BIKE Race Offensive: Marcus Klausmanns Downhill Tagebuch #2

  • Marcus Klausmann
 • Publiziert vor 6 Jahren

In Schladming wollte Marcus Klausmann sein Comeback feiern. Ein platter Reifen in der Qualifikation machte ihm aber einen Strich durch die Rechnung.

Let’s do it again. Am vergangenen Wochenende wurde ich ungewollt zum Wiederholungstäter – nach einer bisher schleppenden Saison "sollte" das Rennen in Schladming / Österreich die Wendung bedeuten.

Nur fliegen ist schön. Schon die Cross-Country-Stars sind regelmäßig in der Luft unterwegs. Für Downhiller sind auch Sprünge wie dieser in Schräglage und mit leicht verdrehtem Vorder- und Hinterrad  absoluter Kindergarten.

Nachdem ich hier vor vier Jahren das letzte Rennen gefahren bin, stellte dieser legendäre WM-Ski-Hang den Schauplatz zum erneuten Kräftemessen im IXS European Downhillcup dar. Diese Strecke ist ohne Zweifel eine der schönsten und abwechslungsreichsten im europäischen Downhillbusiness : technisch anspruchsvoll, schnell, steil, wurzlig und vor allem extrem lang – ganz nach der alten Schule. Vermutlich sind aus diesem Grund einige bekannte Downhillgrößen wie Bruni, Cole, Blekinsop, Fairclough und Tracey Hannah am Start.

Auch wenn die Downhillstrecke in einem Skigebiet liegt: So zügig wie Marcus knallen wohl auch im tiefsten Winter nur wenige über die Wurzeln.

Das Training war über die ganzen Tage sehr abwechslungsreich – keine Abfahrt glich der letzten. Die Streckenbedingungen wechselten im Stundenrhythmus: einmal super griffig und dann staubtrocken, einfach funky und lustig zugleich. Nach einem vielversprechenden Training brannte ich darauf, mich in der Qualifikation beweisen zu können. Zu früh gefreut, nach fünf Kurven hieß es "game over". Ich hatte mir einen Platten eingefangen. Ganz ehrlich, mit dieser erneuten Schlappe umzugehen schaffe ich noch nicht einmal mit 20 Jahren Rennerfahrung.

Alles hat ein Ende: Obwohl die Strecke in Leogang für eine Downhillstrecke recht lang ausfällt, hat sich die Sache bereits nach knapp über vier Minuten erledigt.

Der Rennlauf am Sonntag lief dementsprechend zäh und ich landete unter "ferner liefen". Ob es an der nicht auskurierten Bronchitis, am Lauf der Dinge oder an der Form liegt, heißt es jetzt zu analysieren. Klar ist : Ich bin reif für eine Zwangspause und werde erst wieder gesund und fit am Start stehen.

Bis dahin
Euer Marcus

Schlagwörter: Downhill Ghost Marcus Klausmann Race-Blog Rennbericht Rennen Schladming Worldcup


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