Absa Cape Epic 2016: Vorschau

"Tour de Taktik" startet am 13. März

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 5 Jahren

In wenigen Tagen startet das legendäre Cape-Epic-Rennen in Südafrika. Nur mit Reife, Ausdauer und der richtigen Taktik kann man hier punkten. Wir erklären die spannendsten Team-Gespanne.

Manche bezeichnen das Cape Epic als Tour de France der Mountainbiker. Wer hier gewinnt, hat sich einen Namen gemacht und wird zumindest in Südafrika als Held gefeiert. Medial gesehen ist das Etappenrennen kaum zu toppen. Über kaum ein anderes Rennen wird so viel berichtet. Kein Wunder also, dass die Hersteller ihre Top-Teams an den Start schicken. Oftmals sogar mit Backup-Team. So erledigen die weniger bekannten Team-Fahrer die Windarbeit für die Stars und opfern bei technischen Problemen manchmal sogar das eigene Rad. Auch dieses Jahr müssen die Profi-Teams neben Schmackes in den Waden auch Taktik und strategisches Können beweisen, um bei der 13. Auflage einen Spitzenplatz zu erreichen. Hier unsere Favoriten-Teams für dieses Jahr. Für uns berichtet ab dem 13. März Robert Vogel in seinem Blog .

Das Cape Epic 2016 in Zahlen


Etappen plus Prolog müssen die Teilnehmer in acht Tagen bewältigen. Die erste Etappe ist mit 106 Kilometern gleichzeitig auch das längste Teilstück.


647 Kilometer müssen die Starter insgesamt zurücklegen. Zwar ist die Distanz kürzer als in den Vorjahren, dafür hat sie mehr Höhenmeter als je zuvor (14950 hm).


11145 Euro Preisgeld bekommt das Gewinner-Team der Profis. Allerdings müssen sich die Fahrer das Geld mit ihrem Team-Partner teilen.

Titel-Aspiranten und Geheimfavoriten


Alban Lakata & Kristian Hynek – Leistungsraketen
Insider munkeln, dass das Gespann mit dem Marathon-Weltmeister physisch die meiste Power des ganzen Starterfelds besitzt. Als eingespieltes Team zählen sie neben Platt und Huber zu den Top-Favoriten. Das Weltmeister-Trikot wird Lakata allerdings nicht tragen, laut UCI-Reglement ist das Cape Epic nämlich ein Cross-Country- und kein Marathonrennen.

Team Topeak Ergon Racing: Alban Lakata (li) und Christian Hynek.



Urs Huber & Karl Platt – Taktikgenies
Viermal hat Marathon-Ikone Karl Platt das Cape Epic bereits gewonnen. Glaubt man seinem Teammanager, hat der deutsche Marathon-Meister diese Erfolge vor allem seinem Gespür für die richtige Taktik zu verdanken. Platt und Huber sind menschlich absolut unterschiedliche Charaktere, auf dem Bike haben beide aber nur ein Ziel: den Sieg!

Team Bulls: Urs Huber (li) und Karl Platt.



Ilias Perikles & Tiago Ferreira – Underdogs
Ilias wer? Der 29 Jahre junge Grieche war 2012 Marathon-Weltmeister. Seine Stärke: Tagesrennen. Ob er zusammen mit seinem Rennpartner Tiago Jorge Ferreira Oliveira (POR) auch bei einem Etappenrennen punkten kann, wissen selbst Szene-Experten nicht zu beurteilen. Wir sind gespannt, wie sich die beiden Underdogs schlagen werden.

Team Dolomiti Superbike: Ilias Perikles (li) und Tiago Jorge Ferreira Oliveira.



Manuel Fumic & Henrique Avancini – Trainingstypen
Das Gesamtklassement spielt für die beiden Cannondale-Fahrer eine untergeordnete Rolle. Fumic und der 26-jährige Brasilianer Avancini sehen das Rennen als Trainingslager für die Olympischen Spiele in Rio im Sommer. Die Fähigkeiten für einen Etappensieg haben sie aber dennoch. Bereits 2013 fuhr Fumic mit Rucksack und Baggypants auf Rang fünf.

