Scott Spark 930 im Test Scott Spark 930 im Test Scott Spark 930 im Test

Test 2017 – Trailbike Klassiker: Scott Spark 930

Scott Spark 930 im Test

  • Florentin Vesenbeckh
 • Publiziert vor 4 Jahren

Das Spark kann seine Race-Gene nicht verstecken. Direkt beim Aufsitzen macht sich die gestreckte Position bemerkbar, was förmlich zum Bergsprint durch die frische Januarluft anstachelt.

Entspannte Touren-Biker vermissen dadurch vielleicht etwas Komfort, Performance-Biker aber werden das Spark lieben: Das Scott verfügt über das mit Abstand niedrigste Gewicht des Trios, gut rollende Reifen und ein Fahrwerk, das im offenen Dämpfermodus zwar noch zu leichtem Nicken neigt, sich aber vom Lenker in drei Stufen völlig ruhigstellen lässt. Das geringe Gewicht erkaufen sich Spark-Piloten mit einer 1x11-Schaltung. Gerade in Kombination mit den 29er-Laufrädern kann das an langen, steilen Anstiegen für weniger trainierte Waden brenzlig werden. Bei so viel Aufwärtsdrang machen sich am Einstieg in den Trail fast schon Sorgenfalten breit, ob der Racer dem anspruchsvollen Südtiroler Terrain gewachsen ist. Aber gleich auf den ersten Metern sind die Falten glattgebügelt: ausgewogene Geometrie, sensibles Fahrwerk, überrollfreudige 29er-Reifen – auch bergab heißt es: draufsetzen und wohlfühlen. Das Spark versprüht Laufruhe, ohne dabei träge zu wirken. Gabel und Dämpfer stehen hoch im Federweg und liefern viel Rückmeldung. Allerdings kann das Bike im ruppigen Gelände seinen begrenzten Federweg von 120 Millimetern nicht verstecken – für harte Rodeoritte gibt es komfortablere Gefährten. Sportliche und technisch versierte Fahrer bekommen mit dem Spark aber auch auf anspruchsvollen Abfahrten einen äußerst kompetenten Partner, dem der Brückenschlag zwischen Race-Maschine und Spaß-Bike gelingt. Lediglich die Reifen geben in losem Geläuf etwas wenig Führung, und der Verstellbereich der Syncros-Stütze fällt mit 120 Millimetern recht schmal aus.


Stefan Frey, BIKE-Testredakteur:
Scott stellt den Racer unter den drei Kandidaten. Aber auch bergab kann das Spark punkten, der Spagat zwischen Anstieg und Abfahrt gelingt überzeugend. Wer ein sportliches Bike für lange und anspruchsvolle Touren mit regelmäßigen Trail-Einlagen sucht, findet in Scotts neuem Alleskönner einen kompetenten und ausgewogenen Partner.

Robert Niedring BIKE-Testredakteur Stefan Frey

Robert Niedring Scott Spark 930: Die Zugverlegung läuft komplett im Inneren des Rahmens, sogar durch die Kettenstreben zum Schaltwerk.

Robert Niedring Scott Spark 930 – Weniger aufgeräumt: das Kabelwirrwarr am Lenker, dank zweier Extrazüge für das Twinloc-System zur Fahrwerksverstellung.

BIKE Magazin Scott Spark 930

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Test: Scott Spark 930

Hersteller/Modell/Jahr
Scott Spark 930 / 2017
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Scott Sports AG, 089/898783619, www.scott-sports.com
Material/Grössen/Testgrösse
Hybrid / H: S, M, L, XL / L
Preis
3599.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
12750.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
67.20
Vorbau-/Oberrohrlänge
70.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1186.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/120, -/124
Übersetzung
1
BB Drop/Reach/Stack
-42.00/457.00/608.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Fox 34 Float Performance/Fox/Scott Nude DPS Evol
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
SRAM GX/SRAM GX/SRAM GX
Bremsanlage/Bremshebel
Shimano BR-M447/Shimano BL-M506
Laufräder/Reifen
Syncros 3.0 - - - -/Maxxis Forekaster 3C Speed Max Exo TR 2.35 Maxxis Forekaster 3C Speed Max Exo TR 2.35
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140 P.), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend.
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Themen: ScottSparkTestTrailbike


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