Marathon-Racer: Pyga Stage im Test Marathon-Racer: Pyga Stage im Test Marathon-Racer: Pyga Stage im Test

Test 2016: Pyga Stage

Marathon-Racer: Pyga Stage im Test

  • BIKE Magazin
 • Publiziert vor 5 Jahren

Es gibt Schauspieler und Entertainer, die die große Bühne lieben und sich in den Vordergrund drängen, sogenannte "Rampensäue". Auch das Pyga Stage liebt die große Bühne.

Schwere Marathons, technische Passagen, viele Zuschauer: Dann blüht das Racefully so richtig auf. Das Stage markiert die Speerspitze der kleinen Palette des südafrikanischen Herstellers. Das Marathon-Bike muss sich vor den edlen Racefullys aus BIKE 4/16 nicht verstecken. Beim Preis allerdings auch nicht, denn allein für das Carbon-Rahmen-Set verlangt Importeur Tri-Cycles 3348 Euro. Dafür bekommt man eine Rennmaschine mit Spaßpotenzial – wie unser Test-Bike zeigt.

Die 97 Millimeter des VPP-Hinterbaus sind der sensiblen 120er-Gabel zwar spürbar unterlegen, das Fahrwerk harmoniert aber. Bei der Jagd nach Höhenmetern und Platzierungen spielt das 10,33 Kilo leichte Stage seine Qualitäten so richtig aus. Denn im vorderen Rahmendreieck lassen sich zwei Flaschenhalter montieren. Benutzt man welche mit seitlichem Einschub, kriegt man insgesamt locker 1,25 Liter unter. Das spart den ein oder anderen Boxenstopp oder den Trink­rucksack. Geometrie und Sitzposition fallen nicht übermäßig (renn-)sportlich aus. Dank kurzem Vorbau, breitem Lenker und 69er-Lenkwinkel lässt sich das steife Bike (56 N/mm) nicht so schnell aus der Ruhe bringen, selbst im verblockten Stufen-Zickzack. Nur der Sitzwinkel könnte einen Tick steiler ausfallen. Vorne lässt sich bei Bedarf ein Umwerfer montieren. Hinten soll das hauseigene "Plus Five"-Konzept (Kettenlinie wandert um 5 mm Richtung Antriebsseite) den Kettenverschleiß verringern, das Schalten verbessern und steifere Laufräder ermöglichen. Davon haben wir in der Praxis nichts gespürt.


Fazit: edler und exklusiver Marathon-Racer mit cleveren Details. Viel Fahrspaß bergab.

Robert Niedring Pyga Stage: Effizienz-Trimmer: Das Doppel-Lockout garantiert, dass keine Kraft im Fahrwerk verpufft.

Robert Niedring Pyga Stage: Clevere Idee: Mit den zwei Flaschenhaltern im Rahmen ist man für lange Strecken gerüstet.

BIKE Magazin Pyga Stage: Bis ca. 90 mm Federweg arbeiten Gabel und Dämpfer harmonisch zusammen. Grundsätzlich ist die 120er-Gabel aber dem Hinterbau überlegen. 

BIKE Magazin Test 2016: Pyga Stage

BIKE Magazin Test 2016: Pyga Stage


*Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig.
BIKE-Urteile: super (250–205 P.), sehr gut (204,75–170 P.), gut (169,75–140), befriedigend (139,75–100 P.), mit Schwächen, ungenügend. Alle Werte sind BIKE-Messwerte.


Test: Pyga Stage

Hersteller/Modell/Jahr
Pyga Stage / 2016
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Tri-Cycles GbR, 0611/9103358, www.tri-cycles.de
Material/Grössen/Testgrösse
Carbon / H: M, L, XL / L
Preis
7498.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
10330.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
69.00
Vorbau-/Oberrohrlänge
70.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1154.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/98, -/97
Übersetzung
1
BB Drop/Reach/Stack
-38.00/434.00/618.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Rock Shox RS-1/Rock Shox Monarch XX
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
Race Face Next SL Carbon/SRAM XX1/SRAM X1
Bremsanlage/Bremshebel
Avid XX/Avid XX
Laufräder/Reifen
- SRAM Predictive Steering Pyga Carbon 29 Marathon 369 Lite TRL Pyga Carbon 29 Marathon/Maxxis Ikon 2,20 Maxxis Ikon 2,20
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.

Themen: Marathon FullyPygaStageTest


Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der BIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Test Reparatur-Sets

    16.03.2012Für große Pannen gibt’s den Notarzt. Kleine Reifenpannen flicken sie blitzschnell selber. Wir zeigen, wie es am besten geht.

  • Test 2015 Race-Hardtails: Focus Black Forest 29R 1.0 Factory
    Focus Black Forest 29R 1.0 Factory im BIKE-Test

    11.04.2016Das Black Forest tanzt komplett aus der Reihe: Alu-Rahmen, Einfach-Antrieb, und zudem kostet es nicht einmal 2000 Euro.

  • Test 2017 – Trailbikes: Radon Skeen Trail 8.0
    Radon Skeen Trail 8.0 im Test

    17.08.2017Aluminiumrahmen mit Carbon-Wippe – das gibt’s in dieser Preisklasse nicht alle Tage. Dazu noch die leichtesten Laufräder.

  • Rocky Mountain Instinct 950

    25.04.2013Das neue Instinct ist vom Konzept her ein Alleskönner, beherrscht Tour und Trail – je nachdem, welche Reifen man montiert.

  • Test 2016: Teleskopstützen für Mountainbikes
    3 MTB Teleskopstützen im Test

    20.12.2016Wer baut den besten Sessellift – Fox vs. Rock Shox vs. Crank Brothers - drei neue Teleskopstützen im BIKE-Kurztest.

  • Felt Edict Nine FRD

    19.03.2014Wirkt schon im Stand superschnell und messerscharf: Felts Top-Racer ist ein Präzisionswerkzeug für Könner.

  • Test Formula 35 29"
    MTB-Gabel Formula 35 im Dauereinsatz

    15.08.2016In der Februar-Ausgabe der BIKE 2014 sicherte sich die Formula 35 durch ihre überzeugende Funktion die Bestnote und obendrein noch den heiß begehrten BIKE-Tipp.

  • Test: Ion K-Lite-R
    Ion Knieschützer von Richie Rude im Test

    17.10.2017Der Ion K-Lite-R will mit bester Passform, gutem Halt und solidem Schutz die Herzen von Enduro-Piloten gewinnen. Wir haben den Knie-Protektor ausgiebig getestet.

  • Test 2015: Stöckli Beryll RSC

    15.01.2015Rock Garden, Sprünge und verblockte Anstiege verwandeln Worldcup-Pisten mehr und mehr zu spektakulären Hindernis-Parcours. Deshalb greifen Profis immer eher zum Fully – wie bei ...