Best of Test: Die 5 besten Marathon-Fullys von 2019 Best of Test: Die 5 besten Marathon-Fullys von 2019 Best of Test: Die 5 besten Marathon-Fullys von 2019

Testsieger 2019 in der Kategorie Marathon-Bikes

Best of Test: Die 5 besten Marathon-Fullys von 2019

  • Peter Nilges
 • Publiziert vor einem Jahr

Marathon-Fullys sind im Grunde Race-Hardtails mit hinten eingebauter Federung. Geometrie und Ausstattung beider Bike-Kategorien sind sehr ähnlich.


PREIS   Gute Modelle ab 3500 €
GEWICHT   12 Kilo und leichter (o. Pedale)
FEDERWEG   100 bis 120 mm
EINSATZBEREICH   Touren auf Asphalt, Schotter und leichten Trails, Marathons oder Cross-Country-Rennen


Auch bei den Racefullys bleibt der Federweg spartanisch: In der Regel liegt er bei rund 100 mm, gelegentlich beträgt er bis 120 mm. Die Federung am Heck schlägt mit rund 1,5 Kilo Mehrgewicht für Dämpfer und aufwändigen Hinterbau zu Buche. Das geht ins Geld, soll das Mehrgewicht durch Leichtkomponenten kompensiert werden, um die Renntauglichkeit zu erhalten. Gute Marathon-Fullys haben einen Carbon-Rahmen, wiegen unter zwölf Kilo und kosten über 3500 Euro. Wer an der Zehn-Kilo-Grenze kratzen oder diese unterschreiten will, kann zwischen 6000 und 10000 Euro für ein solches Bike ausgeben. Der große Mehrwert: Auch abseits der Rennstrecke macht das Racebike mit Extra-Komfort viel Spaß. Technische Abfahrten gelingen leichter als mit dem Hardtail, fürs ganz Grobe sind diese Fullys aber noch nicht gebaut.


BMC Fourstroke 01 TWO

Systemintegration und eine für ein Racebike ungewöhnliche Geometrie sind herausstechende Merkmale des neuen Fourstroke. Die Teleskopstütze mit 80 Millimetern Hub ist im Rahmen integriert und passt gut zur modernen Geometrie, die dem BMC das Handling eines Trailbikes verleiht. Der flache Lenkwinkel von 67,5 Grad und die Laufruhe bringen Höchstnoten bergab. Die Sitzposition ist sportlich, aber nicht überstreckt. Bei offenem Dämpfer pumpt der Hinterbau, doch die zuschaltbare Plattform arbeitet effektiv. Das Fahrwerk lässt sich in drei Stufen verstellen. Details wie Lenkanschlagsbegrenzer zum Schutz des Oberrohrs sowie SAG-Anzeige runden das stimmige Bild eines innovativen Bikes ab.


Preis   7999 Euro   
Laufradgröße   29"
Gewicht   10,6 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 100 mm / hinten: 111 mm
Getestet in   BIKE 1/19  
BIKE-Urteil   sehr gut

Armin M. Küstenbrück BMC Fourstroke 01 TWO


Cannondale Scalpel SI

Das Scalpel ist ein gutmütiges Racebike, das auch auf Trail-Touren überzeugt. Bergab ist es nicht aus der Ruhe zu bringen. Die steife Lefty-Gabel kann in technischen Abfahrten voll überzeugen. Trotz einfacher Gabelbrücke und fehlendem, rechtem Gabelholm ist diese sowohl lenk- als auch bremssteifer als die Konkurrenz. Gabel und Fox-Dämpfer arbeiten feinfühlig. Mit dieser Federung und den griffigen 2,3er-Schwalbe-Pneus klebt das Bike am Untergrund. Das Gewicht lag im Mittelfeld der Vergleichsgruppe. Der Hinterbau neigt offen zum Wippen, das Lockout mit Lenker-Remote unterbindet dies aber. Bergauf ist die Konkurrenz etwas spritziger, doch diese Feinheiten können den guten Gesamteindruck nicht verderben.


