Specialized Epic S-Works 29 Worldcup Specialized Epic S-Works 29 Worldcup Specialized Epic S-Works 29 Worldcup

Specialized Epic S-Works 29 Worldcup

  • Christoph Listmann
 • Publiziert vor 7 Jahren

Der Zusatz Worldcup macht das Epic zum schnellsten Racefully der Test-Gruppe – vielleicht sogar der Welt.

Eins muss reichen. Ein Kettenblatt, mehr geht nicht am Epic Worldcup. Ein Umwerfer ist bei der Rahmenkonstruktion nicht vorgesehen. Dafür gibt es fette, kurze Kettenstreben für einen kraftvollen Antritt ohne Verwindung. So kompromisslos ist kein anderes Bike auf einen Einsatzbereich getrimmt. Der superleichte Rahmen ist bis ins Detail ausgefuchst, mit Schutzfolien abgeklebt, mit Alu-Schrauben bestückt und für zwei Flaschenhalter vorgesehen. Der rote Rennstreifen zieht sich sogar über die Sattelstütze hinauf. Man möchte mit Nachnamen Sauser oder Kulhavy heißen, um diese Maschine als Firmenfahrzeug gestellt zu bekommen. Alle anderen müssen tief in die Tasche greifen.

Auf der Test-Runde flutet das Laktat den ganzen Körper, selbst die Arme. Ständig will man in den Wiegetritt gehen, das Epic weiter beschleunigen, weil dieses Gefühl so einzigartig ist. Bergauf den Kopf tief, die Kolben stampfen, Vollgas der Ziellinie entgegen, wie Kulhavy. Einen Unterschied zum Hardtail vermag man nicht zu spüren – schneller geht es nicht. Das Brain-Fahrwerk arbeitet, wie es soll: sportlich straff, bei Schlägen öffnet es sofort. Bergab verlangt das Epic Worldcup nach einem versierten Fahrer, der mit der gestreckten Sitzposition umgehen kann. Wir würden den 100er-Vorbau gegen einen kürzeren tauschen. Das Bike lässt keinen Spielraum für Scherze.


Fazit Konsequenter geht es nicht. Das Epic Worldcup ist eine absolute Spezialmaschine für eine genau definierte Zielgruppe. Ein sehr teures, aber sauschnelles Vergnügen.


PLUS 34- und 32er-Kettenblatt mitgeliefert, zwei Flaschenhalter möglich, sehr leichte Laufräder, unglaublich schnelles Bike
MINUS Schraubachse hinten, 100er-Vorbau kostet Kontrolle


Die Alternative

Das Epic S-Works gibt es auch in der zivileren Variante mit Zweifach-Kurbel und 100 Millimetern Federweg für 8499 Euro oder in der Version Epic Marathon für 5999 Euro ( Test in BIKE 10/13 -> , 128 Punkte).

Markus Greber Traditionell verpasst Specialized seinem Epic das Brain-Fahrwerk mit integriertem Masse-Trägheitsventil, das das Fahrwerk automatisch öffnet oder schließt. Bei der Gabel lässt sich das Ansprechverhalten an der Brücke vorwählen, ein echter Gewinn gegenüber früher (Regelung unten).

Markus Greber Am richtigen Regler gedreht: Superleichte Carbon-Laufräder machen das Epic so spurtstark und schnell, wie es ist.

BIKE Magazin Das Brain-Fahrwerk arbeitet so, wie es sich Racer wünschen: tendenziell straff. Die Bedienung oben an der Gabel hilft.


Test: Specialized Epic S-Works 29 World Cup

Hersteller/Modell/Jahr
Specialized Epic S-Works 29 World Cup / 2014
Fachhandel/Versender
Fachhandel
Herstellerangaben
Allgemeine Infos
Specialized Germany GmbHMarketing Office, www.specialized.com
Material/Grössen/Testgrösse
Carbon / H: S, M, L, XL / L
Preis
8299.00
Preis (Rahmen)
BIKE-Messdaten
Gewicht ohne Pedale
9500.00
Lenk-/Sitzrohrwinkel
71.00
Vorbau-/Oberrohrlänge
100.00
Radstand/Tretlagerhöhe
1130.00
Federweg Vo. min/max, Hi. min/max
-/95, -/90
Übersetzung
1
BB Drop/Reach/Stack
-41.00/442.00/615.00
Ausstattung
Gabel/Dämpfer
Rock Shox/Specialized SID Brain 29/Fox/Specialized Future Shock Mini Brain, Brain Fade
Kurbel/Schaltwerk/Schalthebel
Specialized S-Works/SRAM XX1/SRAM XX1
Bremsanlage/Bremshebel
Magura MT8/Magura MT8
Laufräder/Reifen
Roval Control SL 29 Carbon - - - -/Specialized S-Works Fast Trak 2,0 Specialized S-Works Renegade 2,0
BIKE Urteil¹
Das BIKE-Urteil gibt die Labormesswerte und den subjektiven Eindruck der Testfahrer wieder. Das BIKE-Urteil ist preisunabhängig. BIKE-Urteile: super (150-125 P.), sehr gut (124,75-110 P.), gut (109,75-90 P.), befriedigend (89,75-65 P.), mit Schwächen, ungenügend.
Gehört zur Artikelstrecke:

Die schnellsten und teuersten Racefullys der Welt im Test


  • Test 2014: acht Race-Fullys der Luxusklasse
    Test: Die schnellsten & teuersten Race-Fullys der Welt

    20.03.201424 Karat ist das Nonplusultra bei Gold und Diamanten. Wir haben 24-karätige Racefullys durchs Gelände gescheucht. Es sind die wohl schnellsten acht Bikes der Welt. Sie kosten ...

