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Wettkampf-Bikes der Olympia-Stars: José Hermidas auf Merida Big Nine Team Wettkampf-Bikes der Olympia-Stars: José Hermidas auf Merida Big Nine Team

Olympia 2016: José Antonio Hermida und sein Merida Big Nine

Das Olympia-Bike von José Antonio Hermida

Ludwig Döhl am 14.08.2016

Für Hermida ist das Gewicht seines Race-Bikes der wichtigste Parameter. Sein Merida Big Nine war das leichteste von uns getestete Olympia-Bike und gewann schon mal die BIKE-interne Uphill-Wertung.

Wettkampf-Bikes der Olympia-Stars: José Hermidas auf Merida Big Nine Team

José Hermida gehört mit seinen 38 Jahren noch immer zu den besten Mountainbikern im Cross Country. Der Weltmeister von 2010 freut sich auf seine fünften Olympschen Spiele.

José Hermida – mit vollem Namen José Antonio Hermida Ramos – nimmt in Rio bereits zum fünften Mal an Olympischen Spielen teil. In Athen 2004 holte er sogar Silber. Auch wenn er nicht mehr der Jüngste ist, mit dem 11. Platz bei der WM in Nové Mesto unterstreicht er sein Potenzial. Und über sein Arbeitsgerät kann sich José Antonio Hermida auch nicht beschweren. Schließlich hat er selbst einen gehörigen Teil zur Entwicklung der Geometrie des brandneuen Meridas Big Nine beigetragen. 

So fährt das Merida Big Nine Team von José Antonio Hermida

Als wir uns mit Hermidas Wettkampfrad aus der Team-Arena stehlen, unterhält der 38-jährige Spanier gerade seine jüngeren Team-Kollegen lautstark mit Erzählungen aus seiner über 20-jährigen Karriere. Wir konzentrieren uns wieder auf die Worldcup-Strecke in Albstadt und fliegen dem nächsten Uphill entgegen.

Wettkampf-Bikes der Olympia-Stars: José Hermidas Merida Big Nine Team

8,63 Kilo: Den Sprint des BIKE-Testteams bergauf gewinnt das Merida aufgrund seines geringen Gewichts.

Den Anstieg zum höchsten Punkt der Strecke erklommen wir mit keinem Rad so flott wie mit dem nur 8,6 Kilo leichten Merida. Im Wiegetritt flext das Tretlager keinen Millimeter. Die neu konstruierte Rennmaschine des Multivan Merida Racing Teams wurde mit hohen Steifigkeitswerten und geringem Gewicht auf Effizienz und Bestzeiten bergauf getrimmt. Im Sattel von Hermidas Rad spürt man deutlich, über welchen Stein das Hinterrad gerade rollt. Das Serienrad kommt für den Endverbraucher allerdings mit einer auf Komfort optimierten Stütze.

Wettkampf-Bikes der Olympia-Stars: José Hermidas auf Merida Big Nine Team

Um Gewicht zu sparen, wird der Hebel der Hinterradachse vor dem Rennen abmontiert. Der Mechaniker in der Tech-Zone hat im Falle eines Plattens natürlich den Steckschlüssel dabei, um das Hinterrad schnell zu wechseln.

Zu Beginn der Abfahrt sucht der rechte Daumen vergebens nach einem Schalthebel. Hermida wechselt die Gänge mit Hilfe von Srams Gripshift-Drehgriff. Der schmalste Lenker in diesem Test lässt sich ohne Gefahr durch die hektische Startphase manövrieren, in unserem Vergleich verschenkt er aber etwas Potenzial bergab.

Wettkampf-Bikes der Olympia-Stars: José Hermidas auf Merida Big Nine Team

Auch wenn vier der sechs getesteten Räder mit Sram-Schaltungen ausgestattet sind: Die Gripshift-Schaltung finden wir nur an Hermidas Bike. Alle anderen setzen auf Trigger anstelle des Drehgriffs.

Dennoch: Das Big Nine zirkelt sehr direkt durch enge Kehren. Die Rock-Shox-Sid-Gabel fährt José entgegen unseren Erwartungen angenehm soft. Die Maxxis-Beaver-Reifen, die die Mechaniker nur bei nassen Bedingungen aufziehen, verleihen dem Rad zudem viel Sicherheit.

Technische Daten Merida Big Nine Team
Material / Größen Carbon / 15 / 17 / 19 / 21 / 23 Zoll
Gewicht mit Pedale 8,63 kg
Gabel / Dämpfer Rock Shox Sid XX29
Kurbeln / Schaltung Sram XX1 (Gripshift) 1x11
Übersetzung / Lenkerbreite 36 / 10–42 / 675 Millimeter
Vorbau Länge / Neigung 100 mm / -17 Grad
Bremsanalge / Disc-⌀ vorne / hinten Sram Level Ultimate / 160 / 160 mm
Sattelstütze / Sattel Procraft / Prologo Zero Q3
Laufräder / Reifen / 
Luftdruck vorne / hinten
Fulcrum Carbon Prototypen /
Maxxis Beaver 29x2,0-Reifen /
1,4 bar / 1,4 bar

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Ludwig Döhl am 14.08.2016