Diese Details sind uns im Praxistest besonders aufgefallen. Manche haben einen großen Einfluss auf das Fahrverhalten und lassen sich mit wenig Aufwand noch optimieren.

  • Der hydraulische Rockshox-Fullsprint-Hebel steuert Gabel und Dämpfer gleichzeitig an. Bei häufiger Betätigung fallen die hohen Bedienkräfte auf. Der Hebel muss regelmäßig entlüftet werden.
  • Am Cockpit des Lapierres verrät das E:i-Shock System den aktuellen Modus und lässt sich bei Bedarf auch manuell über den seitlichen Knopf steuern. Dieser ist allerdings schwer zu erreichen und nicht wirklich leichtgängig. 
  • Die scheuerfreie Zugverlegung am Simplon gefällt.
  • Die Magura MT8 an Simplon und Centurion zeigte die kraftvollste Performance. Trotz leichtestem Gewicht verzichtet das Centurion nicht auf schnell bedienbaren Schnellspanner an Stelle von Schraubachsen.
  • Die stark gekröpfte Sattelstütze am Cannondale verlagert die Sitzposition weit nach hinten. Wer trotz nach vorne geschobenem Sattel zu weit hinten sitzt, sollte eine gerade Stütze montieren. Die meisten Racefully-Rahmen sind bereits für eine Teleskopstütze mit interner Zugverlegung vorbereitet.
  • Die Sram-Eagle-Schaltgruppe mit zwölf Gängen findet sich an sechs Bikes im Test in Kombination mit einem 32er- oder 34er-Kettenblatt. Als einziger spendiert Scott seinem Spark noch eine zusätzliche Mini-Kettenführung, damit die Kette auch zu 100 Prozent auf dem Kettenblatt bleibt.
  • Durch den fast gar nicht nach hinten gekröpften Ritchey-Lenker fährt sich das KTM, als hätte es einen langen 120er-Vorbau. Das Handling wird entsprechend indirekt. Mit einem stärker gekröpften und etwas breiteren Lenker ließe sich das Fahrverhalten deutlich verbessern.
  • Das andere Extrem in Sachen Cockpit gibt es bei Kona. Der 760er-Lenker sorgt zusammen mit dem 60er-Vorbau für volle Kontrolle und ein verspieltes Handling wie an einem Trailbike. Dafür sitzt man auf dem Hei Hei Race Supreme recht entspannt, kann aber auch anspruchsvollen Trails gelassen entgegensehen.