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BIKE Race Offensive: Marcus Klausmanns DH-Tagebuch #4

Marcus Klausmann am 01.08.2014

Bei der deutschen Meisterschaft am 26. und 27. Juli 2014 in Albstadt sah sich Marcus Klausmann mit einem ungewöhnlichen Rennen konfrontiert. Hier lest ihr seinen Blog.

Die deutsche Meisterschaft – für mich und für viele andere wahrscheinlich DAS Rennen der Saison – fand in diesem Jahr in Albstadt-Tailfingen statt. Ganz ehrlich – wer hatte in Sachen Strecke keine Vorurteile? Auch ich kann mich von einer "vorgefertigten Meinung" nicht freisprechen – aber, ich habe mich eines Besseren belehren lassen. Selten habe ich einen Kurs gesehen, auf dem man sich in zwei Minuten konditionell so verausgaben kann, dass man sich vor einem KO in Acht nehmen muss. Richtig anstrengend wurde es, sobald der Regen einsetzte – von diesem haben wir in den letzten Tagen in Süddeutschland mehr als genug.

Klausmann Albstadt

Die Strecke in Albstadt war erstens nass und zweitens konditinell anspruchsvoll.

Same procedure as every year! Die Atmosphäre an einer deutschen Meisterschaft ist einzigartig – es gilt einen Titel zu gewinnen. Auch in diesem Jahr mangelte es nicht an Favoriten. Fahrer, die konzentriert auf einen Titel hinarbeiteten und andere, die den Titel schon nach dem ersten Training im Herzen und auf der Zunge trugen. Nach den ersten Trainingssektionen war schwer zu sagen, wer als Favorit in den Titelkampf einzog – bei trockenen Wetterbedingungen und einer griffigen Strecke fuhren einige verdammt schnell.

Untypisch für ein Downhillrennen, aber der Strecke entsprechend, sah man an diesem Wochenende sehr viele Fahrer mit Enduro- oder Freeride-Bikes. Auch ich habe mich gegen mein Downhillbike und für mein neues GHOST RIOT AMR LT entschieden. Während des Seeding Runs waren die Rennbedingungen nicht besonders prickelnd – dauerhafte Regenschauer machten die Abfahrt zur Rutschpartie. Letztendlich musste aber jeder die gleiche Strecke zu ähnlichen Bedingungen bewältigen. Johannes Fischbach sicherte sich vor mir und Benny Strasser die Poleposition – einer meiner weiteren Favoriten, Andreas Sieber verletzte sich leider schon in den ersten Trainigsläufen.

Petrus hatte wohl für Sonntag ein Herz mit Fahrern und Zuschauern – bei besten Wetterbedingungen konnte die Show beginnen. Ich kann nicht beurteilen, wie es anderen Fahrern an einer deutschen Meisterschaft geht –  nach meiner bisherigen Saison war meine Belastungsgrenze in Sachen Nervosität erreicht. Fischi lieferte einen perfekten Finallauf ab und ergatterte sich den verdienten Titel – gefolgt von Janik Rebmann und mir. Benny Strasser und Christian Textor belgten die Plätze 4 und fünf.

Klausmann Albstadt

Das Podium der deutschen Downhill-Meisterschaft 2014 in Albstadt. Klausmann wurde Dritter.

Gespannt darf man sein, was sich auf dem nächsten Rennen in Ilmenau abspielen wird...

Euer Marcus

Marcus Klausmann am 01.08.2014
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