Preis   7699 Euro   
Laufradgröße   29"
Gewicht   10,23 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 101 mm / hinten: 106 mm
Getestet in   BIKE 8/18  
BIKE-Urteil   super

Marius Maasewerd Cannondale Scalpel SI


Canyon Lux CF SL 8.0 Pro Race

Wer dieses Bike mit dem 2300 Euro teureren CF Team Replica vergleicht, erkennt, warum hier der Preis-Leistungs-Tipp landet. Es wiegt nur ein Kilo mehr und hängt gut am Gas. Selbst mit offenem Dämpfer bleibt das Heck absolut ruhig und generiert besten Vortrieb. Ein attraktives Paket für preisbewusste Racer. Tele-Stütze oder Schnellspanner in der Hinterradachse sind sinnvolle Details. Den Unterschied machen Dämpfer und Gabel von Rockshox, die nicht so sensibel ansprechen wie das Fox-Fahrwerk beim Team Replica. Schwere Fahrer werden zudem die geringere Rahmensteifigkeit spüren. Durch die hohe Nachfrage kann es aktuell bei beiden Canyon-Lux-Modellen zu Lieferengpässen kommen.


Preis   3699 Euro   
Laufradgröße   29"
Gewicht   11,23 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 111 mm / hinten: 108 mm
Getestet in    BIKE 1/19  
BIKE-Urteil   sehr gut

Armin M. Küstenbrück Canyon Lux CF SL 8.0 Pro Race


Canyon Lux CF SL Team Replica

Das Lux ist ein stimmiges, breitbandiges und quirliges Racefully, das sich mit Teleskopstütze auch auf Trail-Touren super schlägt. Dass es von den Bikes im Test die geringste Steifigkeit aufweist, entlockt den Konstrukteuren allenfalls ein Achselzucken. Denn mit dem erstklassig arbeitenden, antriebsneutralen Hinterbau wechselte das Lux auf die Überholspur und holte sich in BIKE 8/2018 den Testsieg. Der Lockout-Hebel für das komplette Fahrwerk ist nahezu überflüssig. Selbst im Wiegetritt bleibt das Heck ruhig. Die sportliche Sitzposition und Platz für zwei große Trinkflaschen machen es zum perfekten Partner für technische Marathons. Auch preislich ist das Bike des Versenders unschlagbar.


Preis   5999 Euro   
Laufradgröße   29"
Gewicht   10,25 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 101 mm / hinten: 108 mm
Getestet in    BIKE 8/18  
BIKE-Urteil   super

Georg Grieshaber Canyon Lux CF SL Team Replica


Specialized S-Works Epic XX1

Wenig Gewicht, ein leichtfüßiger Antritt und das Brain-Fahrwerk machen das Epic extrem schnell. Bergauf ist es unschlagbar. Der Dämpfer des intelligenten Fahrwerks blockiert auf Asphalt oder leichtem Schotter automatisch und arbeitet trotz leicht erhöhter Losbrechkraft überzeugend. Auch die Gabel ist durch die Automatik weniger sensibel, funktioniert aber so gut, dass man sich ohne Gedanken voll auf den Trail konzentrieren kann. Das hohe Steuerrohr lässt den Fahrer leicht aufrecht auf der Rennmaschine Platz nehmen. Das erhöht den Komfort auf längeren Strecken und die Kontrolle im steilen Gelände, zu der auch die griffigen 2,3-Zoll-Pneus beitragen. Im Rahmen lässt sich ein zweiter Flaschenhalter montieren.


Preis   8999 Euro   
Laufradgröße   29"
Gewicht   9,71 Kilo o. Pedale
Federweg   vorne: 105 mm / hinten: 107 mm
Getestet in    BIKE 8/18   
BIKE-Urteil   super

Marius Maasewerd Specialized S-Works Epic XX1



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