Test 2017: Devinci Django 29

Trailbike: Devinci Django 29 im Einzeltest

  • Ludwig Döhl
 • Publiziert vor 3 Jahren

Ein Bike zum Pferdestehlen, könnten wir schreiben, um die Western-Karte des Djangos auszuspielen. Doch was will man mit einem Pferd, wenn man dieses Bike hat?

Devincis Trail-Rakete schreckt auch vor fiesem, verblocktem Gelände nicht zurück. Für ein Bike dieser Klasse ist es erstaunlich potent. Neben den großen Laufrädern trägt dazu das herausragende Fahrwerk bei. Die rund 125 Millimeter Federweg nutzt das Django sehr effektiv. Dank angenehmer Progression stehen Gabel und Dämpfer hoch im Federweg. Diese Kombination verleiht Laufruhe und Spurtreue im groben Geläuf. Die kurzen Kettenstreben machen das 29er erstaunlich wendig, und das Django wirkt zu keiner Zeit behäbig. In der Abfahrt sind die Reifen der begrenzende Faktor: Die WTB-Kombi mit schneller Gummimischung (Fast Rolling an Vorder- und Hinterrad) rollt zwar gut, bietet aber recht wenig Grip und Dämpfung. Das Fahrwerk überzeugt auch im Anstieg: Der Hinterbau bleibt ruhig und pumpt auch im offenen Modus nur minimal. Die Sitzposition ist ausgewogen, und die leichten Laufräder entpuppen sich als spurtstark. Mit fahrfertigen 13,4 Kilo ist das Django dennoch kein Leichtgewicht, was in erster Linie dem schweren Rahmen geschuldet ist. Die Fox-Transfer-Teleskopstütze überzeugt mit top Funktion, super Ergonomie und einem leichtgängigen Hebel.

Devinci Django 29

Die wuchtigen Carbon-Sitzstreben mit Alu-Kettenstreben fallen nicht nur optisch auf. Sie bauen relativ breit, sodass die Fersen bei ungünstiger Fußstellung schon mal dran streifen können. Dafür runden die gute Verarbeitung, die astreine Zugführung und der durchdachte Rahmenschutz die Konstruktion ab. Super: die lebenslange Garantie, die Devinci für seine Rahmen gewährt.


FAZIT Ludwig Döhl, BIKE-Redakteur: Das Django ist ein sehr potentes Trailbike. Die Geometrie ist stimmig, und die hochwertigen Federelemente zahlen sich voll aus. Trotz der großen Laufräder fährt sich das Bike verspielt. Etwas Kritik gibt es für die Reifen, die bergab Geschwindigkeit und Fahrspaß limitieren sowie für den breiten Hinterbau, an dem schon mal die Fersen streifen können.

Ludwig Döhl, BIKE-Testredakteur

Der Remote-Hebel der Fox-Transfer-Stütze am Devinci Django ist leichtgängig und angenehm zu bedienen.

Devinci setzt auf das patentierte Split-Pivot-Hinterbausystem, bei dem die Hinterradachse direkt durch das Gelenk läuft.

Devinci Django 29

Devinci Django 29


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Test: Devinci Django 29

Hersteller/Modell/Jahr
Devinci Django 29 / 2017
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Pivot Cycles, www.pivotcycles.com
Material/Grössen/Testgrösse
Hybrid / H: S, M, L, XL / L
Preis
4499.00
Preis (Rahmen)
2629.00
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
13000.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
68.00
Vorbau-/Oberrohrlänge
60.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1188.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/131, -/125
Übersetzung
1
BB Drop/Reach/Stack
-39.00/460.00/632.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Fox 34 Float Factory/Fox Float Evol Kashima Factory
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
SRAM X1/SRAM X1/SRAM X1
Bremsanlage/Bremshebel
SRAM Guide RSC/SRAM Guide RSC
Laufräder/Reifen
- Aivee MT6 15 x 110 WTB Kom Aivee MT6 12 x 148 WTB Kom/WTB Vigilante TCS Fast Rolling Light 2.3 WTB Trail Boss TCS Fast Rolling Light 2.3
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend.

Themen: DevinciDjangoEinzeltestTestTrailbike


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