  • BMC Fourstroke FS01 29 XX1

    19.03.2014Geringes Gewicht und viel Fahrkomfort sind der Schlüssel für Marathon-Erfolge. Das BMC hat beides.

  • Cannondale Scalpel 29 Carbon Team

    19.03.2014Wem nur das Beste gut genug ist, der greift bei Cannondale zur Team-Version des bekannt schnellen Scalpel.

  • Canyon Lux CF 9.9 Team

    19.03.2014Als Werkzeug fürs Marathon-Renn-Team wurde das Lux CF entwickelt. Diese Mission war schon erfolgreich.

  • Test: Cube Stereo 120 Super HPC SLT 29
    Cube Stereo 120 Super HPC SLT 29 im BIKE-Test

    19.03.2014Superleicht, extrem getunt und viel Federweg. Geht das Stereo-120-Konzept auch auf der Rennstrecke auf?

  • Felt Edict Nine FRD

    19.03.2014Wirkt schon im Stand superschnell und messerscharf: Felts Top-Racer ist ein Präzisionswerkzeug für Könner.

  • Merida Big Ninety-Nine CF Team

    19.03.2014Echte Fans wollen das Material der Profis fahren. Vorhang auf fürs Dienstfahrzeug des Multivan Merida Teams.

  • Specialized Epic S-Works 29 Worldcup

    19.03.2014Der Zusatz Worldcup macht das Epic zum schnellsten Racefully der Test-Gruppe – vielleicht sogar der Welt.

  • Trek Superfly FS 9.9 SL XTR

    19.03.2014Wer nach dem Preis fragt, ist nicht vermögend genug: Die Summe ist bei Treks Project One nach oben offen.

Themen: EpicHighend-RacefullyRacefullySpecializedS-WorksTest

  • 0,99 €
    Racefullys 5500-8300 Euro

Lesen Sie das BIKE Magazin. Einfach digital in der BIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Test 2018 - Super-Fullys: Trek Fuel EX 9.8
    Trek Fuel EX 9.8 im Systemvergleich

    07.01.2018Schön, wenn Gefühle nicht täuschen: Wir waren überrascht, wie potent und schluckfreudig sich ein 130-mm-Hinterbau anfühlen kann – bis wir die Testlabor-Daten des Trek Fuel EX vor ...

  • Test MTB Hosen 2015: Vaude Wo Pro Pants
    Radhosen Test: Vaude Wo Pro Pants Damen

    13.01.2016Hier finden Sie die Testergebnisse und weitere Informationen zur Radhose Vaude Wo Pro Pants für Damen.

  • Sechs Fahrrad-Computer mit Höhenmessung im Test
    Test 2015: Tachos mit Höhenmesser

    16.01.2015Mit ordentlich Höhenmetern auf dem Tacho kann man bei den Kumpels Eindruck schinden. Wir haben sechs Radcomputer mit Höhenmesser getestet. Außerdem: drei Computer mit ...

  • Test 2017: Trailbikes mit unterschiedlichen Konzepten
    Moderne Mehrkämpfer: 5 Trailbikes im Test

    16.04.2017Verwinkelte Trails, flowige Abfahrten, schnelle Hausrunde, lange Touren: Trailbikes sollen in mehreren Disziplinen punkten. Im Test zeigte sich, dass die Räder sehr verschieden ...

  • Norco Range Alloy 7.1

    21.04.2014In der reinen Downhill-Wertung sichert sich das orange Norco-Bike aus Kanada zusammen mit dem Orbea souverän den Platz auf dem obersten Treppchen.

  • Test Specialized Sip Locking
    Dauertest: Specialized-Griffe Sip Locking

    12.03.2014Was tun, wenn der Carbon-Lenker eine Spur zu schmal ist und man nicht in einen neuen investieren möchte? Die Schraubgriffe von Specialized mit Innenklemmung sind die Lösung.

  • Univega Vision LTD

    25.03.2014Alles neu: Auch Univega bläst seine Vision-Hardtail-Palette von 26 auf 27,5 Zoll auf. 400 Gramm mehr zum Vorjahresmodell (3. Platz mit 107,75 Punkten) sind dafür noch verkraftbar.

  • Rotwild R.C1 Comp

    28.06.2012Das Rotwild R.C1 Comp ist ein ausgewogener Tourer mit leistungsfähigem Fahrwerk und guter Ausstattung.

  • Test 2017 – Trailbikes: Transition Scout Carbon V1
    Transition Scout Carbon V1 im Test

    17.05.2017Als Trailbike mit Slopestyle-Wurzeln schickt die amerikanische Marke Transition ihr neues Scout Carbon in den Test.