Rang acht ins Ziel nach Elandskloof. Das Team Spur kann in die Entscheidung ums Podium nicht mehr wirklich eingreifen: Platz vier der Gesamtwertung, aber mit nun 43:11 Minuten Rückstand. „Heute lief es super“, sagte eine entspannte und glückliche Sabine Spitz im Ziel, „unsere Zeit im Sattel war um einiges kürzer, als ich erwartet hatte. Das kommt uns zwar nicht zugute, aber für alle anderen Teilnehmern am Epic war das sicher auch ein guter Tag. Wir versuchten zwar, Zeit gut zu machen, aber ich denke, dass wir mit Esther und Jennie auf gleichem Niveau fahren. Wir werden jeden Tag neu sehen müssen, wie es läuft.“

„Wir ruhen uns nicht auf unseren neun Minuten Vorsprung aus“, sagte eine entschlossene Esther Süss. „Wir geben Gas und fahren auch vorne mit Power. Als es Jennie gut ging, hat sie Pace gemacht und als ich gute Beine hatte, bin ich an die Spitze gegangen. Im Sprint verloren – aber keine Zeit verloren“, so die Schweizerin.

Alle Ergebnisse des Absa Cape Epic 2017 finden Sie hier.

Screenshot Cape Epic 2017, dritte Etappe: Die Ergebnisse der Top 10 Damen-Teams.

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Themen: Cape EpicChristoph SauserEtappenrennenJaroslav KulhavyKarl PlattManuel FumicRennberichtSabine SpitzSüdafrika


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