Test Marathon-Bikes 2014: Rennstahl 27,5

DAS Marathonbike schlechthin: Rennstahl 27,5

  • Henri Lesewitz
 • Publiziert vor 6 Jahren

Das Image von Stahl-Bikes ist so verstaubt wie das der Schallplatte. Dabei ist das alte Vinyl wieder Trend. Genauso, wie das klassische Rahmenmaterial bei Radsport-Fans immer beliebter wird.

Der bayerische Titan-Anbieter Falkenjagd platziert jetzt eine zweite Produktschiene im florierenden Custom-Segment. Der Name klingt lässig und fasst das Konzept zusammen: Rennstahl. Maximaler Speed, minimaler Service-Bedarf. Rennstahl ist die Ausreizung von Simplizität. Die herrlich schlanken Rohre zieht Reynolds aus Edelstahl. Eine Legierung mit einer so gewaltigen Festigkeit, dass die Wandstärken bis zu 0,3 Millimeter dünn sind. Dabei so korrosionsbeständig, dass auf Lack verzichtet werden kann. Verglichen mit Kunststoffgestellen ist der Rahmen zwar nicht leicht, das konsequente Verbauen von Bestausstattung hält den Gewichtsnachteil aber in Grenzen. Das breite Tretlagergehäuse, die X12-Steckachse und das wuchtige Headshok-Steuerrohr heben den Steifigkeitswert auf Carbon-Niveau.

Das Rennstahl 27,5 ist ein Stahl-MTB der besonderen Art.

Rein in die Wechselzone und rauf auf die Strecke. Das Rennstahl schnellt nach vorne, die Gänge sitzen. Brücke, Kurvenkombination. Die Lenkung reagiert präzise. Am Steilstück hoch zur Olympiaschwimmhalle ein bisschen das Gewicht verlagern. Das reicht, um das Vorderrad am Boden zu halten. In der ruckeligen Trail-Passage Popo hinter den Sattel und die Headshok machen lassen. Die labt sich genüsslich an Wurzeln und Bremsrillen. Das Rennstahl arbeitet eifrig, aber nie am Limit. Es schießt an Carbon-Twentyninern vorbei wie ein Delphin am Makrelenschwarm. Nach 24 Stunden: Team-interne Bestzeit. Noch Fragen?

Fazit zum Rennstahl 27,5

Die Essenz eines Marathon-Bikes. Simple, solide Technik, die immun ist gegen Veralten. Ein klassisch designter Vollgas-Flitzer auf der Höhe der Zeit.


PLUS Exklusive Optik, robustes Material, kratzbeständig, steif, langstreckentaugliche Race-Geometrie, auch als 29er
MINUS Teuer, Probefahrt nur bedingt möglich, schwerer Rahmen, schmaler Lenker

Drehort: Die Tretlagerwelle dreht sich in einem extra breiten Gehäuse. Das sorgt für Steifigkeit. Auch dann, wenn maximal beschleunigt wird. 

Hochspannung: Damit das Hinterrad bombenfest im Rahmen sitzt, verfügt das Rennstahl über eine X12-Steckachse. 


Test: Rennstahl 27,5

Hersteller/Modell/Jahr
Rennstahl 27,5 / 2014
Fachhandel/Versender
Versender
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Rennstahl Stahl Bikes, 089/8890 3651, www.rennstahl-bikes.de
Material/Grössen/Testgrösse
Stahl / H: S, M, L / M
Preis
5800.00
Preis (Rahmen)
1990.00
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
10000.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
70.00
Vorbau-/Oberrohrlänge
110.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1092.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/99, -/-
Übersetzung
3
BB Drop/Reach/Stack
-50.00/415.00/616.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Cannondale Lefty Carbon XLR 100mm/- -
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
Shimano XTR/Shimano XTR/Shimano XTR
Bremsanlage/Bremshebel
Shimano XTR/Shimano XTR
Laufräder/Reifen
Tune Olympic Gold II - - - -/Schwalbe Racing Ralph 2,25 Evo PaceStar Schwalbe Racing Ralph 2,25 Evo PaceStar
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Preis ggf. zzgl. Kosten für Lieferung, Verpackung und Abstimmung
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