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Test 2020: Marathon-Bikes

Die schnellsten Marathon-Bikes der Welt im Test

Ludwig Döhl am 13.06.2020

In den ersten Startreihen gibt's nicht nur die schnellsten Fahrer, sondern auch die exklusivsten Räder. Für Marathon-Fans haben wir Bikes der erfolgreichsten Marathon-Rennfahrer der Welt getestet.

Wattgesteuertes Training, Ernährung nach Plan und schnellere Regeneration durch qualvolle Behandlungen mit der Faszienrolle. Wer sich akribisch auf den nächsten Marathon, ja vielleicht sogar den Saisonhöhepunkt vorbereitet, krempelt oft sein ganzes Leben um. Der Verzicht auf fetthaltige Nahrung oder Alkohol wirkt dabei fast schon lächerlich, wenn man bedenkt, dass manche Profis das Ehebett verlassen, um für ein paar Extra-Watt in den Beinen in einer Höhenkammer zu übernachten. Wenn das komplette Leben dem Langstreckeneinsatz geopfert wird, spielt natürlich auch die Frage nach dem perfekten Material eine entscheidende Rolle. Wer mit knurrendem Magen ins Bett geht, will den nächsten Wettkampf wohl kaum mit zweitklassigem Material bestreiten.

Fotostrecke: Test Marathon-Bikes - die Profis hinter den Racebikes

Für unseren Test der schnellsten Marathon-Bikes der Welt waren unsere Auswahlkriterien ähnlich streng wie die Qualifikationsnormen für die Weltmeisterschaft. In unseren Test haben es ausschließlich die erfolgreichsten Bikes aus dem Profi-Business geschafft. Neben den Arbeitsgeräten der Marathon-Weltmeister Héctor Leonardo Páez und Pauline Ferrand-Prévot fiel unsere Wahl auf die Bikes von Cape-Epic-Sieger Nino Schurter und des Ersten der Marathon-Weltrangliste Urs Huber. Natürlich haben wir nicht die Original-Wettkampfräder dieses exquisiten Fahrerkreises getestet, sondern jeweils die im Handel erhältlichen Replika-Modelle bei den Sponsoren angefragt. Zumindest am Bulls lässt sich aber kein erkennbarer Unterschied in der Ausstattung ausmachen. Die Bikes der anderen Hersteller weichen, aufgrund der individuellen Sponsorenverträge, minimal vom Arbeitsgerät der Profis ab.

Außer dem Kolumbianer Héctor Leonardo Páez greift eigentlich kaum ein anderer Profisportler mehr auf ein Hardtail zurück. Dieses Phänomen lässt sich jedoch leicht erklären: Wenn der Anschaffungspreis keine Rolle spielt, landen Marathon-Fullys bei einem Spitzengewicht um die zehn Kilo. Auf den Gewichtsjoker, den Hardtail-Fahrer
üblicherweise ausspielen, verzichten die Profis für mehr Komfort und bessere Abfahrtsleistungen. Für alle, die ihr Sportgerät selbst finanzieren müssen, geben wir zu jedem Bike einen Tipp für eine preiswertere Version.
Eines haben letztlich alle vier Bikes gemein: Wenn die Leistung auf der nächsten Langdistanz nicht wirklich überzeugt, liegt es vielleicht an Ihrer fehlenden Askese, aber sicher nicht an einem dieser Testmodelle.


Den kompletten Vergleichstest der vier Marathon-Bikes aus BIKE 5/20 können Sie bequem unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 1,99 Euro.

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  • Bulls Wild Edge Team
  • Canyon Lux CF SLX 9.0 Ltd
  • Giant XTC Advanced SL 0
  • Scott Spark RC 900 WC

Fotostrecke: Test 2020: Die schnellsten Marathon-Bikes der Welt im Test


Ludwig Döhl am 13.06.2020
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