Rennmaschine: Storck Adrenic G1 im Test Rennmaschine: Storck Adrenic G1 im Test Rennmaschine: Storck Adrenic G1 im Test

Test 2016: Storck Adrenic G1

Rennmaschine: Storck Adrenic G1 im Test

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 4 Jahren

Nein, in eine Schublade haben Storck-Bikes noch nie gepasst. Die Marke ging immer ihren eigenen Weg. Und die Neuentwicklung Adrenic weicht von dieser Linie nicht ab.

Es handelt sich hierbei um ein sehr leichtes Carbon-Chassis mit 120 Millimetern Federweg am Heck, das wahlweise mit 120er-Gabel und 29er-Vorderrad gefahren werden kann, oder, wie am Test-Bike, als reines 27,5er mit 140er-Gabel. Das geringe Gewicht (Rahmen mit Dämpfer 2,2 Kilo) geht leider mit einer mäßigen Steifigkeit (37 N/mm) einher. Der Rahmen fällt in L tief, aber lang aus und hat eine steile Renngeometrie. Der lange Vorbau und der schmale Lenker sprechen eine klare Sprache: Hier geht es um Tempo und nicht ums Cruisen. Schmale Reifen und der schlanke Sattel runden das Konzept ab. Alles an dem Bike ist leicht, der Rahmen soll noch 15 Prozent steifer und die Zugführung noch optimiert werden, verspricht Markus Storck. Die Bremsleitung scheuert nämlich am Sitzrohr. Genug gefachsimpelt, raus ins Gelände. Die gestreckte Sitzposition schmeckt nach Marathon-Startblock. Zügig klettert man steile Rampen rauf und freut sich über das äußerst antriebsneutrale Heck. Geht es nach unten, offenbart das Adrenic seinen wahren Charakter: mehr Wildpferd als Fohlen. Es will streng geführt werden, steuert dann aber – unter anderem dank des steilen Lenkwinkels – wendig durch die Trails. Ein reinrassiges Racebike mit ausreichend Federwegsreserven. Der Preis für Rahmen mit Dämpfer: 2799 Euro.


Fazit: Das Adrenic ist das Pendant zum ’84er-Porsche 911 Paris-Dakar mit Geländereifen. Unterm Trailbike-Gewand steckt eine edle, antriebsneutrale Rennmaschine.

Robert Niedring Storck Adrenic G1: Qual der Wahl: Statt der 140er-Gabel mit 27,5-Zoll-Vorderrad kann man auch ein 29er mit 120er-Gabel ordern.

Robert Niedring Storck Adrenic G1: Der virtuelle Viergelenk-Hinterbau ist sehr antriebsneutral, aber im Tretlagerbereich mäßig steif. Storck will nachbessern.

Robert Niedring Storck Adrenic G1: Das Heck arbeitet straffer und progressiver als die Gabel, dadurch nutzt man auch den Hub der F140 nicht aus. Top Effizienz!

Robert Niedring Test 2016: Storck Adrenic G1

Robert Niedring Test 2016: Storck Adrenic G1


Test: Storck Adrenic G1

Hersteller/Modell/Jahr
Storck Adrenic G1 / 2016
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Storck Bicycle GmbH, 06126/95360, www.storck-bicycle.de
Material/Grössen/Testgrösse
Carbon / H: S, M, L, XL / L
Preis
5298.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
11150.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
70.40
Vorbau-/Oberrohrlänge
100.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1148.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/140, -/124
Übersetzung
2
BB Drop/Reach/Stack
-11.00/431.00/594.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Fox 34 Float 140 Fit4/Fox Float DPS Evole Performance Series
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
Shimano XT/Shimano XT/Shimano XT
Bremsanlage/Bremshebel
Shimano XT/Shimano XT
Laufräder/Reifen
DT Swiss X 1700 Spline Two - - - -/Schwalbe Rocket Ron EVO 27.5x2.25 Schwalbe Rocket Ron EVO 27.5x2.25
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

Themen: AdrenicMarathon FullyStorckTest


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