Team Cannondale Factory Racing: Manuel Fumic (li) und Henrique Avancini.



Daniel Geismayr & ? – Aufsteiger
Nach dem unglücklichen Ausfall des Top-Duos Markus Kaufmann und Jochen Käß beim Andalucía Bike Race besetzte Team Centurion Vaude für das Cape Epic mit Daniel Geismayr den Posten des Team Leaders neu. Der junge, hochtalentierte Österreicher fuhr beim Swiss Epic mit Jochen Käß ganz vorne mit. Mit seinen Teamkollegen Matthias Pfrommer und Herman Pernsteiner sowie dem Schweizer Gastfahrer Nicola Rohrbach reist Geismayr nach Südafrika. Wer mit Geismayr das Team Centurion Vaude 1 bildet, will der sportliche Leiter Hannes Genze aber erst kurz vor Rennstart bekannt geben. Die Favoritenrolle ist das Team jedenfalls los und kann unbeschwert für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Team Centurion Vaude: Daniel Geismayr und ? – der Teampartner wird vor Ort bekannt gegeben.

Frauen-Power beim Cape Epic 2016


Sabine Spitz & Jana Belomoina
14 Frauen-Teams kämpfen in der Lizenzklasse um einen Platz auf dem Podium. Ungewöhnlichste Paarung: die 44 Jahre alte Sabine Spitz und die 23 Jahre junge Jana Belomoina aus der Ukraine. Spitz ist eine der höchstdekorierten Frauen im Mountainbikesport überhaupt während sich Belomoina zu einer der derzeit besten Cross-Country-Fahrerinnen entwickelt. Beim Cape Epic in Südafrika stehen beide zum ersten Mal am Start. Grund: Vorbereitung auf Olympia.

Team Sport for Good: Sabine Spitz (li) und Jana Belomoina.



Annika Langvad & Ariane Kleinhans – Top-Favoritinnen
Die Favoritinnen für den Gesamtsieg sind Ex-Weltmeisterin Annika Langvad und Ariane Kleinhans aus dem Team Spur-Specialized. Die Gewinnerinnen von 2014 und 2015 dominieren mit physischer Stärke, hochprofessionellem Team und cleverer Taktik die von Jahr zu Jahr stärker werdende Frauen-Konkurrenz und haben in diesem Jahr die Chance auf den Cape-Epic-Hattrick.

Team Spur-Specialized: Annika Langvad (re) und Ariane Kleinhans.



Sally Bigham & Adelheid Morath – Eiserne Ladies
Das vielleicht stärkste Verfolgerteam. "Iron Sally” vom Team Topeak Ergon konnte die Frauenwertung bereits zwei mal gewinnen und bringt reichlich Erfahrung und Ausdauer mit. Adelheid Morath startete 2008 und 2012 in der Cross-Country-Disziplin bei Olympia und will auch auf der Langdistanz mit eiserner Härte punkten. Die Paarung ergänzt sich gut: Zusammen gewannen Bigham und Morath das Swiss Epic im September 2015. Auf Platz zwei: Langvad und Kleinhans.

Team Topeak Ergon Racing: Adelheid Morath (li) und Sally Bigham.



Hielke Elferink & Elisabeth Brandau – Durchstarterinnen
Ein weiteres interessantes Team mit deutscher Beteiligung: Team Meerendal Rocky EBE. Die niederländische Marathon-Meisterin und Wahl-Freiburgerin Hielke Elferink will aufs Podium und geht mit der topfitten mehrfachen Deutschen Marathonmeisterin Elisabeth Brandau an den Start. Beide fuhren bereits mit anderen Partnerinnen beim Cape Epic auf den vierten Rang.

Team Meerendal Rocky EBE: Elisabeth Brandau (li) und Hielke Elferink.

Gehört zur Artikelstrecke:

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Themen: Cape EpicEtappenrennenMarathonSüdafrika


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