Specialized Camber Comp Carbon im Test Specialized Camber Comp Carbon im Test Specialized Camber Comp Carbon im Test

Test 2017 – Trailbike Klassiker: Specialized Cam. Comp Carb.

Specialized Camber Comp Carbon im Test

  • Florentin Vesenbeckh
 • Publiziert vor 4 Jahren

Das Camber von Specialized ist als sportliches Leichtgewicht bekannt. Umso mehr erstaunt die Sitzposition beim ersten Aufsteigen: Die hohe Front macht sie unerwartet aufrecht.

Zusätzlich zum hohen Stack verbaut Specialized einen steilen Vorbau und einen hohen Lenker. Wir empfehlen, den Vorbau umzudrehen, wenn das hohe Cockpit stört. Bergauf tritt sich das Bike dennoch leichtgängig, der Hinterbau bleibt schon im offenen Modus sehr ruhig, Antriebseinflüsse kennt es nicht. Wer dennoch zum Plattformmodus greift, wird mit Lockout-Feeling belohnt. Die 2x11-Schaltung schlägt im Vergleich zum Einfach-Antrieb aufs Gewicht, macht sich aber an steilen Rampen bezahlt. Das Gewicht von fahrfertig rund 14 Kilo motiviert aber nicht direkt zur Sekundenjagd am Berg. Dafür hat Specialized ein Ass im Ärmel, oder besser gesagt im Rahmen: Das SWAT-Kit im Unterrohr nimmt willig Ersatzschlauch, Pumpe oder Energieriegel auf, ein Mini-Tool (nicht im Gewicht enthalten) sitzt griffbereit unter dem Oberrohr. Das kann einen Rucksack überflüssig machen. Jetzt aber ab auf den Trail. In der Abfahrt wirbelt das Camber dank steilem Lenkwinkel erstaunlich agil um Kurven, keine Spur von 29er-Trägheit. Wenn es ruppig wird, kommt der Flitzer aber an seine Grenzen. Die Revelation-RL-Gabel spricht nicht sensibel genug an und taucht dann zu weich durch den Federweg. So kann sie nicht mit dem Hinterbau mithalten und trübt den Eindruck auf dem Trail. Auch der steile Lenkwinkel gibt wenig Sicherheit auf schnellen Rumpelpassagen. Positiv fallen im Gelände die soliden Reifen auf, die von den breiten Felgen voluminös in Szene gesetzt werden. Nur dem fein profilierten Ground Control am Hinterrad geht bei Nässe schnell der Grip aus.


Florentin Vesenbeckh, BIKE-Testredakteur:
Das Camber zeigt eindrucksvoll, dass ein 29er nicht träge sein muss. Leider kann die Gabel nicht mit dem gelungenen Rest mithalten, was das Grinsen auf dem Trail schmälert. Insgesamt stellt Specialized einen Allrounder, der sich auf gemäßigten Touren wohlfühlt. Das hohe Gewicht verhindert Bestwerte im Anstieg.

Georg Grieshaber BIKE-Redakteur Florentin Vesenbeckh

Robert Niedring Specialized Camber Comp Carbon: Ein solider Schutz behütet das voluminöse Carbon-Unterrohr, die Züge laufen sauber im Inneren des Rahmens.

Robert Niedring Specialized Camber Comp Carbon: In der Trailbike-Klasse nicht selbstverständlich, für lange Abfahrten und schwere Fahrer top: 203er-Scheibe am Vorderrad.

BIKE Magazin Specialized Camber Comp Carbon

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Test: Specialized Camber Comp Carbon

Hersteller/Modell/Jahr
Specialized Camber Comp Carbon / 2017
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Specialized Germany GmbHMarketing Office, www.specialized.com
Material/Grössen/Testgrösse
Hybrid / H: S, M, L, XL / L
Preis
3699.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
13600.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
69.00
Vorbau-/Oberrohrlänge
70.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1165.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/120, -/120
Übersetzung
2
BB Drop/Reach/Stack
-43.00/448.00/638.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Rock Shox Revelation Solo RL/Fox Float DPS Performance Autosag
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
Race Face Aeffect/Shimano XT/Shimano SLX
Bremsanlage/Bremshebel
Shimano BR-M447/Shimano BL-M506
Laufräder/Reifen
- Specialized 15 x 100 Specialized 12 x 142 - -/Specialized Purgatory 2,3 Specialized Ground Control 2,3
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend.
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Themen: CamberCarbonSpecializedTestTrailbike


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