Test 2016: Storck Adrenic G1 Test 2016: Storck Adrenic G1

Test 2016: Storck Adrenic G1

Rennmaschine: Storck Adrenic G1 im Test

BIKE Testabteilung am 29.12.2016

Nein, in eine Schublade haben Storck-Bikes noch nie gepasst. Die Marke ging immer ihren eigenen Weg. Und die Neuentwicklung Adrenic weicht von dieser Linie nicht ab.

Es handelt sich hierbei um ein sehr leichtes Carbon-Chassis mit 120 Millimetern Federweg am Heck, das wahlweise mit 120er-Gabel und 29er-Vorderrad gefahren werden kann, oder, wie am Test-Bike, als reines 27,5er mit 140er-Gabel. Das geringe Gewicht (Rahmen mit Dämpfer 2,2 Kilo) geht leider mit einer mäßigen Steifigkeit (37 N/mm) einher. Der Rahmen fällt in L tief, aber lang aus und hat eine steile Renngeometrie. Der lange Vorbau und der schmale Lenker sprechen eine klare Sprache: Hier geht es um Tempo und nicht ums Cruisen. Schmale Reifen und der schlanke Sattel runden das Konzept ab. Alles an dem Bike ist leicht, der Rahmen soll noch 15 Prozent steifer und die Zugführung noch optimiert werden, verspricht Markus Storck. Die Bremsleitung scheuert nämlich am Sitzrohr. Genug gefachsimpelt, raus ins Gelände. Die gestreckte Sitzposition schmeckt nach Marathon-Startblock. Zügig klettert man steile Rampen rauf und freut sich über das äußerst antriebsneutrale Heck. Geht es nach unten, offenbart das Adrenic seinen wahren Charakter: mehr Wildpferd als Fohlen. Es will streng geführt werden, steuert dann aber – unter anderem dank des steilen Lenkwinkels – wendig durch die Trails. Ein reinrassiges Racebike mit ausreichend Federwegsreserven. Der Preis für Rahmen mit Dämpfer: 2799 Euro.

Fazit: Das Adrenic ist das Pendant zum ’84er-Porsche 911 Paris-Dakar mit Geländereifen. Unterm Trailbike-Gewand steckt eine edle, antriebsneutrale Rennmaschine. 

Test 2016: Storck Adrenic G1

Storck Adrenic G1: Qual der Wahl: Statt der 140er-Gabel mit 27,5-Zoll-Vorderrad kann man auch ein 29er mit 120er-Gabel ordern.

Test 2016: Storck Adrenic G1

Storck Adrenic G1: Der virtuelle Viergelenk-Hinterbau ist sehr antriebsneutral, aber im Tretlagerbereich mäßig steif. Storck will nachbessern.

Test 2016: Storck Adrenic G1

Storck Adrenic G1: Das Heck arbeitet straffer und progressiver als die Gabel, dadurch nutzt man auch den Hub der F140 nicht aus. Top Effizienz!

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Test 2016: Storck Adrenic G1

Testbrief: Storck Adrenic G1

Hersteller/Modell/Jahr Storck Adrenic G1/2016
Fachhandel/Versender Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos Storck Bicycle GmbH, 06126/95360,
www.storck-bicycle.de
Material/Grössen/Testgrösse Carbon/H: S, M, L, XL / L
Preis 5.298,00 Euro
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale 11,15 kg
Lenk-/Sitzrohrwinkel 70,4 °/73,5 °
Vorbau-/Oberrohrlänge 100,0 mm/611,0 mm
Radstand/Tretlagerhöhe 1.148,0 mm/335,0 mm
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max -/140,0 mm, -/124,0 mm
Übersetzung 2-fach
BB Drop/Reach/Stack -11 mm/431 mm/594 mm
Ausstattung
Gabel/Dämpfer Fox 34 Float 140 Fit4/Fox Float DPS Evole Performance Series
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel Shimano XT/Shimano XT/Shimano XT
Bremsanlage/Bremshebel Shimano XT/Shimano XT
Laufräder/Reifen DT Swiss X 1700 Spline Two/Schwalbe Rocket Ron EVO 27.5x2.25, Schwalbe Rocket Ron EVO 27.5x2.25
BIKE Urteil1 sehr gut
1 Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
BIKE Testabteilung am 29.12.2016